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Bildstöckle (1325 m)

Das Allgäu von seiner schönsten Seite:die kleine Kapelle dürfte das Bildstöckle sein, das dem Anstieg seinen Namen gibt - denn einen Berg mit diesem Namen gibt es hier nicht.
Im Hintergrund rechts die Berge der Daumengruppe, weiter links die Bergkette, die die Grenze zu Österreich bildet mit Gaishorn und Rauhhorn.

Auffahrten

Von kayano – Wer vom Oberjoch aus kommt, kann den Anstieg gleich von der B308 aus beginnen, indem er in Richtung Tiefenbach abzweigt. In Tiefenbach muss man sich rechts halten. Hilfreich ist hier die Beschilderung Alpwegverband Breiten, bzw. die Wanderwegweiser zum Bildstöckle. Aber keine Sorge, selbst wenn man diesen Abzweig verpasst, stößt man beim Ortseingang Sonthofen auf die andere Auffahrtsvariante. In diesem Fall war der Weg einfach nur etwas weiter und flacher.
Hinter Tiefenbach steigt man wechselnd durch bewaldete Stücke und durch Wiesenlandschaften auf, und es gibt sogar ein kurzes Flachstück. Nach zwei Kilometern und etwa 180 Höhenmetern trifft man auf die Sonthofener Variante und hält sich rechts weiter bergauf.

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Von kayano – Wer aus Nord, West oder Süd kommt, beginnt mit der Anfahrt gleich im Stadtgebiet von Sonthofen. Dort befährt man die B308 und biegt beim kaum zu übersehenden Geschäft World of outdoor in Richtung Staig, Walten, Unterried ab. Nur 200 Meter später überquert man die Ostrach und biegt unmittelbar nach der Brücke rechts wieder in die oben genannte Richtung ab. Schon ist man auf der richtigen Straße, die zunächst noch durch den Sonthofener Ortsteil Staig führt und schon dort mit 14 % Steigung loslegt. Bei den letzten Häusern flacht es dann aber ein wenig ab, und der schönste Teil des Anstieges beginnt.
Im Mittelteil des Anstieges fährt man überwiegend durch wunderschöne Wiesenlandschaft. Wer hier den Blick vom Lenker hebt, der kann leicht rechts die tolle Aussicht auf die Berge des Hintersteiner Tals (Ostrachtal) genießen. Dessen östliche Begrenzung, zugleich auch deutsch-österreichische Grenze, mit dem Rauhhorn (2240 m) und seinen Nachbarn hat man wunderbar im Blick. So passiert man die kleinen Weiler Walten und Unterried, kurz danach kommt von rechts dann das Sträßchen von Tiefenbach dazu. Man gewinnt stetig weiter an Höhe, die Steigung pendelt meist um die 10 %.
Kurz nach der Hütte der Skifreunde Stuttgart e.V. führt die Strecke wieder in ein Waldstück, wo auf 1160 m Höhe eine Schranke passiert werden muss. Wer nicht allzu zimperlich ist (waldiger Boden mit ein paar Wurzeln), kann diese aber auch am Rand umfahren, ohne anhalten zu müssen. Nun ist das Gröbste schon geschafft, es bleiben noch 1,5 Kilometer mit 165 Höhenmetern zu überwinden. Auf dem Boden gibt es sogar zur Orientierung und zur Motivation Streckenmarkierungen des erwähnten Rennens. Kurz nach der 1000 m-Marke liegt der Namensgeber dieses Anstieges – das Bildstöckle – in Form einer kleinen Andachtsstätte malerisch auf einer Wiese vor dem Berghintergund.
Nach den letzten paar hundert Metern gelangt man auf eine Wendeplatte. Hier ist für den Rennradler auf 1325 m Höhe Schluss, ohne dass man einen richtigen Gipfel erreicht hätte. Der Mountainbiker hätte die Möglichkeit, noch zwei Kilometer zum Tiefenbacher Eck (1525 m) zu fahren. Wir aber stehen auf dieser Wendeplatte, die an sich nicht einen einzigen Stern für Schönheit rechtfertigen würde: vollständig vom Wald umschlossen, und außer einem Holzstapel und einem Bauwagen gab es hier im Mai 2009 nichts zu sehen.
Aber erinnern wir uns: wir haben einen recht gleichmäßigen, fordernden, quasi verkehrsfreien Anstieg, der unterwegs teils sehr schöne Aussicht bietet. Und dank des guten Straßenbelages macht sogar die Abfahrt Spaß! Das ist bei vielen Allgäuer Extremanstiegen nicht der Fall.

