Berghaus Nagens (2127 m)

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Berghaus Nagens (2127 m)
Camona da Nagens

Alpen, Glarner Alpen, Surselva, Graubünden.
Nagens Berghaus.
Das Berghaus Nagens ist sicher manchem hier ein Begriff, ist es doch eine zentrale Anlaufstelle der kulinarischen Genüsse des Skigebiets Flims-Laax. Es gibt jedoch für unsereins einen etwas schwierigeren Weg hinauf als die Liftanlagen.
Sind die Stichstraßen in die Skigebiete in Frankreich vor allem aufgrund der Tour hervorragend ausgebaut und normal steil, sieht es im restlichen Alpenraum in ein paar der Top-Skigebiete z.T. etwas anders aus. Ischgl z.B. bietet uns die heftige Rampe zur Idalpe, Flims-Laax das Sträßchen nach Nagens (nicht ganz so extrem).
Eine Empfehlung zu Befahrung können wir jedoch nur bedingt aussprechen, da der Autor ein etwa 2 km langes Schotterstück als sehr grenzwertig für den Rennradler empfunden hat. Aktuell 2009 ist diese Einschränkung jedoch nicht mehr gegeben, da die Straße nun komplett asphaltiert ist, so dass es keine Ausrede mehr gibt, dem Berghaus keinen Besuch mehr abzustatten.
Sofern man nicht nur diese Auffahrt fährt, empfiehlt sich als Ausgangspunkt Ilanz etwa 350 Hm unterhalb von Laax in Richtung Disentis. Von hier startet auch die schöne Auffahrt ins Valser Tal zum Zerveila-See, welche sich als Kombination anbietet. Wer viele Kilometer machen will, kann auch den Lukmanier oder den Oberalppass zur Weiterfahrt nutzen. In unmittelbarer Nähe ist auch die bereits beschrieben Auffahrt zur Alp Quader.
Trotz der Kürze sind sicher 5 Härtesterne gerechtfertigt. Erwähnen sollte man auch noch, dass man hier (im Sommer) fast niemandem begegnet und sich somit in ziemlicher Einsamkeit quälen kann – ein immer wieder herrlicher Nebeneffekt solcher Straßen.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südanfahrt von Laax-Murschetg9 km1070 HmSchön: 4 SterneHart: 5 Sterne

Südanfahrt von Laax-Murschetg  9 km / 1070 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südanfahrt von Laax-Murschetg
Egal von wo man kommt, Startpunkt ist der erste Abzweig der Kreisverkehr am Rückhaltebecken an der Hauptstraße zwischen Flims und Laax (ca. 1050 m Höhe). Hier fährt man direkt nach Laax-Murschetg hinein und folgt der Straße vorbei an den vielen Hotels. Der Abzweig nach Nagens ist etwas schwierig zu finden, da es nicht richtig ausgeschildert ist. Nach einigen hundert Metern geht rechts eine kleine Straße ab (auf ca. 1110 m Höhe). Ausgeschildert ist sie als Radweg Richtung Vorab (kleines rotes Schild) – das ist der richtige Weg. Fährt man weiter durchs Dorf ist Nagens zwar ausgeschildert, dies sind aber nur Wanderwege, die bald im unfahrbaren Schotter enden.
Ab hier bis oben sorgen noch über 1000 Hm auf ca. 8,5 km für einen deftigen Schnitt über 11 %. Falsch fahren kann man ab hier eigentlich nicht mehr (im Zweifelsfall rechts halten). Man fährt in den Wald, und es wird recht schnell steil – das erste Stück geht es bei 10–14 % auf gutem Belag hinauf. Nach ca. 1,5 km verlässt man kurz den Wald und passiert ein paar Chalets, das ist das einzige kurze Stück, wo es etwas flacher wird.
Nach 200 m fährt man wieder in den Wald, und die Straße zieht wieder deutlich an. Kurz danach erreicht man eine kleine Brücke (auf ca. 1400 m Höhe). Hat sich das Sträßchen bis hierher relativ gerade am Hang entlang geschlängelt, wird es jetzt deutlich kurvenreicher. Nach der Brücke setzt der Weg noch eins drauf, und es kommt eine noch etwas steilere Rampe, wo man mit ca. 16 % das steilste Stück des unteren Teiles überwinden muss – bei dem hohen Schnitt fällt es einem aber kaum mehr auf.
Weiter im Wald bleibt die Straße für die nächsten lang gezogenen Kehren in gutem Zustand bis auf eine Höhe von ca. 1670 m Höhe. Hier endete im Befahrungsjahr 2007 der Asphalt und ging in einen (im Bereich der Fahrstreifen) eigentlich recht annehmbaren Schotter über – wenn denn nicht die Steilheit wäre (gefühlsmäßig ein bisschen flacher als der asphaltierte Teil), und wenn man den gleichen Weg nicht wieder runter müsste. Etwas ratlos versuchte ich mein Glück. Als dann ein freundlicher Einheimischer mich kurz darauf noch darüber informierte, dass „glei wiader guata Belag chömmt” (oder so ähnlich), war umdrehen natürlich ausgeschlossen – die irritierten Blicke eines einsamen Bikers halfen dann auch noch ein bisschen. Das „gleich wieder” dauerte aber ca. 2 km, bis man auf ca. 1870 m Höhe den Wald verlässt. Leider oder zum Glück muss man solche Entscheidungen seit 2009 nicht mehr treffen, da inzwischen das Schotterstück der Vergangenheit angehört.
Es lohnt sich in jedem Fall, denn ab hier hat man endlich auch die freien Ausblicke nach Süden von den Bergen am Lukmanier, über das Rheinwaldhorn bis ins Engadin. Das ist auch allemal schöner als die unmittelbare Umgebung der Pistenanlagen Flims-Laax – es ist aber wenigstens alles recht grün und man sieht auch noch blühende Blumen, da hab ich schon schlimmere Pistengebiete im Sommer gesehen.
Ab hier (wieder auf gutem Belag) für die letzten gut 2 km wird die Steigung deutlich unregelmäßiger als bisher, und ganz zum Schluss kommen noch ein paar sehr kurze und unangenehme Rampen, wo die Straße auch mal kurz auf 18 % anzieht. Nach dem Passschild gehts noch etwas höher, bevor man das Berghaus Nagens erreicht. Ob hier im Sommer auch manchmal eine Bewirtschaftung ist, können wir nicht sagen – „leider geschlossen” musste ich an diesem Tag enttäuscht feststellen.
Die Abfahrt erfordert natürlich hohe Aufmerksamkeit und ständiges Bremsen, das Schotterstück war fahrtechnisch recht schwierig (besonders in den Kehren). Auf der Hauptstrasse ab Murschetg Richtung Ilanz hat man jedoch den reinsten Genuss (sofern es der Verkehr zulässt).
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.gyorgyigabor Mail an Absender1 h 22 m 00 s28.06.2010
2.colin Mail an Absender1 h 35 m 00 s06.07.2011
stb72 Mail an Absenderohne Zeit25.08.2007