Cinque Terre Höhenstraße (548 m)

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Cinque Terre Höhenstraße (548 m)

Apennin, Nördlicher Apennin, Ligurien.
IMG 2769.
Die Region Cinque Terre dürfte jedem Wanderer ein Begriff sein. Cinque Terre bedeutet auf dautsch „fünf Länder“. Gemeint sind fünf Dörfer, die sich über einen kurzen Küstenabschnitt zwischen Levanto im Norden und La Spezia im Süden erstrecken. Die Dörfer heissen Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore.
Die fünf Dörfer, deren Ursprung ins 11. Jahrhundert zurückreicht, sind sehr malerisch und gut erhalten. Sie liegen im gleichnamigen Nationalpark und sind seit 1997 Teil des UNESCO-Weltkulturerbe. Daher darf in der Region nicht mehr gebaut werden, und die Landschaft muss so erhalten werden.
Es handelt sich um einen Küstenabschnitt, wo der Apennin schroff ins Meer abfällt. Dies führt zu einer dramatischen und landschaftlich enorm imposanten Szenerie. Aufgrund der steilen Hanglage wurden die küstennahen Abschnitte terrassiert, um sie für den Weinbau (Sciachetrà) bewirtschaften zu können.
Die Dörfer sind durch zahlreiche Wanderwege verbunden. Da es zudem entlang der Küste eine gut ausgebaute Bahnlinie gibt, finden Wanderer hier ideale Bedingungen vor: öffentliche Transportmittel, ein dichtes Wegnetz, Kultur und vor allem traumhafte Landschaft.

Dass die Cinque Terre auch dem Rennradfahrer einiges zu bieten haben, ist weit weniger bekannt. Aufgrund des steilen Terrains wird die als Küstenstraße konzipierte Via Aurelia ins Hinterland verbannt. Der Bau einer komfortablen Straße durch die Cinque Terre wurde glücklicherweise durch Proteste von Einheimischen gestoppt, so dass diese nur die beiden südlichen Dörfer mit La Spezia verbindet. Der Bau von Tunnels und Viadukten hätte die ganze Region verändert und zerstört.
So beginnt die eigentliche Panoramastraße in Küstennähe bei Manarola und windet sich dann steil empor, um am nördlichen Ende den Passo del Termine auf ca. 550 m Höhe zu erreichen. Dazwischen zweigen mehrere Straßen zu den am Meer gelegenen Dörfern ab. Diese Straßen warten mit saftigen Steigungsprozenten auf und sind hier als einzelne Auffahrten beschrieben.
Doch diese zu befahren ist keine Pflicht, denn die beste Aussicht hat man sowieso von der Panoramastraße, welche sich in schwindelerregender Höhe über dem Meer an den Berghang schmiegt. Diese wenigen Kilometer sind atemberaubend schön und ein unvergessliches Erlebnis. Da die Befahrung dieser Straßen viele Automobilisten an ihre Grenzen bringt, herrscht hier zudem wunderbare Ruhe, was man von den übervölkerten Wanderwegen nicht behaupten kann.


Ein Besuch der einzelnen Dörfer ist dann wiederum Geschmackssache. Der Autor dieser Beschreibung kann davon nur abraten. Die fünf (zweifellos schönen) Dörfer sind vom Massentoursimus völlig verdorben, hier findet man nur vorgespielte Italianità, die ganze Region lebt von den Unmengen an Tagestouristen, und ihnen wird hier genau das vorgespielt, was sie sehen wollen – natürlich zu ziemlich überhöhten Preisen, quasi als Eintrittskarte für das Theater. In Radkluft kommt man sich hier definitiv deplatziert vor. Daher kann auch nur davor gewarnt werden, eines der Cinque Terre als Ausgangspunkt für Radtouren zu wählen, zumal jede Tour hier unmittelbar mit brutalen Steigungsprozenten begonnen werden muss.
Viel besser eignen sich dazu Levanto im Norden oder La Spezia im Süden. Von hier lassen sich die Cinque Terre perfekt in einer Tagestour befahren. Danach hat man es dann aber auch gesehen und widmet sich besser den unzähligen einsamen Pässen im weiten Hinterland, wo man sich zudem für wenig Geld in einem abgelegenen Bergdorf von einer mamma lecker bekochen lassen kann.
Für die Beschreibung danken wir helmverweigerer Mail an Absender