17 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:24:05 | 24.06.2011
Berg_Bastard
Mittlere Zeit
00:28:50 | 24.06.2011
Der Beejay
Dolce Vita
00:33:14 | 16.04.2011
Vollhorst
Von gulliver – Bereits zu Beginn sei angemerkt, dass bei dieser Aufstiegsvariante einige kürzere Schotterpassagen in Kauf genommen werden müssen. Diese sind allerdings fast alle sehr gut zu fahren – lediglich eine vielleicht 50 m lange Passage weist gröberen Schotter auf; hier wird der eine oder andere sein Rennrad wohl eher schieben.

Der Einstieg zum Nordanstieg erfolgt über eine der Westvarianten des Königssträßchens. Vor Erreichen der Passhöhe des Königssträßchens biegt man bei der Dreiangelhütte nun aber rechts ab Richtung Bildstöckle.
Ab hier geht es dann 4,8 km und 350 Hm nach oben (die Höhendifferenz zwischen Dreiangelhütte und Bildstöckle beträgt zwar lediglich 320 Hm – ca. 600 m vor dem Bildstöckle überquert man allerdings die heimliche Passhöhe auf 1354 m Höhe).
Wer ob dieser harmlosen Zahlen nun aber auf einen relativ moderaten Anstieg schließt, liegt daneben. Man überwindet den Löwenanteil von 320 Hm bereits auf den ersten knapp 3 km, was einer Durchschnittssteigung von über 10 % entspricht. Tatsächlich sind anhaltende Passagen von dauernd um die 15 % zu bewältigen, und auch die Steigungsmaxima können sich mit 18–19 % durchaus sehen lassen. Erst wenn man am Ende der besagten 3 Kilometer eine rechts des Weges liegende kleine Hütte erreicht, ist man aus dem Gröbsten raus und kann sich an dem hervorragenden Brunnenwasser laben.
Ab hier geht es insgesamt etwas flacher, aber immer wieder mit kurzen, giftigen Rampen weiter bis zur heimlichen Passhöhe auf 1354 m Höhe. Was bleibt ist, die eingangs angesprochenen Schotterpassagen hinter sich zu bringen und insgesamt leicht abschüssig bis zum Bildstöckle weiterzufahren. An der bekannten Wendeplatte angekommen, kann man auf einer nur wenige Meter nördlich gelegen Bank am Waldesrand Platz nehmen und die grandiose Panoramaaussicht genießen. Die Abfahrt erfolgt dann über eine der beiden Varianten der klassischen Auffahrt zum Bildstöckle.

Landschaftlich ist diese Variante durchaus schön. Zwar führen Teile der Strecke durch den Wald, häufig aber hat man tolle Ausblicke auf Grünten und die Hörnerkette und diese aus durchaus ungewohnter Perspektive. Was diese Variante ebenfalls interessant macht, ist, dass man das Bildststöckle – eigentlich eine Sackgasse – nun in eine Runde einbinden kann.
Für die Schönheit erscheinen vier Sterne angemessen. In Sachen Härte tendiere ich dazu, dem Gesamtpaket Winkel–Bildstöckle ebenfalls vier Sterne zu geben. Die Höhendifferenz zwischen Winkel und dem höchsten Punkt der Auffahrt beträgt immerhin knapp 600 Hm, und dabei sind immer wieder längere, wirklich harte Passage zu überwinden.

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