Cirque de Troumouse (2103 m)

Verstecke den Buchungsstand der quaeldich-Reisen & Events
netzathleten

Cirque de Troumouse (2103 m)

Pyrenäen, Midi-Pyrénées.
Letzte Kehren.
Wie der benachbarte Port du Boucharo ist die Stichstraße hinauf zum Cirque de Troumouse eine weitere Möglichkeit, in den Pyrenäen die 2000 m-Grenze auf asphaltierter Straße zu erreichen.
Startpunkt ist hier Definitionssache. Im Prinzip ist Luz-St. Sauveur als letzte Kreuzung in das Tal und gleichzeitig wesentlich bekannter als Ausgangspunkt der Westrampe zum Tourmalet zu wählen. Wählt man als Startpunkt Gèdre sind etwas über 300 Hm abzuziehen.
Der Abzweig zum Cirque von der Hauptstraße befindet sich noch in Gèdre auf etwa 1000 m Höhe. Von hier fährt man weiter auf herrlicher kleiner und im oberen Teil mit über 30 Kehren spektakulär ausgestatteter Straße zum Cirque de Troumouse. Dieser liegt von der Bekanntheit deutlich im Schatten des benachbarten Cirque de Gavarnie und ist durch seine Lage auf bereits über 2000 Metern auch nicht so spektakulär (d.h. abfallende Felswände bis ca. 2000 m), dafür aber wesentlich größer und weniger frequentiert und nach persönlicher Meinung des Autors auch der schönere der beiden. Oben gibt es einen Parkplatz und eine Hinweistafel, touristischen Firlefanz sucht man hier vergebens. Der obere Teil der Straße ist zudem für Kraftfahrzeuge gebührenpflichtig – für den Radler wie immer ein zusätzlicher Schönheitsstern.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordwestanfahrt von Luz-St.-Sauveur28 km1425 HmSchön: 5 SterneHart: 4 Sterne

Nordwestanfahrt von Luz-St.-Sauveur  28 km / 1425 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordwestanfahrt von Luz-St.-Sauveur
Startpunkt in Luz-St.-Sauveur ist direkt am Ende der Abfahrt vom Tourmalet. Die ersten 11 km bis Gèdre geht es bei flachen Prozentzahlen angenehm in der schönen Landschaft der Gorges de St. Sauveur in das Tal hinein. Wenn man Glück hat, ist der Verkehr nicht weiter nennenswert, und man kann gemütlich pedalieren. Noch in Gèdre wird es kurz ein wenig steiler, und man darf die ersten beiden Serpentinen passieren.
Hier zweigt die Straße zum Cirque de Troumouse nach links ab.
Nach deutlich steilerer kurzer Serpentinenpassage am Anfang fahren wir in das Gave de Héas genannte Tal hinein (geradeaus dem Talverlauf folgend). Zunächst geht es auf der rechten Seite des Baches bei angenehmer Steigung für die nächsten ca. 4 km das tief eingeschnittene Tal entlang. Kurz bevor sich das Tal öffnet, folgt etwas überraschend das steilste Stück des gesamten Anstiegs nun bereits auf der anderen Talseite. Für einige hundert Meter wird es plötzlich wesentlich knackiger und bei bis zu 13 % kommt man kurz völlig aus dem Rhythmus. Nach dem Ende des Steilstücks kommen wir an eine kleine Kreuzung. Hier zweigt nun auf ca. 1300 m nach rechts die kleine, steile und kurvenreiche Stichstraße zum Lac de Gloriettes ab – die zusätzlichen Höhenmeter zum Stausee auf 1670 m sollte man sich nicht entgehen lassen, kann man aber natürlich auch noch bei der Abfahrt mitnehmen.
Weiter zum Cirque geht es nun im breiten Hochtal – wer Glück hat kann hier zahlreiche Geier beobachten – wieder angenehm flach weiter bis zur kleinen Ansiedlung Notre Dame de Héas. Hier kann man sich verpflegen, bevor wir zum zweiten und spektakulären Teil kommen.
Kurz nach der Mautstation auf ca. 1550 m beginnen die Kehren im zweigeteilten Schlusshang. Die Steigung nimmt ab hier wieder deutlich zu und bewegt sich bis nach oben bei durchschnittlich ca. 9 %. In diesem Fall stört uns das aber wenig, da Kehre auf Kehre folgt (ca. 32 Stück auf 7 km) und das ganze somit äußerst kurzweilig ist. Die Straße folgt dem natürlichen Hangverlauf, und durch die Enge sind die Serpentinen natürlich nicht so spektakulär an den Hang gebaut wie am Stilfser Joch, im Verhältnis zur Länge aber wesentlich zahlreicher.
Unterbrochen wird der Schlusshang nur durch ein Flachstück auf ca. 1800 m Höhe mit einem kleinen Restaurant. Wenn man sich hier kurz verpflegt, hat man immer das letzte Stück des Serpentinenhangs vor sich – Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.
Hat man schließlich den Schlusshang bezwungen, ist man sofort mitten im Cirque de Troumouse, den man bis dahin nur teilweise gesehen hat. Ein fantastischer und sehr weitläufiger Bergkessel, der ebenfalls von zum Teil über 3000  hohen Grenzbergen nach Spanien abgeschlossen wird – sogar mit Passschild.
Zusammenfassend haben wir ab Gèdre noch 1100 Hm bei durchschnittlich um die 6,5 %, im Schlusshang jedoch noch 550 Hm bei 9 % mit Maximalsteigungen um die 12 % zurückzulegen. Das alles auf den letzten 7 km auf äußerst serpentinenreicher Straße mit recht gutem Belag und völlig baumfrei (sehr heiß im Sommer). Autoverkehr ist spätestens ab Héas praktisch nicht mehr vorhanden, dafür sind recht viele Wanderer auch auf der Straße unterwegs.
Die Abfahrt macht ebensoviel Spaß, und wenn man Lust hat, sollte man die knackigen 3 km zum Lac de Gloriettes noch mitnehmen – hier kommt man fast auf einen zweistelligen Steigungsdurchschnitt.
Der Cirque de Troumouse ist ein herrlicher Anstieg und wäre einer Bergankunft bei der Tour mehr als würdig – oben hat es aber hierfür wohl nicht das nötige Skigebiet mit genügend Kleingeld. Vielleicht ist es aber auch besser für unsereins – so bleibt der Zirkus fern.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Highscores

Highscore eintragen. Alle 5 Einträge anzeigen.
Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
stb72 Mail an Absenderohne Zeit20.09.2005
NZipp Mail an Absenderohne Zeit20.07.2010
gyorgyigabor Mail an Absenderohne Zeit21.07.2010
sommerberg Mail an Absenderohne Zeit21.09.2010
Bergziegen_Peter Mail an Absenderohne Zeit09.09.2011