Alpe di Neggia (1395 m)

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Alpe di Neggia (1395 m)

Alpen, Luganer Voralpen, Varesotto, Lago Maggiore (Langensee), Tessin, Lombardei.
Blick auf dem Gridone .
Die Alpe di Neggia (1388 m) ist ein Sattel zwischen dem Monte Tamaro (1962 m) im Osten und dem Monte Gamborogno (1734 m) im Westen. Die Straße über die Alpe di Neggia führt vom Ostufer des oberen Teils des Lago Maggiore hinüber in die Dörfer des Valle Vedasca und hinunter weiter südlich wieder zum Lago Maggiore.
Die Alpe di Neggia hat daher zwei recht unterschiedliche Seiten:
- die Schweizer Seite von Vira hinauf, 1187 Hm, Durchschnittssteigung 9,5 %, 33 Kehren, der obere Teil ganz im Wald.
- die italienische Seite von Maccagno, 1177 Hm, 5,4 %. Sehr schöne, abwechslungsreiche Landschaft, hübsche Dörfer, wunderbare Ausblicke.
Die Schweizer ist die kühle und sportliche Seite. Man fährt sie von April bis Oktober. Auch im Hochsommer ist sie bei frühem Start nicht zu heiß, da die Sonne noch hinter dem Monte Tamaro bleibt und oben der Wald Schatten spendet. Die ersten 700 Hm steigen durchschnittlich mit 8,7 % an, für die folgenden 500 Hm sind es 10,7 %. Im ersten Teil nur kurze 13 % nach etwa 2 km, im zweiten Teil jeweils mehrere, aber kurze Spitzen von 14 %. Das ist ungewöhnlich gleichmäßig, und das Ganze in schönsten Kehren. Und es gibt großartige Aussichtspunkte.
Die italienische ist dagegen die warme und Genuss-Seite. Man fährt sie zwischen März und Juni, sowie vom September bis zum November. Im Sommer ist sie zu heiß und hat zu viel Autoverkehr. Man lässt sich 22 km Zeit, um die 1177 Hm zu überwinden. Nur die letzten 4,5 km steigen zwischen 8 und 10 % an. Steiler und mehr Höhenmeter werden es, wenn man den schönen Umweg über den Passo Forcora macht. Die Route führt durch romantische Dörfer mit vielfältigen Ausblicken.
Der Asphaltbelag der wenig befahrenen Straße ist auf der ganzen Strecke in gutem Zustand.
Für die Beschreibung danken wir TicinoBergler46 Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordrampe von Vira12,8 km1187 HmSchön: 3 SterneHart: 4 Sterne
Südwestanfahrt von Maccagno21,5 km1177 HmSchön: 4 SterneHart: 3 Sterne

Nordrampe von Vira  12,8 km / 1187 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordrampe von Vira
Aus Richtung Bellinzona kommend folgt man der südlichen Küstenstraße Richtung Westen.
In der Ortsmitte von Vira (198 m) folgt man der Beschilderung nach Indemini. Unmittelbar nach einer Bahnunterführung beginnt die Straße anzusteigen. Nach etwa 1,5 km lässt man die Abzweigung nach Piazzogna rechts liegen und erreicht bald die kleine Ortschaft Fosano (360 m).
Zunächst führt die Straße über zahlreiche Kehren noch durch lockere Besiedlung, und man kann die zunehmend besser werdende Sicht auf den Lago Maggiore genießen. Bald gelangt man jedoch in einen dichten Laubwald, der uns bis kurz vor die Passhöhe begleitet und nur noch selten einen freien Blick erlaubt. Nach 11 km mit sehr gleichmäßiger Steigung um die 10 % verlässt man den Wald und sieht wenige hundert Meter vor sich die Passhöhe.
Für die Beschreibung danken wir thomasg Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: HardWork Mail an Absender0 h 53 m 10 s03.06.2006
Mittlere Zeit: Glöckchen Mail an Absender1 h 15 m 00 s15.05.2010
Langsamste Zeit: 1 h 40 m 00 s02.10.2011

