Col d'Haussire (498 m)

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Col d'Haussire (498 m)
Gohette

Ardennen, Wallonien.
Der Col d’Haussire liegt oberhalb des Tales der Ourthe nahe La Roche-en-Ardenne auf fast 500 m Höhe. Von hier aus sind es etwa 14 km bis zur 652 m hohen Baraque de Fraiture, der über die N89 zu erreichen ist. Dabei handelt es sich um den höchsten nur den Ardennen zuzurechnenden Gipfel (der Signal de Botrange liegt im Hohen Venn, das sowohl zu den Ardennen als auch zur Eifel gezählt wird),
Zum Haussire gibt es gleich mehrere Auffahrten, die mit einer Ausnahme allesamt in La Roche starten. Nach dem Cotacol-Ranking handelt es sich bei der Variante über die Rue du Trou Bourbon und die Rue Gohette um den härtesten Anstieg Belgiens. Tatsächlich ist dieser Weg nicht nur steil, sondern zieht sich auch noch ungemein, so dass er für belgische Verhältnisse tatsächlich außergewöhnlich ist. In der Regel ist es in den Ardennen nämlich eher so, dass längere Anstiege auch flacher sind, kurze dagegen mitunter brutal steil. In diesem Fall wird der Rhythmus auch noch durch zwei kurze Zwischenabfahrten unterbrochen, die aber auch als Erholung angesehen werden können. So werden es vielleicht auch viele TeilnehmerInnen des Vélomédiane sehen.
Leider ist es hier nicht ganz so idyllisch wie vermutet, denn hier oben auf dem bewaldeten Plateau de Deister befindet sich auch der Parc à Gibier, ein Wildpark, der entsprechend viele Menschen anzieht, die gerne mit ihrem motorisierten Gefährt fast bis in die Wildgehege fahren, statt einen Besuch des Parks mit einer kleinen Wanderung aus dem Ourthe-Tal zu verbinden. Trotzdem Daumen hoch für den Col d’Haussire!
Für die Beschreibung danken wir kletterkünstler Mail an Absender

Südwestauffahrt von La Roche (Gohette)  4 km / 295 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 4 Sterne

Unsere Auffahrt startet im Herzen von La Roche, das nicht besonders groß ist. Kein Wunder, denn schließlich ist das Ourthe-Tal hier eng und wird von steilen, bewaldeten Hängen begrenzt. Entsprechend schweißtreibend und pulserhöhend geht es auch zu, wenn man versucht, La Roche über eben diese Hänge zu verlassen. So ist es auch hier. Startpunkt ist die Kirche an der Rue de l’Eglise Ecke Rue du Moulin. In die letztgenannte Straße müssen wir.
Über ein leichtes Pflaster geht es an der Kirche vorbei in eine Linkskurve, und was man da vor sich sieht, kann einem schon gehörigen Respekt einflößen. Die Straße steigt durch den Ort hindurch mit durchgängig zweistelligen Prozentwerten an. Die Maximalsteigung liegt bei rund 17 %. Insgesamt werden auf den ersten 1000 m 113 Hm gutgemacht. Nach etwa der Hälfte dieser Distanz lassen wir die letzten Häuser von La Roche hinter uns und tauchen in den Wald ein. Der Radcomputer zeigt weiter 13 % und mehr an.
Am Ende dieses Teilstücks passieren wir einen Friedhof... schon wieder! Friedhöfe und steile Rampen scheinen irgendwie in einer nicht zu erklärenden Symbiose zu stehen. Denn hier und hier findet man das gleiche Phänomen vor. Ob es für einen Klassikerliebhaber ein Traum ist, in der Kapelle an der Muur van Geerardsbergen getauft zu werden, in der Kirche an der Mur de Huy zu heiraten und auf dem Friedhof am Cauberg begraben zu werden? Stellt sich nur noch die Frage, an welcher klassischen Rampe es ein Krankenhaus gibt, um darin geboren zu werden.
Zurück zum eigentlichen Thema. Zur T-Kreuzung folgt nun eine kurze Abfahrt. Wir biegen links ab und müssen nun bis zum Parc à Gibier 300 sehr steile Meter zurücklegen. Die Maximalsteigung beträgt hier rund 18 %. Anschließend wird es etwas leichter, und einige hundert Meter später finden wir uns erneut in einer kurzen Abfahrt wieder.
Schließlich treffen wir auf die klassische Südvariante zum Haussire, und es geht wieder aufwärts. Die letzten 1,3 km durch den Wald weisen laut Profil eine durchschnittliche Steigung von 11 % auf. Ob es hier nun wirklich so steil zugeht, kann ich nicht mehr genau sagen, aber steil ist es schon, nur große Ausreißer nach oben kommen uns nicht mehr unter die Räder.
Nach 4 km hat die Kletterei und Plackerei dann endlich ein Ende, und wir befinden uns an der Passhöhe in einer Linkskurve inmitten des idyllischen Mischwaldes. Hier können wir am Wegesrand tatsächlich auch ein gelbes Passschild entdecken. Ganz stolz gibt man hier noch an, dass es sich nach dem Cotacol-Ranking um die härteste Côte Belgiens handelt.

