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Chälti (715 m)

Alpen, Zentralschweiz, Urner Alpen, Nidwalden.
Das Chälti liegt unterhalb des 1898 m hohen Stanserhorns und ist mittels einer Standseilbahn, der bekannten, 1893 eröffneten Stanserhorn-Bahn, zu erreichen – oder, eben wie es sich für User dieser Internetseite gehört, über einen kurzen, dafür aber umso steileren asphaltierten Weg. Dieser verläuft parallel zur Seilbahn und scheint dieser ebenbürtig, was die Steilheit angeht. Während die durchschnittliche Steigung der Stanserhorn-Bahn bis zum Chälti 17 % beträgt, weist das Sträßchen eine immer noch beeindruckende Durchschnittssteigung von 13,6 % auf. Die Spitzen dürften ähnlich hoch sein, wie die 27,5 % der Standseilbahn, die in dieser ersten Sektion allerdings recht flach ist. Zwar ist das Chälti damit nicht so brutal wie das Sträßchen zum Lehn, dafür aber mehr als doppelt so lang.
Für die Beschreibung danken wir kletterkünstler Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordostauffahrt von Stans1,9 km260 HmSchön: 2 SterneHart: 4 Sterne

Nordostauffahrt von Stans  1,9 km / 260 Hm Schön: 2 Sterne Hart: 4 Sterne

Die Auffahrt beginnt inmitten von Stans, wo wir hinter der Pfarrkirche St. Peter und Paul von der Engelbergstrasse auf den Dorfplatz abbiegen, der leider als Parkplatz genutzt wird, was dem hübschen Ortskern doch nicht sonderlich gut steht. Hier begann ich auch eine denkwürdige, sicherlich lange in meiner Erinnerung bleibende Tour. Diese führte mich acht Stunden lang durch Dauerregen, Nebel und bei Temperaturen von maximal 13°C im Tal über Ächerli- und Glaubenbergpass, Heiligkreuz, Glaubenbüelen- und Brünigpass nach Hasliberg-Reuti. Diese 130 km und 4600 Hm kamen mir fast so brutal vor wie einige Tage später die Platin-Strecke des Alpenbrevets.
Es gibt jedoch bessere Ideen, als von hier aus direkt das Chälti in Angriff zu nehmen, doch damals wurde mir so wenigstens schnell warm, und die knapp 2 km waren die einzigen der gesamten Tour, die zumindest von oben trocken waren. Auf dem Kopfsteinpflaster zu Beginn sollte man jedoch bei Nässe Acht geben. Am Obergericht des Kantons Nidwalden fahren wir scharf rechts – nun auf Asphalt – und anschließend am Pfarramt direkt wieder links in die Knirigasse. Diese steigt durch ein Stanser Wohngebiet hindurch nun schon ordentlich an.
So richtig steil wird es dann aber, wenn wir die Schienen der Standseilbahn erreicht haben und uns parallel zu diesen bei Steigungswerten von über 20 % aufwärts quälen und schinden. Wer hier zwischenzeitlich absteigen muss, sollte dafür eine der drei flachen Abzweigungen wählen. So hat man die Chance, wieder aufs Rad zu kommen. Zwei Kehren bringen etwas Abwechslung und führen uns an den Waldrand.
Schließlich führt die schmale Straße kurz vor dem Ziel in den Wald hinein. Nach insgesamt nur 1,9 km ist das Chälti dann auch schon erreicht, und wir müssen zurück. In Richtung Dallenwil und damit zum Fuße des Ächerlipasses führt leider nur ein sehr schottriger, rennraduntauglicher Weg durch den Wald. Vor der Abfahrt sollte man vielleicht seine Bremsen noch einmal kontrollieren, insbesondere bei einem solchen Wetter, wie ich es dort erlebt habe.
Für die Beschreibung danken wir kletterkünstler Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
tortenbäcker Mail an Absenderohne Zeit10.05.2009
kletterkünstler Mail an Absenderohne Zeit03.08.2009