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Bielmonte (1482 m) Panoramica Zegna

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Auffahrten

Von Droopy – Wer ganz unten beginnen möchte, muss im Valle Sessera starten. An einem Kreisverkehr startet der folgende 18,5 Kilometer lange Anstieg. Etwas mehr als 1000 Hm sind zu fahren. Unter sechs Prozent im Mittel, eine lösbare Aufgabe somit für Jedermann. Unser Ziel, die Panoramica Zegna, ist hervorragend ausgeschildert. Die ersten sechs Kilometer rollte es sich auf einer breit ausgebauten Straße flüssig nach Trivero. Noch sind keine Ausblicke möglich, es kurvt unspektakulär durch den Wald. Von weitem sehen wir dann bereits die bunten Fahnen der Zegna-Fabrik und können diese einmal umrunden.
Nun heißt es am nächsten Kreisverkehr links halten und der anstrengendste Teil der Auffahrt beginnt. Über zwei, drei enge Serpentinenkombinationen klettern wir zügig über die Dächer der Stadt und genießen erste schöne Ausblicke. Dann tauchen wir ein in die Oasi Zegna. Regelmäßig stehen entlang der Straße jetzt Hinweisschilder und weisen auf Besonderheiten der Fauna und Flora hin. Ein dichter Wald begleitet uns und sorgt für angenehmen Schatten. Da die Straße immer noch sehr gut ausgebaut ist, sind die anliegenden acht Prozent auf gut fünf kilometern Wegstrecke sehr gleichmäßig zu fahren.
Nach einer spitzen Kehre erscheint rechter Hand ein größerer Parkplatz. Ab diesem Punkt zieht sich der Anstieg wieder auf den Wohlfühlmodus zurück. Es geht wenig später an einer kleinen Kapelle vorbei und der Wald gibt erste fantastische Blicke ins Tal frei. Wer nach der Kapelle an einem Aussichtspunkt anhält und sich umschaut, kann oberhalb der Straße auf einer Bergkuppe das Santuario San Bernardo bewundern. Ein Postkartenmotiv.
Eine Kurve später erreichen wir den Vorpass Bocchetta di Margosio (1346 m). Hier besteht die Möglichkeit, an einem Agritourismo kurz Rast zu halten und den seltenen Ausblick in die Wildnis in nördlicher Himmelsrichtung zu genießen. So viel sei verraten: Es ist das beste Angebot auf der Strecke, da das Landschaftserlebnis hier am schönsten ist, die Nahrung Bio und die Preise (fast) Aldi sind. Dazu hockt der müde Radler unter freiem Himmel und nicht direkt neben der Straße und kann die Ruhe genießen. Ausblicke nach Süden erhält man ohnehin jetzt kilometerweit, quasi im Vorbeifahren.
Nach der Bocchetta di Margosio verlieren wir auf rund einem Kilometer Strecke etwas an Höhe und erreichen den Vorpass Bocchetta di Luvera (1313 m). Nun ist das Ziel bereits ganz nah. Die Straße führt inzwischen baumfrei den Hang entlang. Wichtige Streckenmarker bilden nur noch zwei Tunnelabschnitte, die aber gut beleuchtet und ebenso breit wie die Straße sind. Unspektakulär erreichen wir Bielmonte. Eine Parkgarage, ein Liftanlage, ein paar geschlossene Hotels. Wer jetzt Appetit auf etwas Essbares bekommt, sollte nochmal umkehren und an den Tipp mit der Agritourismo denken.
Den fünften Schönheitsstern bekommt die Panoramica nur deshalb nicht, weil die Straße übermäßig breit ausgebaut ist und das ganz hochalpine Flair etwas fehlt.

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Von Droopy – Die südliche Strecke nach Bielmonte nimmt einen langen Anlauf. Mehr als 28 Kilometer sind es von hier aus bis zum Scheitelpunkt der Strecke. Der Einstieg in Biella ist recht leicht zu finden, selbst wenn man mitten durch den Stadtverkehr muss. Die Panoramica Zegna ist bereits früh ausgeschildet. Alternativ orientiert man sich Richtung Andorno.
Startpunkt ist auch hier ein Kreisverkehr direkt am Flussufer des Torrente Cervo. Direkt hinter uns liegen übrigens die Fabriken der berühmten Lanificio Fratelli Cerruti. Die nächsten Kilometer folgen wir sanft immer der SP 100 durch die vielen Vororte der Stadt gen Norden. Der Anstieg hat hier keine fünf Prozent Steigung. Aufgrund der langen Strecke liegt generell nur ein Mittel von vier Prozent an, was den Anstieg im Umkreis von hundert Kilometern daher sicherlich nur zwei Härtesterne verleiht. Aber es muss ja nicht immer jeder Pass automatisch ein Quäldich versprechen. Gut die Hälfte der Strecke nehmen wir den Sturzbach Cervo, der für die Biellieser Textilindustrie einst so wichtig war, fest in den Blick und pedalieren durchs Valle Cervo. Der Verkehr sollte mit jedem Kilometer Strecke nachlassen.
In Valmosca gilt es sich dann zu entscheiden. Weiter geradeaus lockt die fantastische Galleria Rosazza. Rechts geht es via Piaro auf die Panoramica. Es wird nun für einige Kilometer steiler. Steil bedeutet hier ein Sprung um zwei Grad auf maximal vielleicht 6 Prozent. Der „dicke“ Ulle hätte an diesem Kanten hier wahrlich seine Freude und würde sicherlich die große Kurbel drehen. An der Stelle, wo die Straße aus dem Wald austritt, beginnen nun auch wieder die weiten Ausblicke in die Tiefebene. Auf 1262 m Höhe erreichen wir den Vorpass Sella del Cucco. Es geht aber ohne Zwischenabfahrt weiter den Hang entlang.
Radsportlich interessant wird es erst wieder am nächsten Vorpass der Bocchetto di Sessera (1397 m). Hier zweigt eine Schotterstraße ab, die ins Innere der Oasi Zegna führt. Über ein Hochtal kann man über diesen Weg hier in das mehrere Kilometer entfernte hintere Valsesia abfahren. Die Piste ist allerdings als Mountainbikestrecke klassifiziert und soll für Renner ungeeignet sein. Aus dem Valsesia kommend soll die Strecke noch bis auf Höhe der Ortschaft Mera asphaltiert sein. Bevor wir die Liftanlagen von Bielmonte ins Visier nehmen können, wird es plötzlich allerdings nochmal anstrengend. Die Straßenbauer haben – sicherlich irrtümlicherweise – zwei Kilometer mit acht Prozent eingestreut.

Fazit: Wer Rollerpässe liebt, wird diese Seite auch lieben. Für alle anderen sei der andere Weg empfohlen, auch wenn es bis zum Einstieg zunächst noch über einige Hügel geht. Eine sehr kurze und schöne Möglichkeit bietet sich hier direkt am Einstieg dieser Südvariante. In Pavignano zweigt rechter Hand die SP 200 ab. Dieser einfach weiter über Valle Mosso bis Trivero folgen. Der Autor zieht diese Variante ebenfalls vor, zumal die Panoramica erst in Verbindung mit der Galleria Rosazza so richtig rockt. Zusammen ergeben beide Anstiege dann mindestens fünf Sterne mit Krönchen.

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