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...das Bier danach...

  • blindr, 17.06.2019, 16:10 Uhr
    Liebe Radsportfreunde,
    Bereits ein Energydrink verschlechtert die Gefäßfunktion, so die These der Mediziner. Diese Getränke sind hip, im Cafe Bolands und anderswo. Doch Mediziner warnen: Bereits ein einziger Energydrink führt zu einer Veränderung der Endothelfunktion der Blutgefäße, was auf Dauer das Risiko von Gefäßerkrankungen erhöht.
    Was zeigt die Forschung im Detail?
    o Das Maß ist die flussvermittelte Vasodilatation (FMD) der Arteria brachialis. Dazu wird kurzzeitig mit einer einfachen Blutdruckmanschette der Durchfluss des Blutes gestoppt. Nach dem Lösen der Manschette wird der Durchmesser der Armarterie mit einer Ultraschallsonde bestimmt.
    o Bei gesunden Menschen kommt es hier zu einer Erweiterung der Arterie. Eine Verengung der Vasodilatation lässt auf eine Störung der Endothelfunktion schließen, da das Endothel die Signale für die Vasodilatation gibt.
    o Probanden zeigen vor und nach dem Energydrink (https://www.forschung-und-wissen.de/thema/Energydrink/) folgendes: Vor dem Energydrink betrug die FMD 5,1 Prozent. Nach dem Energydrink erweiterte sich die Armarterie nur noch um 2,8 Prozent.
    o Welche Inhaltsstoffe in den Energydrinks jedoch für diesen Effekt verantwortlich sind, ist bisher noch unklar, da Energydrinks oftmals eine Vielzahl pharmakologisch aktiver Substanzen wie Taurin, Kräuter oder Zucker enthalten.
    o Insgesamt sind die Risiken von Energydrinks bereits schon länger bekannt. Neben der verschlechterten Gefäßfunktion ist bereits aus anderen Studien bekannt, dass Energydrinks kurzzeitig den Blutdruck ansteigen lassen und die Herzfrequenz erhöhen. Auch eine arrhythmogene Wirkung ist möglich, da das in Energydrinks enthaltene Taurin das QT-Intervall verlängern kann.
    o Gefährdet sind laut den Medizinern vor allem Menschen mit genetischen Kardiomyopathien, die den Betroffenen meist nicht bewusst sind, da sie im jungen Alter keine Symptome zeigen.
    Die Mediziner raten allen Jugendlichen, Erwachsenen mit Koffeinsensitivität, Schwangeren, Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen und Personen die Medikamente einnehmen dringend von dem Konsum von Energydrinks ab. Alle anderen sollten nicht mehr als einen Energydrink pro Tag konsumieren und diesen niemals mit Alkohol mischen oder direkt vor dem Sport trinken.

    In dem Sinne empfiehlt sich: besser das Bier pur nach dem Sport! ;-)

    In dem Sinne und in bester Erinnerung an derartige Feldversuche bei GA-RO 2019
    René

  • Edgar1982, 11.08.2019, 22:24 Uhr
    Hallo René,

    sehr interessanter Beitrag. Ich genieße vor dem Sport gerne mal Kaffee, natürlich immer einige Liter Wasser über den Tag verteilt, sowie am Abend dann hin und wieder ein Bier. Von Energiedrinks und generell mit Süßungsmitteln vollgepumpten Getränken halte ich gar nichts. Morgens Porridge, Mittags ausgewogen mit gesunden Fetten, viel Protein und komplexen Kohlenhydraten (Naturreis, Vollkornnudeln, Bulgur etc.) und Abends darf es auch mal deftig sein, wenn man viel Strecke gemacht hat.

    Beim Konsum von Lebensmitteln sollte man genauso vorsichtig sein, wie beim Radfahren selbst. Eine optimale Kombination, aus Sport und einer ausgewogenen Ernährung, steigert die Leistung enorm. Mehr zum Thema Sichtbarkeit im Straßenverkehr hat im Übrigen dieser umfassende Blog zu bieten: https://schutzengel-arbeitsschutz.de/blog/

    Interessant, dass man z.B. die Farben von Schutzkleidung an die Umgebung sowie Jahreszeiten durchaus anpassen sollte.

    Ich wünsche Euch einen angenehmen Start in die Woche.








  • micah, 20.08.2019, 13:08 Uhr
    Hi,
    ich hätte mal eine Frage die ungefähr zu dem Thema passt. Wie sieht es denn mit Eiweiß- bzw. Proteinshakes aus?
    Der Körper braucht ja pro Tag ein gewisse Menge Eiweiß: https://www.eiweisspulver.org/wie-viel-eiweiss-pro-tag/
    Ist das dann auch trotzdem schädlich oder gilt das wirklich nur für Energydrinks?
    Das ganze ist natürlich unter der Voraussetzung, dass man nicht zu viel Eiweiß zu sich nimmt.
    Würde mich sehr über eine Antwort freuen. :)
  • blindr, 20.08.2019, 14:33 Uhr
    ein Interessanter Artikel der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd (Institut für Gesundheitswissenschaften, Schwäbisch Gmünd) dazu ist:

    Carlsohn A. Einfluss von Proteinen auf die muskuläre Regeneration nach sportlicher Aktivität. Dtsch Z Sportmed. 2016; 67: 59-63.

    zu lesen in der Vollversion deutsch/englisch unter https://www.germanjournalsportsmedicine.com/archive/archive-2016/issue-3/einfluss-von-proteinen-auf-die-muskulaere-regeneration-nach-sportlicher-aktivitaet/

    Hier die Zusammenfassung:
    Die Regeneration nach erschöpfenden Belastungen ist imLeistungssport sowohl im Trainingsprozess als auch in Wettkampfphasen von Bedeutung. Die Wirksamkeit von Proteinsupplementen auf Indikatoren der muskulären Regeneration (Muskelschädigung, Muskelschmerz, Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit) ist nicht eindeutig.
    In Ausdauersportarten, wie Radsport und Langstreckenlauf, kann die Zufuhr von Proteinen, Milchprodukten oder Aminosäuren möglicherweise belastungsinduzierte Muskelschädigungen und/oder Muskelschmerzen reduzieren und die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit begünstigen. Nach exzentrischen Dauerbelastungen beeinflusst eine ergänzende Proteinzufuhr weder Parameter der Muskelschädigung, des Muskelschmerzes noch die Leistungsfähigkeit in der Regenerationsphase.
    Die gezielte Proteingabe nach Krafttraining mit oder ohne Fokus auf exzentrische Übungen reduziert bei Trainierten weder die Indikatoren der muskulären Schädigung noch des Muskelschmerzes. Möglicherweise kann eine Proteingabe unmittelbar nach dem Krafttraining die Wiederherstellung der Kraftleistungsfähigkeit begünstigen.

    In dem Sinne Prost!
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