Berghaus Palfries (1715 m)

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Berghaus Palfries (1715 m)
Palfris, Tschuggener Säss, Kamm

Alpen, Ostschweizer Voralpen, St. Gallen.
Glarner Alpen im Gegenlicht vom Zielparkplatz.
Ein völlig zu Unrecht bei Rennradlern unbekanntes Kleinod im Rheintal ist die Auffahrt zum Gasthaus Palfries. Auf der gesamten Strecke fahren wir auf einer wunderschönen kleinen Straße in vielen Kurven und Windungen, wenn auch wenigen echten Kehren, hinauf auf die Sonnenterrasse von Palfries (oder nur Palfris). Das ist nicht nur schön, sondern auch steil mit über 10 % im Schnitt.
Gesäumt wird die Straße von 9 Parkplätzen in der zweiten Hälfte, wovon die Nr. 8 den höchsten Punkt auf ca. 1715 m Höhe markiert, und die Nr. 9 am Gasthaus ist (wenn mich die Erinnerung nicht trügt). Für eventuelle Begleiter sollte man wissen, dass die Parkplätze gebührenpflichtig sind (Kosten an der Mautstelle 8 Franken – Automat gibt kein Wechselgeld – Stand 2006). Da oben ein beliebtes Bergwandergebiet ist, ist man an schönen Wochenendtagen zwar nicht ganz allein unterwegs, von Verkehr zu sprechen wäre aber eine gnadenlose Übertreibung. Man sieht kaum Autos – vielleicht auch weil eine Seilbahn zur Hochebene hinauf führt.
Perfekt kombinierbar ist diese Auffahrt mit der auf der anderen Talseite liegenden Straße nach Malbun in Liechtenstein, der steilen Rampe nach Walenstadtberg, der Schwägalp, oder einfach noch einem Abstecher ins vordere Prättigau. Wenn man eine Runde fahren will, bietet sich die am Ende des Walensees beginnende Südrampe zur Vorder Höhi an, die eine vergleichbare Schwierigkeit hat (deshalb auch gleiche Wertung). Auch der Klausen oder Pragel als bekannte Pässe sind noch in Reichweite.
Die Fahrt macht bestimmt das ganze Jahr Laune, aber (wie bei mir) an einem schönen Herbsttag im Oktober durch gefärbte Wälder und mit fantastischer Abendstimmung auf der Hochebene sicher noch etwas mehr.
Wer auch mal Lust auf eine kleine Bergtour hat, dem sei die Besteigung des Alvier von Palfries aus ans Herz gelegt, am besten nach erfolgter Auffahrt mit dem Renner (oben gibt es sogar eine kleine Hütte). In ca. 1–2 Std. muss man noch auf 2.343 m Höhe hinaufkraxeln, um dann ein absolut grandioses 360-Grad-Panorama über Rheintal, Bregenzerwald, Säntis, Churfirsten, Glarner usw. zu haben.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Westanfahrt von Trübbach-Azmoos11,5 km1211 HmSchön: 5 SterneHart: 5 Sterne

Westanfahrt von Trübbach-Azmoos  11,5 km / 1211 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Westanfahrt von Trübbach-Azmoos
Die Anfahrt beginnt in Azmoos bei Trübbach auf etwa 500 m Höhe, welches sich talauswärts im Rheintal kurz vor dem Abzweig zum Walensee bei Sargans befindet. Der Abzweig ist etwas schwierig zu finden. Man ist dann richtig, wenn man das kleine rote Schweizer Radwegzeichen in Richtung Palfries findet (in der Nähe des kleinen Dorfplatzes mit Parkplatz).
Der Anstieg ist ziemlich genau in zwei Abschnitte zu unterteilen. Die ersten zwei Drittel bis zum Parkplatz Nr. 5 (oder 6) sind einer der gleichmäßigsten Anstiege, die ich kenne. Das ist ja erstmal sehr schön – wenn den die Steigung nicht permanent um die 10 % wäre (immer ca. 8–12 %) – man kann aber perfekt einen Rhythmus finden. Das letzte Drittel bietet uns dann ein komplett anderes Bild – von 4 bis 18 % gibt es hier alles. Zum Teil kommt man sich vor wie auf einer Wellenbahn – auch ist hier mit einzelnen Belagsarbeiten zu rechnen. Der Belagszustand ist aber als recht gut zu bezeichnen.
Die Straße beginnt sofort im Dorf richtig anzusteigen. Nach der ersten Serpentine kommen wir an eine kleine Kreuzung. Für die direkte Anfahrt muss man sich links halten, der rechte Weg führt über die Dörfer Malans und Oberschan, zweigt aber nach etwa einem Drittel des Anstiegs wieder auf unsere Straße ein (Zustand unbekannt). Kurz danach fahren wir in ein längeres Waldstück, das wir nach zwei langen Kehren wieder verlassen. Bis zur Einmündung der anderen Variante kurz nach einem Konferenzgebäude befinden wir uns dann in offenem Gelände mit schönen Ausblicken nach Triesenberg und ins Rheintal.
Danach gehts für das zweite Drittel der Anfahrt in den Wald hinein. Die Steigung bleibt konstant steil. Kurz nach der Einmündung befindet sich auch die Mautstelle für die Parktickets, was uns natürlich nicht kümmert. Im Waldstück passiert man allmählich die nummerierten Parkplätze bis, tja, bis man die Nr. 5 erreicht. Was dann folgt ist zwar als sehr kurzweilig zu bezeichnen, mit gleichmäßigem Fahren ist es aber vorbei.
Am Parkplatz wird es leicht nach rechts führend gleich mal steiler, dann wird es flacher, und so weiter. Auch die steilsten Stücke sind nur sehr kurze Rampen – kurz in den Wiegetritt, und wieder setzen. Die Maximalsteigung kann ich nur schätzen – mehr als vielleicht kurz mal 18 % aber nicht. Laune macht das aber trotzdem, auch weil es weiterhin herrlich kurvig weitergeht. Der Belag ist hier oben in kleineren Abschnitt neu instand gesetzt, aber auch mal eine kurze Baustelle ohne Asphalt kann schon vorkommen. Ungefähr 150 Hm vor dem Ziel unserer Bemühungen verlassen wir dann den Wald wieder und fahren bis zum höchsten Punkt am achten Parkplatz auf ca. 1715 m Höhe – Aussicht wie gehabt.
Oben ändert sich dann das Bild, und wir sehen auf eine weitflächige Hochebene und Sonnenterrasse mit Blick auf die markanten Zacken der Churfirsten (die mit den lustigen Namen) und die Glarner Alpen.
Wer genug Zeit hat, sollte natürlich noch bis zum Gasthaus Palfries, nun eben und wieder ein wenig bergab, weiterfahren. Auf die Terrasse sitzen, und bei einem kühlen Calandabräu die Seele baumeln lassen. Aufgrund der mal wieder einbrechenden Dämmerung war mir das an diesem Tag leider verwehrt – allerdings war die Abendstimmung wiederum ein grandioser Ersatz.
Die Abfahrt ist übrigens relativ problemlos und man kann überraschenderweise für solche Bergstraßen die Finger recht oft von den Bremsen lassen. Top-Auffahrt – unbedingt fahren!
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: baldur9999 Mail an Absender1 h 06 m 00 s25.08.2010
Mittlere Zeit: colin Mail an Absender1 h 42 m 00 s09.10.2010
Langsamste Zeit: 1 h 50 m 00 s12.10.2008