Liste der Auffahrten

von Vernazza nach Foce6,1 km445 HmSchön: 5 SterneHart: 3 Sterne
von Vernazza nach Fornacchi4,2 km437 HmSchön: 3 SterneHart: 4 Sterne
von Corniglia nach Fornacchi4,7 km392 HmSchön: 4 SterneHart: 3 Sterne
von Manarola nach Fornacchi6,7 km377 HmSchön: 4 SterneHart: 2 Sterne

von Vernazza nach Foce  6,1 km / 445 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt von Vernazza nach Foce
Vernazza ist wohl das meist fotografierte Cinque Terre-Dorf. Eine kleine Bucht, die den Hafen des Dorfes bildet, umrahmt von einer vielfarbigen Häuserzeile, so stellt man sich die Cinque Terre vor. Entsprechend ist der Touristenrummel in diesem Dorf. Ob man die eigentlich obligate Besichtigung des Dorfkerns macht oder nicht, Vernazza ist für den Rennradfahrer auf jeden Fall einen Abstecher wert. Und da praktischerweise zwei Straßen nach Vernazza führen, muss dieser Abstecher nicht mal als Stichstraße gefahren werden.
Die beiden Straßen unterscheiden sich deutlich: die südlichere Variante nach Fornacchi führt vorwiegend durch bewaldetes Gebiet über eine Straße mit brutalen Steigungsprozenten.
Die hier beschriebene, nördliche Variante bietet spektakuläre Ausblicke und ein insgesamt wesentlich harmonischeres Profil und ist daher erste Wahl.
Startet man im Ortszentrum von Vernazza, warten bereits am Ausgang des Dorfes Steigungsprozente im zweistelligen Bereich. Das Dorf liegt in einem kleinen Einschnitt eines Baches, der sich in einem steilen Kegel sammelt.
Nach einem knappen Kilometer kommt man an eine Schranke, welche verhindert, dass die Autofahrer ins Dorf fahren. Kurz nach der Schranke teilt sich die Straße in die beiden Varianten hoch zur Panoramastraße.
Für die hier beschrieben Variante zweigt man links ab in nördliche Richtung. Die Straße ist so schmal, dass Autos nur mit komplizierten Manövern kreuzen können. Daher herrscht hier noch weniger Betrieb als auf der südlicheren Variante.
Nach knapp zwei Kilometern kommt das Highlight der Auffahrt: eine scharfe Rechtskurve mit toller Aussicht auf das tiefblaue Meer in tollem Kontrast zum Grün der üppigen Vegetation und dem Schwarz des Asphaltbandes. Auch die weitere Fahrt zur Panoramastraße geizt nicht mit tollen Ausblicken und interessantem Straßenverlauf.
Die Steigung ist durchweg anspruchsvoll, aber einigermaßen regelmäßig, so dass sich ein guter Tritt finden lässt, mit welchem man die Auffahrt gut meistern kann.
Für die Beschreibung danken wir helmverweigerer Mail an Absender

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
tobsi Mail an Absenderohne Zeit30.05.2011

von Vernazza nach Fornacchi  4,2 km / 437 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt von Vernazza nach Fornacchi
Wie bereits in der alternativen Auffahrt von Vernazza nach Foce angedeutet, handelt es sich bei dieser Variante um die weniger schöne, dafür sportlich anspruchsvollere Wahl. Hier geht es nach der beschriebenen Gabelung der Straße bei der Schranke unvermittelt steil weiter; um nicht zu sagen: noch steiler.
Auf dieser Veriante folgt man dem Bachverlauf, der sich in dem steilen Bergkegel sammelt und bei Vernazza ins Meer fließt. Die brutale Steigung zieht gleich zu Beginn schon viel Saft aus den Beinen. Der Anstieg ist nur mit bergtauglicher Übersetzung zu empfehlen. Auch nachdem man in den lichten, aber doch angenehm Schatten spendenden Wald eintaucht, geht es happig weiter: Haarnadelkurven und kompromissloser Höhengewinn.
Irgendwann erreicht man eine Linkskurve mit schöner Aussicht auf Corniglia, kurz danach befindet man sich bei den Häusern des Santuario San Bernardo. Man hat nun auf lediglich 2,7 Kilometern knapp 300 Hm überwunden.
Hier zweigt die Auffahrt von Corniglia ein, daher ein Auszug dieser Auffahrt für das verbeibende Stück zur Höhenstraße:

