Boca de Tauce (2055 m)

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Boca de Tauce (2055 m)
Los Retamares

Teneriffa, Kanarische Inseln.
Hier am Boca de Tauce beginnen die Cañadas und der Teide Nationalpark.
Der Boca de Tauce ist kein wirklicher Pass, sondern eine Kreuzung auf dem Hochplateau unterhalb des Teide. Auch ist er nicht der höchste Punkt der Auffahrt, dient aber wegen seiner eindeutigen Bezeichnung deutlich eher als Endpunkt und somit als „Gipfel” als die Hochpunkte in den Retamares, die vorher passiert werden.
Da dieser Knotenpunkt – egal von welcher Seite er angefahren wird – mindestens 2050 bis 2200 Höhenmeter Kletterpartie von den einschlägigen Touristenorten am Meer erfordert, hat er sich einen Platz in dieser Sammlung redlich verdient. Auch gehört seine Bezwingung zu den eindrucksvollsten Bergfahrten, die ich je erlebt habe. Wann fährt man schonmal gute drei Stunden nur bergauf?

Zu beachten sind bei dem enormen Höhenunterschied natürlich das Wetter und die Temperaturen. Bei meiner Auffahrt im November hatte es am Meer 23 Grad und wolkenlosen Sonnenschein. Auf den 40 km bergauf durchfuhr ich dann Wolken und Nebel mit Temperaturen nahe der Einstelligkeit, um oben wieder im strahlenden Sonnenschein anzukommen. Für die Abfahrt sind gut gepolsterte Handschuhe absolut empfehlenswert – ich hatte mangels solcher auf dem Rad nie solche Schmerzen in den Händen wie auf den ersten 20 Kilometern Rüttelpiste der 40 km-Abfahrt runter ins Tal...
Für die Beschreibung danken wir Flachlandtiroler Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südanfahrt von Playa de las Americas40 km2150 HmSchön: 4,2 / 5 Sternen bei 2 BewertungenHart: 4,8 / 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Südanfahrt von Playa de las Americas  40 km / 2150 Hm

Schönheits-Wertung: [?]
Härte-Wertung: [?]
quäldich-Härte (QDH): [?]
Wir starten unsere Anfahrt inmitten der Touristenhochburg Playa de las Americas im Südwesten der Insel. Warum wir dies tun, liegt auf der Hand: Zwar ist es sicherlich nicht der rennradfreundlichste Start, durch eine Hotellandschaft zu pedalieren, doch finden wir in der Avenida Rafael Puig Nr. 23 den einzigen Rennradverleih im Süden der Insel vor. Hier besteht folglich die Möglichkeit, ohne Renner nach Teneriffa zu reisen und zu akzeptablen Preisen gut gepflegte Räder zu mieten.

Aus dem Mini-Laden rollend fahren wir landeinwärts die sehr nach Florida aussehende Avenida hoch, lassen nach wenigen Metern den ersten Kreisverkehr hinter uns und biegen nach insgesamt ca. 400 m rechts auf die Avenida Antonio Dominguez. Bei Kilometer 1,7 erreichen wir den grossen Kreisverkehr an der Avenida Chayofita, auf der wir Richtung Osten (zweite Ausfahrt) im Stadtverkehr von Los Cristianos weiterrollen.
Bei Kilometer 2,6 biegen wir dann an der Plaza de la Chayofita links auf die unangenehm befahrene TF-655 nach Norden ab. Ab hier geht es nur noch bergauf – für die nächsten ca. 35 km! Nach einem weiteren Kilometer wird diese zur noch grösseren TF-28 und unterquert die Autopista del Sur TF-1.
Nun verlassen wir endlich die Bebauung und folgen der langen Rechtskurve in Richtung Chayofa, das wir nach insgesamt 5,6 km auf gut 200 Metern Höhe erreichen. Wir befinden uns nun auf der breiten, leider relativ rau asphaltierten Landstrasse Richtung Arona und Teide. Den Trubel der Küstenorte haben wir spätestens hier hinter uns gelassen, die Steigung beträgt meist erträgliche 3 bis 6 %.
Bei Kilometer 7,8 biegen wir in La Camella links auf die TF-51 ab. Nun wird es kurviger und auch deutlich ländlicher. Etwa nach 12 Kilometern passieren wir Arona (ca. 650 m Höhe), den letzten etwas größeren Ort vor den Bergen. Links blicken wir nun auf den Roque del Conde und den Roque de los Brezos, die erstmals die 1000-Meter-Marke knacken (1001 und 1111 m).
Nach Arona warten bis La Longuera herrlich kurvige sechs Kilometer auf uns, bevor wir bei Gesamtkilometer 18,2 auf ca. 1050 m Höhe links abbiegen, weiter der TF-51 folgend. Teilweise ist der Asphalt auf diesem neu ausgebauten Teil deutlich besser, doch die Freude währt nicht lange. Bei nun etwas steileren und geraden Passagen von meist 5–7 % wird der Aspahlt Richtung Vilaflor auch wieder schlechter und das Vorankommen mühsamer.
Nach fast 25 Kilometern bergauf bildet Vilaflor auf etwa 1450 Metern die letzte Station für einen Boxenstopp, bevor man endgültig in den Wald und den Nationalpark Parque Natural de Corona Forestal eintaucht. Auf den letzten 14 Kilometern der nun TF-21 heißenden Bergstraße kann man sich nun völlig auf den eigenen Rhythmus konzentrieren, da weder Häuser noch Abzweigungen ablenken. Hier kehrt nun eine herrliche Ruhe ein, womöglich durchbricht man bei der Fahrt durch Wald- und trockene Felslandschaften die Wolkenschicht mehrfach oder wird von plötzlich aufkommendem Nebel überrascht.
Etwa bei Kilometer 38 hat man den höchsten Punkt von fast 2200 m bereits erreicht, nun geht es wieder etwas bergab, und nach einer Rechtskurve um den Höhenzug Los Retamares herum erreicht man die Kreuzung der Boca de Tauce. Hier beginnt nun der eigentliche Parque Nacional del Teide. Geradeaus geht es auf der Hochebene Las Cañadas weiter in Richtung Teide-Gipfel und Seilbahn. Links beginnt mit der TF-38 die kurze, kaum steile aber extrem schlecht asphaltierte Auffahrt zu den Narices del Teide. Von dort kann man dann in weiteren knapp 40 km über Chio ans Meer zurückrollen.
Insgesamt kann festgehalten werden, dass die Auffahrt von Süden über Arona nie besonders steil ist, fast ausschliesslich im einstelligen Prozentbereich liegt und somit im Schnitt auch nur knapp 6 % erreicht. Die Schwierigkeit liegt eindeutig in der extremen Länge in Verbindung mit den mitunter überraschend auftretenden klimatischen Veränderungen und dem teilweise mäßigen Asphalt.
Für die Beschreibung danken wir Flachlandtiroler Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: stotti74 Mail an Absender2 h 35 m 23 s17.04.2014
Mittlere Zeit: Fesa Mail an Absender3 h 15 m 00 s20.08.2014
Langsamste Zeit: 4 h 45 m 00 s25.09.2010