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Regionsbeschreibung

Von majortom

„Ich weiß nicht...

... wieso ich euch so hasse, Fahrradfahrer dieser Stadt...“, singt die deutsche Indierock-Band Tocotronic in ihrem 1995 erschienenen Lied „Freiburg“. Wieso man eine das Stadtbild entscheidend prägende Masse von radelnden Menschen gleich hassen muss, können auch wir nicht sagen, tatsächlich sind jedoch die Fahrradfahrer wohl mit das erste, was einem Besucher Freiburgs auffällt. Neben Münster gilt Freiburg wohl zurecht als die Fahrradstadt Deutschlands, unter anderem wohl bedingt durch eine hohe Dichte an Studenten und eine weitestgehend flache Topographie.

Die Fakten

Der Reihe nach: Freiburg im Breisgau ist die südlichste Großstadt Deutschlands, hat etwa 220.000 Einwohner, liegt im Südwesten Deutschlands in der Oberrheinebene, im Dreiländereck, am Fuße des Schwarzwalds, etwa 20 km von der französischen Grenze und etwa 50 km von der schweizer Grenze entfernt. Freiburg im Breisgau ist durch ein äußerst mildes Klima begünstigt, sowohl was die durchschnittliche Jahrestemperatur als auch die Sonnenscheindauer betrifft; der Breisgau gilt deswegen auch als die Toskana Deutschlands. Freiburg ist gleichzeitig Öko-Metropole und lebendige Universitätsstadt, das politische und kulturelle Zentrum von Südbaden.
Außerdem war Freiburg Etappenort der 1. quaeldich.de-Deutschland-Rundfahrt.

Wissenswertes und Sehenswertes

Die Stadt wurde im 11. Jahrhundert von den Herzogen von Zährigen gegründet, ging dann im Jahr 1218 aber an die Habsburger über. Freiburg war also eine ganze Zeit lang österreichisch, genau gesagt bis 1806, als die Stadt badisch wurde. Dabei mauserte sich die Stadt im Laufe der Jahrhunderte zum Zentrum der Region Südbaden; dank der Einnahmen aus dem Silberbergbau im Schwarzwald florierte die Stadt und konnte sich auch prestigeträchtige Bauten wie das Freiburger Münster leisten, heute eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten.
Die Altstadt Freiburgs ist verwinkelt und eng, versprüht aber mit ihren Gassen und „Bächle“ einen ganz besonderen Charme. Dazu kommt noch das pulsierende Studentenleben, das für eine hohe Dichte an Kneipen und Cafés sorgt. Daneben ist Freiburg natürlich auch ein Tor zum Schwarzwald und verbindet so Großstadt und Naherholung. Diese Kombination aus Schwarzwaldidylle, historischer Stadt und gewissermaßen südländischer Leichtigkeit sorgt wohl dafür, dass jährlich bis zu 3 Millionen Touristen die Stadt besuchen.
Für weitere Informationen verweisen wir auf die offizielle Seite der Stadt.

Rennradfahren in und um Freiburg

Freiburg ist Fahrradstadt – schön und gut für Alltagsradler, aber lohnt sich die Umgebung auch für Rennradler?
Die beste Antwort, die man auf diese Frage geben kann, ist vielleicht der Hinweis, dass auch eine ganze Reihe von Radprofis wie z.B. der zweifache deutsche Straßenmeister Fabian Wegmann in Freiburg leben. Um es auf den Punkt zu bringen: Freiburg ist zum Rennradfahren geradezu ideal.
Auch wenn man natürlich im Großstadtverkehr einige Abstriche machen muss (denn Rennradeln in der Großstadt macht nie besonders viel Spaß), bietet die Umgebung alles, was das Herz begehrt. An erster Stelle müssen wir natürlich den Hausberg der Stadt nennen, den 1284 m hohen Schauinsland. Seine Passhöhe ist etwa 16 km vom Stadtzentrum entfernt, und auf dieser Distanz müssen knapp 950 Höhenmeter bezwungen werden. In Freiburg kann man also einen Pass mit nahezu alpinen Dimensionen gewissermaßen auf der Feierabendrunde bezwingen. Tatsächlich wird man auf einer solchen Feierabendrunde einer ganzen Phalanx von Kollegen mit demselben Vorhaben begegnen.
Dann stehen natürlich noch weitere Riesen des Südschwarzwalds zur Verfügung, wir nennen hier nur den Kandel von Waldkirch (ca. 15 km entfernt), der Notschrei von Kirchzarten (ca. 10 km) oder der Thurner von Buchenbach (ca. 15 km).
Im Frühjahr hingegen, wenn im Schwarzwald noch Schnee liegt, kann man auf den Kaiserstuhl ausweichen, der ebenfalls vor den Toren Freiburgs liegt. Dort hat man zwar deutlich geringere Höhenunterschiede, aber an einigen steilen Rampen kann man sich dennoch ordentlich quälen. Das Bild vervollständigen die Vogesen auf der anderen Rheinseite im Elsass, die ebenfalls in Reichweite für Tagestouren liegen.
Wer dagegen die Kletterei scheut, findet im Oberrheintal genug interessante Strecken, um hunderte von Kilometern ohne nennenswerte Steigungen zu rollen. Es sollte also für jeden etwas dabei sein.