Nach 3,2 km münden wir in die Auffahrt aus Vernazza ein, und für die letzten 1,5 km geht’s gemeinsam weiter. Nun ist es zwar nicht mehr ganz so rampenhaft, dafür aber fast permantent steil mit kleinem Flachstück in der Mitte. Durch die verstreuten Häuser von Fornacchi und zwei Kehren im Küstenwald ist es dann zur Panoramastraße hin nicht mehr so aussichtsreich. Ist einem aber nach einem kurzen Halt, so hat man bei der zweiten Kehre nochmals die schönen Panoramablicke über die Steilküste. Kurz danach münden wir dann auf ca. 474 m Höhe in die Panoramastraße ein, und es flacht ab.

Die Auffahrt ist insgesamt sehr anspruchsvoll und nur Liebhabern von hochprozentigen Steigungen empfohlen. Bei diesen Steigungen ist es eigentlich auch nicht möglich, die teilweise schönen Ausblicke zu genießen oder zu fotografieren.
Die ideale Route führt also von Fornacchi hinunter Richtung Vernazza mit einem optionalen Abstecher nach Corniglia und über die herrliche Straße von Vernazza hoch nach Foce.
Für die Beschreibung danken wir helmverweigerer Mail an Absender

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von Corniglia nach Fornacchi  4,7 km / 392 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt von Corniglia nach Fornacchi
Corniglia nimmt eine Sonderstellung unter den fünf Dörfern ein, da es auf bereits 100 m Höhe auf einem Sporn der Küste thront. Vom Bahnhof am Meer bis nach oben führt eine lange Treppe bzw. auch eine Fahrstraße mit Shuttlebus für die zahlreichen Touristen, welche des Treppensteigens nicht mehr mächtig sind.
Wir beginnen unsere Beschreibung trotzdem am Platz des Ortseingangs von Corniglia, da es eigentlich keinen Grund gibt, bis zum Bahnhof zu fahren. Wer dies trotzdem tun möchte, der darf noch ca. 70 Hm hinzu rechnen. Den Ausgangspunkt erreicht man als Stichstraße von der Höhenstraße bzw. von Vernazza kommend über eine giftige Kuppe ebenfalls als Stichstraße. Alternativ kann man natürlich mit der Bahn das Dorf ansteuern.
Der Anstieg gliedert sich in zwei Teile. Das erste sehr rampenhafte Teilstück (3,2 km) führt äußerst aussichtsreich bis zum Santuario San Bernardino, wo die Straße in die Auffahrt aus Vernazza übergeht. Das zweite Teilstück (1,5 km) führt uns dann meist im Wald und weiter steil bis zur Einmündung in die Höhenstraße.

