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Alpe Quaggione (1250 m) Alpe Bagatt

Sehr steil hinter der Alpe Colla.

Auffahrten

Von AP – Crusinallo ist ein Vorort von Omegna, liegt also nicht direkt am Lago d’Orta, sondern etwas nördlich davon, in Richtung Valle Ossola oder Lago Maggiore. Die Ortschaft ist nicht besonders nett anzuschauen, aber enorm geschäftig. Unter anderem hat dort die Firma Alessi, zuständig für die Produktion von teuer gestalteten Haushaltsgeräten, ihren Sitz. Das ist hier nicht erwähnt, um Schleichwerbung zu machen, sondern trägt dazu bei, den Einstieg in die Auffahrt zur Alpe Quaggione zu finden. An der Hauptstraße Crusinallos ist die Alpe nämlich nicht ausgeschildert, aber wenn man der Beschilderung in Richtung Alessi folgend in die Via Casale Corte Cerro einbiegt, ist man auf dem richtigen Weg. Man fährt aber nicht vor bis zum Fabrikgelände, sondern hält sich direkt wieder links und zweigt ab auf die Via Monte Massone.

Auf den ersten drei Kilometern bis Gattugno schlängelt sich der Weg durch mal bebautes, mal locker bewaldetes Gelände, wobei man auch an einem winzigen Dorf (San Fermo) mit einer hübschen Kirche vorbeikommt. Steigungstechnisch passiert nicht viel, bei 5 bis 8 % Steigung sollte niemand Probleme bekommen. In Gattugno verengt und verschlechtert sich die Straße dann doch erheblich. Noch im Ort zieht die Steigung an.

Benvenuti nella parte dura della salita!

Von nun an klettert man bei 10 bis 13 % Steigung in einem Laubwald bergan. Schon bald steht das erste der oben erwähnten Radclubschilder am Wegrand. Serpentinen gibt es auch ein paar, so das die Abwesenheit spektakulärer Ausblicke zumindest von einer interessanten Streckenführung ausgeglichen wird.
Nach etwa 5 km erreicht man eine Lücke im Wald, auf der die Gaststätte der Alpe Colla (700 m Höhe) steht. Von links kommt dort auch der Weg aus Germagno hoch. Hinter der Alpe folgen heftige Rampen, die 20 %-Marke wird aber knapp verfehlt. Allerdings hat der Kilometer vor der Alpe Cardello (900 m Höhe), die gegen Ende des siebten Kilometers passiert wird, einen Schnitt von fast 14 % Steigung, also eigentlich nichts für schwache Schenkel. Vermutlich sitzen die Mitglieder der örtlichen Radsportvereine oft bei einem Gläschen Wein zusammen und fachsimplen über die Art und Weise, wie man diese Steigungen bewältigt, über ihre Bestzeiten bis zur Alpe Quaggione im jeweiligen Jahr, oder über den Zio Lalo, der die Polenta wieder nicht bräsig genug gerührt hat undsoweiter. Wie man das halt im Reckenkreis üblicherweise zu tun pflegt.

Ganz allmählich wird es hinter der Alpe Cardello flacher, wobei der Kilometersteigungsschnitt immer noch bei 9 % liegt. Das Ambiente ändert sich erst auf dem letzten Kilometer vor der Alpe Quaggione, auf dem man ein wenig Fernsicht hat und die um die Alpe herum verstreuten Almhütten sieht. Hinter der letzten Rampe nach etwa 9,5 km überrascht die Piazza der Alpe Quaggione auf 1150 m Höhe, die man so nicht an einem Berg vermutet. Natürlich stehen dort keine Fontana di Trevi und kein Palazzo Strozzi, aber das Ensemble erinnert schon deutlich mehr an einen Dorfplatz als an eine Alm.

