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Col de Creu (1712 m)

Südanfahrt: Noch mehr Radler unterwegs.

Auffahrten

Von AP – Eins vorneweg, die Südanfahrt zum Col de Creu hat zwar recht viele Höhenmeter (mehr noch als die oben angegebene Zahl, falls man den Pass von Prades aus in Angriff nimmt), ist aber bei weitem nicht so steil wie viele andere Pässe in den Pyrenäen.
Man biegt am oberen Ortsende von Olette in Richtung Railleu/Ayguatébia von der N116 zum Col de la Perche ab in die kleine Schlucht des Évol. Zunächst flach, dann spürbar ansteigend führt die Straße, teils im Wald, bis zu einer Brücke. Nachdem man selbige überquert hat, verlässt man die Schlucht des Évol und kurvt direkt in die nächste Schlucht, die des Cabrils, hinein. Wer Zeit hat, kann auch vor der Brücke ins Dorf Évol hinaufradeln (der Abzweig liegt genau bei Kilometer 2 der Auffahrt), es ist als eins der schönsten Dörfer Frankreichs ausgezeichnet und gilt als der Balkon Olettes.
Die Schlucht des Cabrils ist um einiges länger und spektakulärer als die des Évol, und im folgenden verläuft die Straße bis zum sechzehnten Kilometer der Auffahrt immer an ihrem Ostrand entlang, sprich am Massif du Madrès. Dabei flacht die Steigung etwa sechs Kilometer hinter Olette deutlich ab. Man kommt also schnell voran, und hat dabei noch ausreichend Muße, die Landschaft zu würdigen, also die tiefe Schlucht und die mit niedriger Vegetation bewachsenen Berghänge. Bei klarem Wetter sieht man rückblickend auch das Massiv des Canigó am Horizont.
Auf dem dreizehnten Kilometer zieht die Straße dann wieder an. Der Grund der Schlucht rückt nun immer näher, bis man schließlich zwei Kilometer später den Cabrils, dort nur noch ein Rinnsal, auf einer Brücke überquert. Dahinter windet sich die Straße aus der Schlucht heraus dem Dorf Railleu entgegen. Auf diesem Streckenabschnitt hat man fantastische Blicke über die Schlucht hinweg nach Süden zum Canigó.
Hinter Railleu ändert sich die Landschaft. Anstatt karger Berghänge breiten sich in einer Art von Hochtal Wiesen und Weiden aus, umkränzt von Bergwäldern. Auf dem neunzehnten Kilometer passiert man den Abzweig in Richtung Caudies-de-Conflent. Über diese Nebenstraße könnte man zum Col de la Llose fahren, oder ganz abgelegen auf einer von der Nebenstraße abzweigenden, asphaltierten Piste über den Col de Jouel nach Ayguatébia.
Hinter der Kreuzung tauchen erste Rampen auf. Diese sind nicht allzu lang, haben in der Spitze knapp über 10 % Steigung und läuten den Schlußabschnitt ein. Der Kilometersteigungsschnitt liegt nun bis kurz vor der Paßhöhe bei knapp 8 %. Man erahnt die Passhöhe in einem bewaldeten Einschnitt zur Linken. Herrlich ist die Serpentinenkombination kurz vor dem Ende der Auffahrt. Von dort aus überblickt man das Hochtal, und auch der Canigó grüßt ein letztes Mal aus der Ferne. Direkt vor der Passhöhe steht am Waldrand ein Metallkreuz, das auf den Namen des Passes (creu) hindeutet. Der Kulminationspunkt liegt ziemlich unspannend im dichten Wald, aber ein bißchen Schatten nach so vielen offenen Kilometern am Berg mag den meisten gerade im Hochsommer doch willkommen sein.

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00:15:51 | 22.08.2017
AndreE
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