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Capo di Valle (749 m) le Svolte di Pópoli

CapoDiVale.

Auffahrten

Von Droopy – Da der Anstieg verhältnismäßig kurz ist, bleibt etwas Zeit für etwas Vorgeplänkel. Die Anfahrt nach Popoli ist von der Adriaseite durch die Straße den Fluss Pescara herauf relativ alternativlos. Von Süden her sollte man allerdings die Hauptstraße meiden. Kulturinteressierte wählen hier beispielsweise die Nebenstrecke über Pratola Peligna und Corfinio und atmen ein großes Stück römische Geschichte. Wurde doch hier zu Zeiten des Bundesgenossenkrieges (91–88 v. Chr.) eine Art Gegenhauptstadt mit Senat eingerichtet und das damalige Corfinium in Italia umbenannt. Unschwer zu erraten, dass dies der Ursprung für den heutigen Landesnamen ist.
Landschaftlich am schönsten ist allerdings der Weg über Raiano und Vittorito. Gleich rechts an der Kirche vorbei geht es hinunter zum Beginn der Gole di San Venanzio und einer gleichnamigen Eremitenklause. Aufgrund eines Felssturzes ist der Weg an der Brücke mit Betonblöcken für den motorisierten Verkehr gesperrt (so wie es aussieht seit Jahren). Fußgänger und Radfahrer können auf eigene Verantwortung jedoch hindurch, das betroffene Stück ist nur kurz. Die wildromantische Höhenstraße fällt dann hinter Vittorito direkt nach Popoli zum Talboden und führt am Ortseingang noch an den Quellen der Pescara vorbei.
In Popoli greifen wir dann an und müssen zunächst wieder den Fluss queren und orientieren uns – egal aus welcher Richtung kommend – an der Ausschilderung Navelli oder ospedale. Der Anstieg beginnt zunächst mit einem knackigen Begrüßungsstück, was aber nicht lange hält und in eine Zwischenabfahrt übergeht. Die bevorstehenden Kehren hat der Pedaleur dabei fest im Blick. Das Adlernest, was am linken Bildrand auftaucht, ist das Dorf San Benedetto in Perillis.
Nach dem Flachstück kommt dann der schwerste Teil der Arbeit, eine lange Traverse im Sonnenhang, die sich mit zwei, drei Kurven den Fels entlang schmiegt, fällt nicht unter neun Prozent. Erst an einer Spitzkehre flacht der Anstieg dann zusehends ab. Die Straße führt um den Bergrücken herum und die Aussicht auf die Peligna-Ebene verschwindet. Die fehlenden drei Kilometer bis zur Passhöhe können wir wieder typisch abruzzesisch bei etwa fünf Prozent Steigungsmittel im Wohlfühlmodus absolvieren.
Oben gibt es kein Passschild, sondern nur die Wahl links für weitere Höhenmeter zum Válico di Monte Mótola abzubiegen oder nach sehr kurzer Abfahrt ins historische Navelli vorzudringen, das für seinen Safran-Anbau bekannt ist. Die einheimische Touristenwerbung behauptet immerhin, dass ohne Safran aus Navelli kein echtes Risotto alla Milanese gekocht werden könne. Und nur der Vollständigkeit halber: Der Asphalt auf dem gesamten Weg ist tiptop und der Verkehr gering. Insgesamt lässt sich zusammenfassen: Selten so viel gelernt an einem „kurzen“ Anstieg.
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