So, und jetzt wird es richtig interessant. Man fährt weiter, flach vorbei an einer merkwürdigen Kapelle und biegt rechts ab. Und kracht auf eine Asphaltmauer, zu der sich die Straße dort auftürmt. Zwar nur kurz, etwas mehr als 500 m lang, aber heftig, mit knackigen Steigungsspitzen von über 20 %.
Von dem Punkt, an dem die Straße endet, bis hoch zum Monte Zuccaro ist es nur noch ein Katzensprung, so dass man sich überlegen könnte, dort noch schnell hoch zu wandern. Man muss diesen letzten Kilometer nicht mehr fahren, aber wenn man das nicht tut, verpasst man zwei Sachen. Einen grandiosen Blick auf den Lago Maggiore im Nordosten, und einen grandiosen Blick auf den Lago d’Orta im Süden!
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Von Werner Beha – Eines sei vorweg gesagt: die Alpe Quaggione bietet einen gigantischen Ausblick und ist ein absolut lohnender, allerdings schweißtreibender Anstieg. Die Sicht reicht vom Lago d’Orta im Süden mit der Isola San Guilio bis zum nördlichen Lago Maggiore mit den Tessiner Bergen im Hintergrund. Aber auch der Naturpark Val Grande Richtung Piancavallo bietet sich in seiner ganzen Schönheit dar. Bis zur Alpe Colla gibt es mehrere Anstiegsvarianten. Der schönste Anstieg dürfte wohl die Variante von Omegna aus sein. Idealer Ausgangspunkt ist der Ortsausgang von Omegna an der Brücke Richtung Val Strona. Hier kann man auch sehr gut das Auto abstellen, falls man dem Stress auf dem Rad auf den vielbefahrenen Straßen entgehen will.
Die ersten fünfhundert Meter nach dem Start weisen eine Steigung von ca. 10 %, auf, gerade richtig zum warmfahren, aber dann wird es flacher, und die Straße führt taleinwärts ins Val Strona. An einigen Stellen bieten sich sehr schöne Ausblicke ins Tal oder zum Lago d’Orta. Nach rund drei Kilometern muss man der blauen Beschilderung „Germagno” folgen und rechts abbiegen. Jetzt wird es etwas steiler, aber auf breiter Straße gut zu fahren. In der Ortsmitte von Germagno bei der Kirche befindet sich an der Mauer dann ein braunes Hinweisschild zur Alpe Quaggione. Aber auch die erste Hinweistafel „5 km Alpe Quaggione” des Cicloclubs zeigt, dass es jetzt ernst wird. Bereits im Ort zwischen den alten Steinhäusern nach der Abzweigung wird die Straße richtig steil und eng, aber nur für etwa fünfhundert Meter. Es empfiehlt sich, schon mal eine kleine Übersetzung aufzulegen. Die kleinste Übersetzung sollte man sich aufbehalten, da es noch dicker (steiler) kommt. Nach rund einem Kilometer kommt man zur Alpe Colla (Ristorante), wo sich die Straßen von Germagno und Crusinallo herauf vereinen.
An der Alpe Colla steht auch schon eine weitere Tafel: „4 km Alpe Quaggione”. Jetzt wird es für rund zweihundert Meter richtig steil mit ca. 21 % Steigung. Gleich an der Alpe Colla sollte man eine kleine Übersetzung auflegen! Übrigens ist die Straße eine Privatstraße und sehr gut ausgebaut und daher überhaupt kein Problem mit dem Rennrad.
Eine Übersetzung 39x26 sollte man schon dabei haben. Für den einen oder anderen sind sicher 39x28 empfehlenswert. Die Geraden zwischen den Serpentinen sind meist recht steil. Erholung, sofern davon überhaupt die Rede sein kann, bieten schon eher die Serpentinen. Die Straße hat meist um die 14 % und wird erst auf den letzten zwei Kilometern etwas flacher, wo man noch mal richtig Tempo machen kann.
Die letzten dreihundert Meter werden dann nochmals sehr steil, aber dann ist es geschafft, und nach einem kurzen durchschnaufen bietet sich eine fantastische Aussicht auf Crusinallo und die umliegenden Berge, Täler und Seen.
Es gibt oben auch ein Ristorante (siehe Allgemeinbeschreibung), welches sehr empfehlenswert ist. Zum Essen sollte man sich allerdings nur etwas bestellen, wenn der Hunger entsprechend groß ist. Größer als dort könnten die Portionen wohl kaum sein. Ich hatte beim Essen fast mehr zu kämpfen als am Berg.

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