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Reise und Pässe

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Tipps für mehrtagestour Benelux

  • miriamkahl, 25.01.2019, 20:04 Uhr
    Hallo zusammen!
    Ich plane im März meinen Resturlaub zu nehmen und mit dem Gravel und kleinem Gepäck 5 bis 7 Tage Richtung Benelux zu fahren. Soll ja total Radsport verrückt sein dort?
    Übernachten möchte ich in einfachen Unterkünften. Nun kenne ich mich in den Ländern überhaupt nicht aus.
    Gibt es irgendwelche Ziele wo ich unbedingt hin muss?
    Oder gibt es jemanden der schon eine Rundreise gemacht hat und ggf GPS Daten vorhanden?
    Für alle Tipps bin ich dankbar. Ach so, fahre von Bonn los. Mitfahrer ggf willkommen.
    LG, Miri ?
  • Wvanderzee, 25.01.2019, 20:41 Uhr
    Hallo Miri,

    für das Niederländische Teil kann ich vielleicht helfen. Was suchst du? Hügel, oder gerade schöne Route entlang wasser uzw?
    Wie viel Kilometers willst du ungefähr fahren pro Tag?

    Schöne Landesteilen zum radeln sind Der Veluwe (streckt von Arnheim bis Hardewijk), die Küste von Den Haag bis Den Helder hat sehr viele schöne stücke (ich wurde sagen das 110 km von den 130 sehr schön sind!), und das stück zwischen Utrecht und Den Haag hat sehr viele Wasserfläche und Flüsse wo zum teil super Fahrradwege entlang laufen.

    Ich habe versucht über die Jahre der Tourenplaner zu füllen mit gute Radelstrecken.

    Gruss, Wouter
  • Uwe, 25.01.2019, 21:22 Uhr
    Hallo Miri!
    Zu den Ländern kann ich nichts speziell sagen, da ich außer mal ca. 1 Std. in NL nie in Benelux war.
    Kennst du den Quaeldich.de-Tourenplaner? Da kannst du, wenn du Hügel suchst, ganz einfach in der nativen Tourenplanerkarte ohne OSM-Hintergrund die blauen Punkte der Hügel mit Beschreibung sehen und dich dann mal durch die Beschreibungen klicken. Zumindest mal in Belgien soll es angeblich zahllose Buckelchen geben, die einem Radler die Körner klauen, wenn man zu viele davon auf der Strecke hat. Luxemburg habe ich mir nur mal in GoogleEarth teilweise angesehen und könnte mir auch dort vorstellen, zu fahren. NL hat Wouter ja schon genannt, dass er dort den Tourenplaner mit Daten füttert.
    Im Tourenplaner kannst du schön dein eigenes Fahrprofil unter "Optionen" ablegen und dann hast du eine einigermaßen verwertbare Zeitplanung, auch mit Pausenzeiten usw. Man bekommt dann schnell eine Vorstellung von dem, was man plant. Wenn du bei der Streckenplanung mit dem Tourenplaner eine OSM als Hintergrund nutzt, hast du auch einen Überblick, auf welchen Straßen du unterwegs bist. Dass du dann damit auch GPS-Daten zur Verfügung hast, ist klar.
    Viel Erfolg bei der Planung und viele Grüße aus dem Winterloch, Uwe
  • bruckner13, 25.01.2019, 21:35 Uhr 25.01.2019, 21:40 Uhr
    Hallo Miri,

    letztes Jahr gab es diese quäldich-Reise:
    http://www.quaeldich.de/touren/klassikertour-aachen-roubaix-29-5-3-6-2018/
    wenn du die Berichte liest, merkst du, da waren Radsportler in einer radsportverrückten Gegend. Alle hatten ihren Spaß.
    An dem einem Regentag vielleicht etwas weniger. Wenn du im März und alleine fährst, wird alles sicher noch eine Nummer größer und verrückter.

