VERY important message
Alle Google-Karten auf quaeldich.de sind derzeit deaktiviert, weil Google uns andernfalls 150 US-Dollar täglich berechnen würde. Wir hoffen, im August oder September auf einen alternativen Kartendienst umsteigen zu können.

Cinque Terre Höhenstraße (548 m)

IMG 2769.

Auffahrten

Von helmverweigerer – Vernazza ist wohl das meist fotografierte Cinque Terre-Dorf. Eine kleine Bucht, die den Hafen des Dorfes bildet, umrahmt von einer vielfarbigen Häuserzeile, so stellt man sich die Cinque Terre vor. Entsprechend ist der Touristenrummel in diesem Dorf. Ob man die eigentlich obligate Besichtigung des Dorfkerns macht oder nicht, Vernazza ist für den Rennradfahrer auf jeden Fall einen Abstecher wert. Und da praktischerweise zwei Straßen nach Vernazza führen, muss dieser Abstecher nicht mal als Stichstraße gefahren werden.
Die beiden Straßen unterscheiden sich deutlich: die südlichere Variante nach Fornacchi führt vorwiegend durch bewaldetes Gebiet über eine Straße mit brutalen Steigungsprozenten.
Die hier beschriebene, nördliche Variante bietet spektakuläre Ausblicke und ein insgesamt wesentlich harmonischeres Profil und ist daher erste Wahl.
Startet man im Ortszentrum von Vernazza, warten bereits am Ausgang des Dorfes Steigungsprozente im zweistelligen Bereich. Das Dorf liegt in einem kleinen Einschnitt eines Baches, der sich in einem steilen Kegel sammelt.
Nach einem knappen Kilometer kommt man an eine Schranke, welche verhindert, dass die Autofahrer ins Dorf fahren. Kurz nach der Schranke teilt sich die Straße in die beiden Varianten hoch zur Panoramastraße.
Für die hier beschrieben Variante zweigt man links ab in nördliche Richtung. Die Straße ist so schmal, dass Autos nur mit komplizierten Manövern kreuzen können. Daher herrscht hier noch weniger Betrieb als auf der südlicheren Variante.
Nach knapp zwei Kilometern kommt das Highlight der Auffahrt: eine scharfe Rechtskurve mit toller Aussicht auf das tiefblaue Meer in tollem Kontrast zum Grün der üppigen Vegetation und dem Schwarz des Asphaltbandes. Auch die weitere Fahrt zur Panoramastraße geizt nicht mit tollen Ausblicken und interessantem Straßenverlauf.
Die Steigung ist durchweg anspruchsvoll, aber einigermaßen regelmäßig, so dass sich ein guter Tritt finden lässt, mit welchem man die Auffahrt gut meistern kann.

6 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
Mittlere Zeit
00:58:00 | 28.06.2012
finn53
Dolce Vita
Von helmverweigerer – Wie bereits in der alternativen Auffahrt von Vernazza nach Foce angedeutet, handelt es sich bei dieser Variante um die weniger schöne, dafür sportlich anspruchsvollere Wahl. Hier geht es nach der beschriebenen Gabelung der Straße bei der Schranke unvermittelt steil weiter; um nicht zu sagen: noch steiler.
Auf dieser Veriante folgt man dem Bachverlauf, der sich in dem steilen Bergkegel sammelt und bei Vernazza ins Meer fließt. Die brutale Steigung zieht gleich zu Beginn schon viel Saft aus den Beinen. Der Anstieg ist nur mit bergtauglicher Übersetzung zu empfehlen. Auch nachdem man in den lichten, aber doch angenehm Schatten spendenden Wald eintaucht, geht es happig weiter: Haarnadelkurven und kompromissloser Höhengewinn.
Irgendwann erreicht man eine Linkskurve mit schöner Aussicht auf Corniglia, kurz danach befindet man sich bei den Häusern des Santuario San Bernardo. Man hat nun auf lediglich 2,7 Kilometern knapp 300 Hm überwunden.
Hier zweigt die Auffahrt von Corniglia ein, daher ein Auszug dieser Auffahrt für das verbeibende Stück zur Höhenstraße:

Nach 3,2 km münden wir in die Auffahrt aus Vernazza ein, und für die letzten 1,5 km geht’s gemeinsam weiter. Nun ist es zwar nicht mehr ganz so rampenhaft, dafür aber fast permantent steil mit kleinem Flachstück in der Mitte. Durch die verstreuten Häuser von Fornacchi und zwei Kehren im Küstenwald ist es dann zur Panoramastraße hin nicht mehr so aussichtsreich. Ist einem aber nach einem kurzen Halt, so hat man bei der zweiten Kehre nochmals die schönen Panoramablicke über die Steilküste. Kurz danach münden wir dann auf ca. 474 m Höhe in die Panoramastraße ein, und es flacht ab.

Die Auffahrt ist insgesamt sehr anspruchsvoll und nur Liebhabern von hochprozentigen Steigungen empfohlen. Bei diesen Steigungen ist es eigentlich auch nicht möglich, die teilweise schönen Ausblicke zu genießen oder zu fotografieren.
Die ideale Route führt also von Fornacchi hinunter Richtung Vernazza mit einem optionalen Abstecher nach Corniglia und über die herrliche Straße von Vernazza hoch nach Foce.