Aber der Reihe nach:
Beim Eintreffen in Corniglia darf man sich mit etwas Glück gleich auf eine Begegnung mit Landsleuten freuen. Dies und die unfreundliche und überteuerte Gastronomie lässt einen nicht auf ein längeres Verweilen im Dorf bestehen, so dass man sich sogleich wieder auf den Weg nach oben macht – und der hat es durchaus in sich, was bei der Abfahrt zuvor gar nicht so deutlich geworden ist.
Bereits der Beginn an den wenigen Parkplätzen am Dorfeingang vorbei ist bei um die 10 % schon recht knackig. Danach umrunden wir mehrere Hangrücken der Steilküste mit herrlichen Blicken über das Meer und zum Santuarium San Bernardino. Das ganze verläuft äußerst rampenhaft und mit Spitzen bis 15–16 %. Erst kurz vor der Kirche, welche rechts etwas abseits der Strecke liegt, flacht die Straße für ein paar hundert Meter völlig ab.
Nach 3,2 km münden wir dann in die Auffahrt aus Vernazza ein, und für die letzten 1,5 km geht’s gemeinsam weiter. Nun ist es zwar nicht mehr ganz so rampenhaft, dafür aber fast permantent steil mit kleinem Flachstück in der Mitte. Durch die verstreuten Häuser von Fornacchi und zwei Kehren im Küstenwald ist es dann zur Panoramastraße hin nicht mehr so aussichtsreich. Ist einem aber nach einem kurzen Halt, so hat man bei der zweiten Kehre nochmals die schönen Panoramablicke über die Steilküste. Kurz danach münden wird dann auf ca. 474 m Höhe in die Panoramastraße ein und es flacht ab.
Nach links führt die Straße meist flach mit kürzeren ansteigenden Teilen in Richtung Passo del Termine, nach rechts geht es noch ein gutes Stück eben, bevor die Straße steil nach Manarola abfällt.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
stb72 Mail an Absenderohne Zeit31.05.2010
Sonnenschein Mail an Absenderohne Zeit31.05.2010

von Manarola nach Fornacchi  6,7 km / 377 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt von Manarola nach Fornacchi
Bei der Auffahrt von Manarola nach Fornacchi handelt es sich nicht um einen so klar definierten Anstieg wie bei den anderen beschriebenen Auffahrten. Jedoch sollte man diesen Aufstieg trotzdem auf der Rechnung haben, so dass er auch einer kurzen Beschreibung verdient.
Von La Spezia kommend ist die Befahrung der Panoramastraße ein Traum. Man fährt von dem hügeligen Hinterland durch einen langen Tunnel und wird an dessen Ende mit einer überwältigenden Aussicht auf die Küste und das tiefblaue Meer überrascht. Nun gleitet man auf einer breiten und gut ausgebauten Straße dahin. Es ist die Straße, die urprüngliche die ganze Küstenregion erschliessen sollte. Der Komplettausbau wurde aber in letzter Sekunde gestoppt, um damit dieses einmalige Gebiet in seiner Ursprünglichkeit zu erhalten. Die Schutz als UNESCO-Weltkulturerbe verhindert mittlerweile jegliche weitere Bautätigkeit.
Zurück zum Radfahren: Es rollt also ganz toll auf dieser Straße, bei angenehmen -1 bis -3 Steigungsprozenten, so könnte es doch immer weitergehen. Doch je länger die Fahrt dauert, umso mehr stellt sich ein komisches Gefühl ein. Beim Tunnel hatte man sich auf 300 m Höhe hochgekämpft und erwartet, nun ganz gemütlich auf der Höhenstraße herumzugurken, und nun kommt das Meer immer näher. So ist es denn auch, denn Manarola ist ja schließlich ein Fischerdorf. Bis ganz runter muss man nicht, doch bei der Abzweigung nach Manarola kommt die Quittung für den soeben genossenen Höhenverlust. Man befindet sich jetzt wieder auf der alten, schmalen Straße und von 1 bis 3 Steigungsprozenten (oder für Ligurien-Insider einem halben Kamber) kann hier keine Rede sein.
Vorwiegend im roten Bereich klettert man auf über 500 m Höhe. Durch einen tollen Straßenverlauf und schöne Ausblicke macht die Auffahrt richtig Spaß.
Insgesamt also ein sehenswerter Abschnitt der Panoramastraße. Man sollte diesen Anstieg – im Gegensatz zum Autor – bei der Tourenplanung einfach nicht vergessen.
Für die Beschreibung danken wir helmverweigerer Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
ColVento Mail an Absenderohne Zeit25.04.2011
Flachlandtiroler Mail an Absenderohne Zeit20.09.2011
Roli Mail an Absenderohne Zeit20.09.2011
Herr_ Mail an Absenderohne Zeit20.09.2011
Lorenz Mail an Absenderohne Zeit20.09.2011
tobsi Mail an Absenderohne Zeit26.03.2012