Es folgt nun eine holprige Abfahrt inklusive einer engen Spitzkehre, die uns zur N89 führt. Hier können wir links wieder hinunter in Richtung La Roche fahren oder rechts der Côte de Samrée zum gleichnamigen Ort folgen. Es gibt jedoch schönere Erfahrungen als eine Bergaufbefahrung einer belgischen Nationalstraße. Immerhin ist die Umgebung wirklich reizend.
Für die Beschreibung danken wir kletterkünstler Mail an Absender

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
paelzman Mail an Absenderohne Zeit28.05.2011
Eifelradler Mail an Absenderohne Zeit27.08.2011

Südwestauffahrt von La Roche (Rue Saint-Quoilin)  4 km / 295 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Man fährt vom Stadtzentrum aus an der Ourthe entlang in Richtung Houffalize und gelangt nach wenigen hundert Metern zum Abzweig der Rue Saint-Quoilin. Gleich zu Beginn dieses doch recht rau asphaltierten Sträßchens geht es ordentlich zur Sache, liegen die Steigungswerte doch im zweistelligen Prozentbereich. So gewinnt man auf den ersten 300 m rasch an Höhe.
Nun biegt man links in die Rue Sainte-Marguerite ab, ein schmales, ruhiges Sträßchen, welches mit etwa 8 % ansteigt. Man genießt hier einen wunderschönen Blick auf La Roche mit seiner düsteren Burgruine. Durch lichtes Gehölz mit dunklen Schieferfelsblöcken und an einer einsamen Kapelle vorbei erreicht man nach etwa einem Kilometer die Abzweigung zur Rue Gohette. Ein Straßenschild gibt die Entfernung zur Passhöhe mit 2,8 km an. Ab dieser Kreuzung ist die Strecke mit der oben beschriebenen, zweiten Südwestauffahrt identisch.
Für die Beschreibung danken wir patsch10 Mail an Absender

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Südauffahrt von La Roche (Corniche de Deister)  4,6 km / 290 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 2 Sterne

Diese Auffahrt beginnt unterhalb der Burgruine. In Richtung Houffalize fahrend biegen wir in die erste Straße nach der ampelgeregelten Kreuzung ab, die sich Rue Saint-Quoilin nennt. Die ersten 250 m sind also identisch mit der Auffahrt über die Rue Sainte-Marguerite. Auf diesen geht es mit deutlich zweistelligen Werten um die 15 % auch gleich richtig zur Sache, ehe sich die Straße wieder beruhigt.
Im Anschluss an diesen kurzen, aber umso heftigeren Einstieg kann sich die Straße nicht so recht entscheiden und dümpelt oberhalb des Ourthe-Tals vor sich hin. Es geht mal aufwärts, mal wieder ein Stück abwärts. So vollzieht die Straße einen weiten Bogen, um nun nach Norden statt gen Süden zu führen. Dabei tauchen wir in das bewaldete Val de Pierreux ein.
Nach kurzer Abfahrt treffen wir auf die klassische Südvariante, der wir nun bei mittleren einstelligen Prozentwerten zunächst auf guten Betonplatten, dann auf Asphalt aufwärts folgen. Rechts von uns plätschert der Bach vor sich hin, um uns herum erstreckt sich ein idyllischer und besonders im Herbst dank bunter Farben wunderschöner Wald, der zum Parc Naturel des 2 Ourthes gehört.
Nach 3 km vereinigen sich schließlich unsere und die Variante über die Gohette. Der weitere Verlauf ist also bekannt. Die Steigung zieht an und weist auf den verbleibenden 1,6 km angeblich einen Durchschnitt von 11 % auf.
Oben lohnt eine Rast an den beiden Passschildern: Ein ganz offizielles und dann noch das des Critérium International Maxime Montfort, das 2010 zum ersten Mal stattfand. Dabei handelt es sich um zwei kurze Bergzeitfahren, wovon das eine eben hier stattfand und das andere an der Côte de Saint-Roch in Houffalize.
Für die Beschreibung danken wir kletterkünstler Mail an Absender

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Südauffahrt durch das Val de Pierreux  3,9 km / 290 Hm Schönheit nicht bewertet Härte nicht bewertet

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Westauffahrt von La Roche über die N89  5,8 km / 275 Hm Schön: 2 Sterne Hart: 2 Sterne

Los geht es an der Kirche in La Roche-en-Ardenne. Hier kann man sich noch entscheiden, ob man rechts in die Rue du Moulin abbiegt, um in dem härtesten Anstieg Belgiens die ultimative Herausforderung zu suchen. Alle Souplesseure folgen der N89 aus der Stadt heraus aufwärts. Zunächst noch parallel zur Ourthe gewinnen wir den Hang entlang fahrend langsam an Höhe. Die Steigung liegt meist zwischen 3 und 6 %.
In einer scharfen Rechtskurve passieren wir den Abzweig nach Cielle, wohin es äußerst kurvig aufwärts geht. Wie eine Schlange schaut die Straße in Google Maps aus. Da kann die N89 bei weitem nicht mithalten. Nach 4,4 waldigen Kilometern ist der Abzweig zum Haussire erreicht. Geradeaus gelangt man weiter nach Samrée und auf das Plateau des Tailles mit der Baraque de Fraiture.
Nun wird es ruhiger, der Belag aber auch deutlich rauer, und steiler wird es auch noch, und zwar knapp zweistellig. Eine Spitzkehre gilt es zu durchfahren, dann passiert nicht mehr viel. In einem sehr schönen, idyllischen Wald erreichen wir nach 5,8 km das Passschild.
Für die Beschreibung danken wir kletterkünstler Mail an Absender

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