Südwestanfahrt von Maccagno  21,5 km / 1177 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südwestanfahrt von Maccagno
Die Anfahrt zur Alpe di Neggia beginnt in Maccagno am Ostufer des Lago Maggiore auf etwas mehr als 200 Metern Höhe und folgt im wesentlichen dem Veddasca-Tal entlang des Flusses Giona. Die Abzweigung in die Berge ist zwar relativ unscheinbar, und die enge Durchfahrt lässt einen vermuten, man sei in einem Hinterhof gelandet, doch letztendlich ist sie mangels Alternative kaum zu verfehlen. Im Ortskern ist die Alpe di Neggia noch ausgeschrieben. Jedoch fehlen spätere Hinweise, so dass man sich am besten Richtung Valle Veddasca hält.
Am Steilhang schraubt man sich über einige enge, schnell aufeinander folgende Kehren noch innerhalb des Ortes nach oben und gewinnt dabei schnell an Höhe, wobei man den wunderschönen Ausblick über den See noch einige Male genießen kann. Die Steigung beträgt in diesem Abschnitt etwa 8–10 %. Sobald man nach etwa 3 km die Abzweigung zum Lago d’Elio erreicht hat, lässt die Steigung etwas nach und die Straße folgt dem Flusslauf ins Landesinnere, wobei man sich im schluchtartigen Giona-Tal immer weit oberhalb des Flusses befindet.
Man erreicht bei einer stetigen Steigung von 6–7 % ohne größere Schwierigkeiten die Orte Garabiolo (566 m) und Càdero (596 m), nette Bergdörfer, die jedoch noch nicht so weit im Hinterland liegen, als dass nicht auch hier der Tourismusmagnet Lago Maggiore seine Spuren in Form von Ferienwohnungen hinterlassen hätte. Bis Graglio (895 m) muss man dann noch einmal dreihundert Höhenmeter auf einigen wenigen Serpentinen überwinden, während die Landschaft immer verlassener und ursprünglicher wirkt – links und rechts steiler Hang und dichter Wald.
Auf den folgenden fünf oder sechs Kilometern gewinnt man dann kaum noch an Höhe; ein paar Mal verliert man auf kurzen Zwischenabfahrten sogar wieder ein paar Höhenmeter. Die Orte Armio (896 m, 11,5 km) und Biegno (892 m) entschädigen dafür mit malerischen Dorfkirchen und kopfsteingepflasterten Durchfahrten. Spätestens am italienischen Grenzposten, der nur eine Hütte am Straßenrand mit der entsprechenden Landesflagge ist, scheint man dann die Zivilisation zu verlassen, die Landschaft wirkt zunehmend alpiner, der Straßenzustand wird bedeutend schlechter. Der schweizerische Grenzposten folgt nach einer kurzen Zwischenabfahrt und ist ebenso unscheinbar.
Von der Grenze (14,5 km) führt die Straße in einem weiten Bogen und leicht bergab in das Örtchen Indemini. Indemini ist ein altes Schmugglerdorf, das eine Besichtigung lohnt. Das Fahrrad sollte man dabei an der Hauptstraße stehen lassen, denn in den steilen, holprigen Gassen ist es nur hinderlich. Eine nette Kneipe sowie ein Tante-Emma-Laden sorgen dafür, dass man seine Flüssigkeitsvorräte wieder auffüllen kann. Indemini gehört zwar zum Tessin, doch kann man hier wie im gesamten grenznahen Gebiet in Euro bezahlen und bekommt auch selbigen als Wechselgeld zurück.
Hinter Indemini erhöht sich die Steigung merklich. Auf den letzten 4,8 Kilometern bis zur Passhöhe liegt sie nun ständig bei gut 10 %. Einige weitere Kehren erlauben schöne Rückblicke in das zuvor durchfahrene Valle Vedasca und den Ort Indemini. Erst kurz vor der Passhöhe lässt die Steigung nach. Am Pass führt rechts ein Weg in wenigen Metern zum Ristorante Ritrovo di Neggia, von dessen Terrasse sich ein herrlicher Blick auf das Nordende des Lago Maggiore mit Locarno und die umliegende Bergwelt bietet. Die Preise liegen allerdings auf gutem Schweizer Niveau.

Dank auch an Vollhorst und mevo Mail an Absender für ihren Anteil an der Beschreibung dieser Auffahrt.
Für die Beschreibung danken wir majortom Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Lothar63 Mail an Absender1 h 35 m 00 s17.08.2005
Mittlere Zeit: Flachlandtiroler Mail an Absender1 h 47 m 00 s03.05.2008
Langsamste Zeit: 1 h 57 m 23 s03.07.2011