    Du kannst uns danach dann mal berichten, wie du dir so mutterseelenallein auf den Pflasterpassagen durch die Rübenäcker vor Roubaix vorgekommen bist. Lachen und Weinen. Alles ist möglich, aber gewiss wirst du dich noch lange daran erinnern.

    Nirgends muss man unbedingt hin; und dort, wo alle hin wollen, bleibt man besser weg.
    Aber wenn du wissen willst, was bei den Klassikern so abgeht, dann bist du hier richtig.
    Auch die Städte und die Landschaften sind durchaus sehenswert.

    Mit dem Tourenplaner und dem Pässeverzeichnis hast du optimale Möglichkeiten.
    Plane für jeden Tag zwei Strecken, eine mit vielen "Spezialitäten" und eine kürzere, direktere. Dann hast du immer die Möglichkeit auf schlechtes Wetter, schlechte Beine, aber auch auf nette Bekanntschaften (auch die werden unvermeidlich sein) einzugehen.

    Wenn dir noch Zeit bleibt: Gent, Brügge, Middelburg, Rotterdam, Hoek van Holland, durch die Dünen nach Scheveningen, Den Haag, Amsterdam. Alles tolle Städte!

    Versuche deine Pläne etwas konkreter zu gestalten. Dann kann man auch noch besser helfen. Hier gibt es viele kompetente Leute.

    Und wenn es dich nicht allzu viel Überwindung kostet, fülle dein (leeeeeres) quäldich-Profil ein wenig auf. Dann findest du eher Mitstreiter für deine geile Tour.

    viel Spaß beim Planen, Peter
  • artie_1970, 25.01.2019, 21:43 Uhr
    Servus Miri,

    ich fand unsere 16-Etappen-Fahrt (als Rundtour von/nach Aachen) durch Benelux auf den Spuren der Klassiker (Amstel-Gold, Ronde van Flanderen, Gent-Wevelgem, Fleche Wallonne, Liege-Bastogne-Liege) landschaftlich ziemlich enttaeuschend, am besten noch die Niederlande und Luxemburg. Das Beste in Belgien war das Essen und Trinken (sagenhaft gut, das Highlight des Urlaubs). Die Ardennen fand ich mau und ziehe das Allgaeu jederzeit vor. Im Maerz kann es in Belgien noch ziemlich kuehl sein. Sehr dicht besiedelt, in Flandern viel Verkehr, benutzungspflichtige, grottige Radwege und ebensolche Strassen. Dafuer jede Menge Radsport-Flair und nette Staedte fuer Ruhetage. Da du sowieso nur 7 Tage hast, wuerde ich Limburg (das Amstel-Gold-Terrain) und Maastricht mitnehmen, dann nach Sueden (Liege-Bastogne-Liege), durch Luxemburg maeandern und durch die Eifel nach Bonn.

    Tschoe!

    Axel
  • majortom, 28.01.2019, 18:13 Uhr
    Hallo zusammen,

    ich muss Axel vehement widersprechen in seiner Ansicht, dass die Ardennen ziemlich mau seien. Ich finde, das ist ein wunderschönes Mittelgebirge. Ich muss Axel aber auch recht geben, dass das Allgäu mit Sicherheit spektakulärer ist.
    Man darf sich nicht der Illusion hergeben, dass das Frühjahrsklassiker-Territorium in Belgien und den Niederlanden landschaftlich viel anderes wäre als deutsche Mittelgebirge, die man von seinen Hausrunden evtl. kennt. Es ist eben trotz allem "nur" Mittelgebirge.
    Nichtsdestotrotz kann man den Radsport-Flair und die Begeisterung der Einheimischen deutlich spüren. In Belgien hängen die gelb und grün angemalten Räder an der 2017er Tour-de-France-Strecke teils immer noch, während auf dem deutschen Abschnitt zwischen Düsseldorf und Aachen alles schon einen Tag nach der Etappe wieder abgehängt war. Nur mal so als Beispiel.