3 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
Mittlere Zeit
Dolce Vita
Von stb72 – Corniglia nimmt eine Sonderstellung unter den fünf Dörfern ein, da es auf bereits 100 m Höhe auf einem Sporn der Küste thront. Vom Bahnhof am Meer bis nach oben führt eine lange Treppe bzw. auch eine Fahrstraße mit Shuttlebus für die zahlreichen Touristen, welche des Treppensteigens nicht mehr mächtig sind.
Wir beginnen unsere Beschreibung trotzdem am Platz des Ortseingangs von Corniglia, da es eigentlich keinen Grund gibt, bis zum Bahnhof zu fahren. Wer dies trotzdem tun möchte, der darf noch ca. 70 Hm hinzu rechnen. Den Ausgangspunkt erreicht man als Stichstraße von der Höhenstraße bzw. von Vernazza kommend über eine giftige Kuppe ebenfalls als Stichstraße. Alternativ kann man natürlich mit der Bahn das Dorf ansteuern.
Der Anstieg gliedert sich in zwei Teile. Das erste sehr rampenhafte Teilstück (3,2 km) führt äußerst aussichtsreich bis zum Santuario San Bernardino, wo die Straße in die Auffahrt aus Vernazza übergeht. Das zweite Teilstück (1,5 km) führt uns dann meist im Wald und weiter steil bis zur Einmündung in die Höhenstraße.

Aber der Reihe nach:
Beim Eintreffen in Corniglia darf man sich mit etwas Glück gleich auf eine Begegnung mit Landsleuten freuen. Dies und die unfreundliche und überteuerte Gastronomie lässt einen nicht auf ein längeres Verweilen im Dorf bestehen, so dass man sich sogleich wieder auf den Weg nach oben macht – und der hat es durchaus in sich, was bei der Abfahrt zuvor gar nicht so deutlich geworden ist.
Bereits der Beginn an den wenigen Parkplätzen am Dorfeingang vorbei ist bei um die 10 % schon recht knackig. Danach umrunden wir mehrere Hangrücken der Steilküste mit herrlichen Blicken über das Meer und zum Santuarium San Bernardino. Das ganze verläuft äußerst rampenhaft und mit Spitzen bis 15–16 %. Erst kurz vor der Kirche, welche rechts etwas abseits der Strecke liegt, flacht die Straße für ein paar hundert Meter völlig ab.
Nach 3,2 km münden wir dann in die Auffahrt aus Vernazza ein, und für die letzten 1,5 km geht’s gemeinsam weiter. Nun ist es zwar nicht mehr ganz so rampenhaft, dafür aber fast permantent steil mit kleinem Flachstück in der Mitte. Durch die verstreuten Häuser von Fornacchi und zwei Kehren im Küstenwald ist es dann zur Panoramastraße hin nicht mehr so aussichtsreich. Ist einem aber nach einem kurzen Halt, so hat man bei der zweiten Kehre nochmals die schönen Panoramablicke über die Steilküste. Kurz danach münden wird dann auf ca. 474 m Höhe in die Panoramastraße ein und es flacht ab.
Nach links führt die Straße meist flach mit kürzeren ansteigenden Teilen in Richtung Passo del Termine, nach rechts geht es noch ein gutes Stück eben, bevor die Straße steil nach Manarola abfällt.

2 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
Mittlere Zeit
Dolce Vita
Von helmverweigerer – Bei der Auffahrt von Manarola nach Fornacchi handelt es sich nicht um einen so klar definierten Anstieg wie bei den anderen beschriebenen Auffahrten. Jedoch sollte man diesen Aufstieg trotzdem auf der Rechnung haben, so dass er auch einer kurzen Beschreibung verdient.
Von La Spezia kommend ist die Befahrung der Panoramastraße ein Traum. Man fährt von dem hügeligen Hinterland durch einen langen Tunnel und wird an dessen Ende mit einer überwältigenden Aussicht auf die Küste und das tiefblaue Meer überrascht. Nun gleitet man auf einer breiten und gut ausgebauten Straße dahin. Es ist die Straße, die urprüngliche die ganze Küstenregion erschliessen sollte. Der Komplettausbau wurde aber in letzter Sekunde gestoppt, um damit dieses einmalige Gebiet in seiner Ursprünglichkeit zu erhalten. Die Schutz als UNESCO-Weltkulturerbe verhindert mittlerweile jegliche weitere Bautätigkeit.
Zurück zum Radfahren: Es rollt also ganz toll auf dieser Straße, bei angenehmen -1 bis -3 Steigungsprozenten, so könnte es doch immer weitergehen. Doch je länger die Fahrt dauert, umso mehr stellt sich ein komisches Gefühl ein. Beim Tunnel hatte man sich auf 300 m Höhe hochgekämpft und erwartet, nun ganz gemütlich auf der Höhenstraße herumzugurken, und nun kommt das Meer immer näher. So ist es denn auch, denn Manarola ist ja schließlich ein Fischerdorf. Bis ganz runter muss man nicht, doch bei der Abzweigung nach Manarola kommt die Quittung für den soeben genossenen Höhenverlust. Man befindet sich jetzt wieder auf der alten, schmalen Straße und von 1 bis 3 Steigungsprozenten (oder für Ligurien-Insider einem halben Kamber) kann hier keine Rede sein.
Vorwiegend im roten Bereich klettert man auf über 500 m Höhe. Durch einen tollen Straßenverlauf und schöne Ausblicke macht die Auffahrt richtig Spaß.
Insgesamt also ein sehenswerter Abschnitt der Panoramastraße. Man sollte diesen Anstieg – im Gegensatz zum Autor – bei der Tourenplanung einfach nicht vergessen.

9 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
Mittlere Zeit
Dolce Vita
Eigenwerbung von quaeldich.de

Pässe in de Nähe

Kommentare ansehen