Alpe Devero (1650 m)

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Alpe Devero (1650 m)

Alpen, Lepontinische Alpen, Valle Ossola, Piemont.
00 Wasserfall mit Velo auf dem Weg zur Alpe Devero, 27.08.09.
Die Alpe Devero ist der Namensgeber des Naturschutzgebietes Parco Naturale Alpe Devero, nördlich dem der Alpe Veglia. Sie liegt am Ende des Valle Devero, ein nordwestliches Seitental des nach Norden verlaufenden Valle Antigorio, das mit dem Val Fornazza und dem Lago di Moresco (1743 m Höhe) abschließt. Ausgangspunkt ist das hübsche Crodo (525 m), von dem man auch auf die Alpe Aleccio und die Alpe Deccia fährt.
Die Alpe Devero erreicht man über eine komfortable Autostraße (im Gegensatz zur Alpe Veglia, siehe San Domenico), die im oberen Teil in prächtiger Landschaft verläuft. Außergewöhnlich sind ein hoher Wasserfall mit leichter Radfahrerdusche, ein 700 m langer Tunnel mit Kurven und 11 % Steigung, sowie am Ziel eine große freie Ebene mit zahlreichen Ferienhäusern und großartigen Berggipfeln zwischen 2700 und 3200 m Höhe.

Umso erstaunlicher ist, dass es keine Hinweise zur Alpe Devero als Velotour gibt. Leider ist ja die Markierung „befestigte Straße“ im MapSource von Garmin sehr unzuverlässig. Nach schlechten Erfahrungen bei der Alpe Veglia habe ich intensiv im Internet zu dieser Auffahrt recherchiert. Irgendwann habe ich in einem privaten MTB-Tourenbericht gelesen: „vom Berg kommend übernachten wir auf der Alpe Devero und finden am nächsten Morgen als einzige Möglichkeit abwärts nur die asphaltierte Straße”. Ein Trüffelschwein muss bei einem Fund ein ähnliches Glücksgefühl empfinden wie ich.
Für fünf Schönheitssterne reicht es dennoch nicht, weil die unteren zwei Drittel zwar ansehnlich, aber nicht spektakulär sind. Die Alpe Devero kann man gut mit der sportlichen Alpe Deccia verknüpfen. Man zweigt bei der Abfahrt bereits nach Baceno ab nach Cravegna und erreicht so von der entgegen gesetzten Seite die versteckte Abzweigung zur Alpe Deccia.
Für die Beschreibung danken wir TicinoBergler46 Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südostanfahrt von Crodo17,5 km1125 HmSchön: 4 SterneHart: 3 Sterne

Südostanfahrt von Crodo  17,5 km / 1125 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südostanfahrt von Crodo
Wir starten in Crodo (525 m Höhe) an einem Parkplatz der Umfahrung (direkt gegenüber zweigt man zur Alpe Aleccio ab) und folgen bei schwacher Steigung der Straße nach Baceno. Auf einem Felsen erblicken wir den Kirchturm von Baceno (Bild 01) und sehen hinein in das Valle Devero. Im Städtchen Baceno (650 m) zweigen wir links ab, dem Hinweisschild „Devero” folgend, während die Hauptstraße rechts ins Val Fornazza geht.
Unsere Straße führt an der rechten Talseite für etwa 3 km mit 8 % aufwärts. In Creveo (800 m) fahren wir an der schönen Kirche vorbei (Bild 02) und werfen weiter oben einen Blick zurück auf den Hang der Alpe Aleccio und ihren Bergen (Bild 03). Auf 1 km Flachstück geht es an einem ersten Wasserfall vorbei (Bild 04) und über die schöne Ponte Osso (Bild 05). Mit Blick auf den Monte Cazzola (2330 m Höhe, Bild 06) fährt man etwa 3 km mit knapp 8 % nach Goglio (1100 m Höhe, Bild 07). Rechts sehen wir eine schroffe Felswand und fragen uns, wie es weitergeht.
Man sieht dann aber eine Galerie (Bild 08), die den Beginn des Tunnels markiert. In einem weiten Bogen nach rechts lassen wir das Wasserkraftwerks-Gebäude links liegen und fahren in großen Kehren den steilen Hang hinauf. Bis zum Tunnel werden es ca. 2,5 km mit 9,5 % sein. Dazwischen aber gibt es in einer Kehre nach rechts einen spektakulären Wasserfall mit einer leichten Dusche für uns Bergvelofahrer (Bild 10,11,12) und einen großartigen Ausblick auf den Cima di Valtendra (2693 m). Mit Blicken Richtung Alpe Devero (Bild 13) und unter senkrechten Felswänden (Bild 14) arbeiten wir uns in Kehren zum Tunnel hinauf. Der ungewöhnliche Tunnel ist 700 m lang, steigt mit 11 % an und hat Kurven. Er ist einigermaßen beleuchtet (Bild 15). Lichter sind wegen der Autos und wegen einer rutschigen Sandschicht an den Rändern zu empfehlen. Nach einem weiteren Kilometer mit 8 % erreichen wir den zweiten Tunnel, der halb so lang und gerade ist.
In drei schönen Kehren (Bild 18) geht es weiter hinauf zur Alpe Devero, die nicht gerade ein Hort der Einsamkeit ist. Auf einer weiten ebenen Fläche sind zahlreiche Ferienhäuser verstreut. Prächtige Berge wie der Pizzo Fizzi (2757 m Höhe, rechts), der Pizzo Bandiera (2751 m Höhe, links) und der Pizzo Cervandone (3210 m Höhe, links hinten) umrahmen mit schroffen Flanken die Ebene. Wir erreichen den höchsten Punkt beim Museo Alpeggio (1650 m Höhe). Eine eindrucksvolle Tour, die sehr zu empfehlen ist.
Für die Beschreibung danken wir TicinoBergler46 Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
TicinoBergler46 Mail an Absenderohne Zeit27.08.2009