    Angesichts der doch recht frühen Jahreszeit im März würde ich vorschlagen, von der Haustür in Bonn aus bis an die Nordsee zu fahren und dabei das Klassikerterritorium abzugrasen. Etwas ähnliches habe ich vor einiger Zeit zur Vorbereitung der bereits erwähnten QD-Reise Aachen-Roubaix von meiner Haustür aus gemacht: http://www.quaeldich.de/touren/pave-exzesse-2017/

    Mein Geheimtipp in den Ardennen wäre allerdings das französisch-belgische Grenzgebiet rund um das Semois-Tal. Sehr ruhig und idyllisch da, und landschaftlich toll. Dicht gefolgt vielleicht vom deutsch-belgischen Grenzgebiet im Hohen Venn, also der Schnittstelle zwischen Eifel und Ardennen.

    Schöne Grüße
    Tom
  • Droopy, 28.01.2019, 20:14 Uhr
    Salut miriamkahl, hast Du Dir schon Antworten auf die Fragen von Wouter überlegt? Sonst kannst Du alle Beiträge unter "schön das wir drüber gesprochen haben" verbuchen. Gravel, Radreise und Radsport das klingt ehrlich gesagt alles ziemlich durcheinander. Kleines Gepäck im März? Da zweifel ich stark dran. Der März hat in Belgien im langjährigen Mittel rund 13 Regentage und eine mittlere Temperatur von 2 Grad (minimalwert) bis 9 Grad. Eine Westwindlage ist meist vorherrschend, da kannst Du Dich auf Etappe Eins gleich dran gewöhnen. Und mit Gepäck irgendwelche steilen "Monumente" hinauffahren, das kann man machen, ist aber eher seltsam. Die "hohen" Ardennen im März halte ich darüber hinaus für einen Witz hartgesottener User hier im Forum, hier fährt man am Besten im Mai oder Juni zur Ginsterblüte, in der Zeit hat auch das Allgäu keine Chance. Bei LBL 2016 hats im April mal geschneit. Ansonsten: Benelux gibt es nur auf politischer Ebene, das sind ganz viele Regionen mit total unterschiedlichen Charakter, insbesondere vom Sattel aus. Wo Du unbedingt hin musst,kannst Du hier nur selbst rausfinden.
    Mein Tipp ins Blaue,wenn es eine "Reise" sein soll:Vergiss den Gravel und folge der Spur von Wouter über Schleichwege vom Niederrhein bis an die Nordsee,vielleicht einmal ums Ijselmeer und zurück, das sollte sich in 7 Tagen(100km pro Tag) ausgehen, notfalls in Amsterdam in den Zug. Der frische Wind macht die Strecke schwer genug auch wenns flach ist und passt gut zur Jahreszeit. Wenn Du hingegen "Radsportflair" suchst und angefixt werden möchtest dann steig ins Auto und miete Dich in Oudenaarde oder Gent ein. In Flandern ist an JEDEM Märzwochenende ein Radsportevent mit 1000-3000 Leuten,wo Du einen echten Klassiker abfahren kannst. Hier lernst Du garantiert "Leute"kennen. Beide Städte sind quasi mittendrin. Am Tag danach oder im Anschluss kannst Du den Profis bei der Arbeit zuschauen und ein Duvel trinken. In der Woche dazwischen kannst Du saunieren,Dir die flandrischen Städte anschauen oder ins Radsportmuseum gehen > http://crvv.be/ . Von dort gibt es auch ausgeschilderte Strecken durch die Hügel. Bei Interesse gern konkretere Tipps.
    @Tom: Semois-Tal und Bouillon ist wahnsinnig schön aber leider nur Nr. 2, der Ösling hinter den vielen Bergen bei den Luxuszwergen ist noch viel,viel schöner. Euer feuchtes Hochmoor bei Aix-la-Chapelle leider unter ferner liefen, Regenstaukante, dann doch lieber gleich nach Finland.
  • Wvanderzee, 28.01.2019, 21:36 Uhr
    Eindrück von Hohes Venn mit Rennrad ende März: https://youtu.be/YHSfhipREc0

    Grossteils führt die Route durch Pays Herve. Kein bekanntes Rennradrevier, aber ein schöne Gegend zum austoben wenn im Hohes Venn oder Ardennen noch zu kalt ist.
  • artie_1970, 29.01.2019, 08:32 Uhr auf Droopy
    Servus zusammen,

    sieht mal wieder nach einem Thread aus, der "ask-only" ohne Interaktion aus Sicht der Erstellerin ist, waehrend sich die Experten die Koeppe heiss schreiben und gleich mehrere Urlaubsrohskizzen fuer lau bereitstellen. Ich beziehe mich hier nicht auf die Pyrenaeen, sondern irgendeine Alpenplanungsgeschichte, bei der sich der Anfragende auch nie gemeldet hat. Wir haben's uns hier trotzdem lustig gemacht. (-:

    Radreise und Radsport ging bei uns gut zusammen, Touris auf den Spuren der Klassiker, mit kleinem Gepaeck am Renner alle steilen Rampen hoch (die ich mir viel anspruchsvoller vorgestellt hatte). Insofern bin ich auch "durcheinander" und "seltsam". Und in Belgien rumpeln etwaige Schotterpisten (damals noch nicht auf meinem Radar) vielleicht sogar weniger als die "asphaltierten" Strassen (die uebrigens laut Fahrwerksingenieuren von der Qualitaet her ein europaischer Ausreisser auf eher Entwicklungslandniveau sind). Die Packtasche bleibt im Maerz nur halb gefuellt, weil man eh alles anhat, was geht. Wir hatten am 1. Juli mittags 10 Grad. Oudenaarde war in der Tat mit Radsportflair gesegnet und sehr erfreulich, wie auch der Oesling.

    Noch zum Allgaeu: Rein fahrtechnisch ist das sehr aehnlich (steile Rampen, keine Anstiege epischer Laenge, sozusagen "non-rolling hills"), dafuer aber semi-alpine Aussichten, wesentlich idyllischer als die herben Mittelgebirge. Das "mau" ist also relativ zum Allgaeu zu sehen, auch, was die Abgeranztheit der Oertchen angeht. Das Heuvelland finde ich erheblich attraktiver, kann aber auch daran liegen, dass ich dort zum Rennradeln gekommen bin. Aber das ist alles Geschmackssache.

    Noch zu Finnland: War das ein Spruch oder kannst du 'was zum Radeln dort berichten? Faende ich interessant.

    Tschoe!

    Axel
  • majortom, 29.01.2019, 09:16 Uhr 29.01.2019, 09:18 Uhr auf Droopy
    Hallo Droopy,

    1. Ich mag das feuchte Hochmoor, aber den Luxusösling kenne ich nicht, weswegen ich mir da kein Urteil erlauben möchte.
    2. Lieber La Chouffe als Duvel.
    3. Ich bin auch schon die Mur de Huy mit "kleinem Gepäck" hochgeeiert, siehe Link oben. Es geht schon.

    Es grüßt
    der Major
  • miriamkahl, 29.01.2019, 17:02 Uhr 29.01.2019, 17:02 Uhr
    Puh, das sind ja ziemlich viele Ideen und professionelle Ratschläge von Euch. Damit hätte ich gar nicht gerechnet und konnte aufgrund meines Schichtdienstes übers Wochenende leider nicht antworten, entschuldigt vielmals
    Ich würde mich wahrscheinlich an den Vorschlag von majortom halten und von Bonn aus unkompliziert Richtung Nordsee fahren...
    Über Eure Tipps bedanke ich mich sehr und werde mir nach und nach noch alles genauer anschauen.
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