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Col de l'Iséran (2764 m)

Lange Zeit genießt man diese phantastische Aussicht auf Val d'Isere und den Lac du Chevril.

Auffahrten

Von DragAttack – Von Norden her vollzieht sich der Passanstieg in zwei etwa gleichgroßen Stufen. Auf jeweils 15km Strecke werden ca. 900Hm überwunden.
Zunächst deutet ab Seez noch nichts auf einen bevorstehenden Passanstieg hin. Bei schwach schwankender Höhe, zunächst sogar leicht abfallend, wird auf dem ersten 6 km keine Höhe gewonnen. Erst dann beginnt mit einer Serpentinengruppe die erste Steigungsstufe. Mit max. ca. 7% Steigung erreicht man nach 3km Ste Foy Tarentaise auf ca. 1050m Höhe. Vom Col du Petit St. Bernard kommend, ermöglicht eine Verbindungsstraße von dessen Südrampe nach Ste Foy Tarentaise, den Anstieg zum Iseran hier zu beginnen.
Der weitere Anstieg verläuft nahezu kehrenfrei oberhalb der Isere bei Steigungen von meistens 5-7, maximal 9%. Insbesondere im oberen Abschnitt sind hierbei einige Galerien zu durchfahren. Nach insgesamt knapp 20 km erblickt man die Staumauer des Lac de Cevril. Nach 21 km hat man oberhalb des Stausees auf gut 1800m den ersten Anstieg überwunden. Durch einige Tunnel führt die Strecke weitgehend steigungsfrei, teilweise leicht abfallend, oberhalb des Sees entlang und erreicht 7 km später Val d'Isere.
Diese früher zu Recht gefürchteten Tunnel sind Opfer der Skiweltmeeisterschaft 2009 geworden. Sie sind weitestgehend mit Beton ausgespritzt und beleuchtet. Der Asphalt war im Sommer 2009 in allen Tunneln von bester Qualität und durchweg trocken. Da insbesondere die einheimischen Autofahrer die sportliche Fahrweise lieben, sollte dennoch auf ein – möglichst blinkendes – Rücklicht nicht verzichtet werden. Dank an kdb für dieses Update.
Leicht ansteigend durchquert man den Wintersportsort sowie einige nachgelagerte Ortsteile. Allmählich nimmt die Steigung zu, und auf knapp 1900 m Höhe beginnt der Schlussanstieg. Ab hier informieren alle 1000 m Hinweistafeln über Distanz und Höhendifferenz bis zum Pass sowie die aktuelle Steigung. Zunächst noch folgt die Straße bei bis zu 7% Steigung kurvenarm dem Flusslauf. Nach etwa 4 km auf knapp 2100 m, 11km vor dem Pass, macht sie jedoch eine scharfe Rechtskurve, überquert den Fluss und beginnt mit einer kurzen Serpentinengruppe den landschaftlich schönsten Teil des Anstiegs. Auf den folgenden 7 km wechseln sich längere Kehrenfreie Passagen mit kurzen Serpentinengruppen ab. Knapp 4 km vorm Ziel auf gut 2500 m Höhe lohnt eine kurze Pause. Hier in der letzten Kehre weist ein (leicht zu übersehendes) Hinweisschild auf einen etwa 100 m Schotterweg abseits der Straße liegenden sehr lohnenden Aussichtspunkt mit Blick auf den Mont Blanc hin. Der obligatorische Table d'orientation informiert hier über die umliegenden Berge. Bei knapp 7% relativ steil werden auf kehren- jedoch nicht kurvenfreier Strecke die letzten 250 Hm bis zum Pass überwunden. Wie schon während der ersten Stufe fällt es bei recht konstanter Steigung von nicht über 9, meistens ca. 5-7% leicht, einen Rhythmus zu finden.
Bei jeweils recht konstanter Steigung und geringer Maximal Steigung sind beide Teilanstiege angenehm zu fahren und weisen keine besonderen Schwierigkeiten auf – einzeln betrachtet jeweils 3 Sterne, in der Summe trotz des großen Höhenunterschieds nur 4 Sterne.
Die Abfahrt ist auf den ersten 14 km bis Bonneval sur Arc fast durchgängig steil und auf den folgenden 10 km nahezu eben, bis die Straße auf die rechte Seite der Arc wechselt. Es folgt ein kurzer Gegenanstieg von ca. 60 Hm bei bis zu 7% Steigung sowie eine wiederum Steile Abfahrt bis Lanslevillard. Hier zweigt links eine direkte Verbindung zur Nordrampe des Col du Mont Cenis ab. Bei schwachem Gefälle erreicht man nach weiteren 3km Lanslebourg. Die Weiterfahrt zum Ausgangspunkt des Col du Galibier (über Col du Telegraphe) verläuft nahezu ohne Gegenanstiege (abgesehen von ca. 50 Hm kurz vor Modane) bei meist schwachem Gefälle.
212 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
02:15:00 | 22.07.2009
9elnino
Mittlere Zeit
03:15:00 | 07.08.2008
Flachlandtiroler
Dolce Vita
04:26:00 | 22.06.2005
Yeti
Von DragAttack – Die Südrampe des Col de l'Iseran weist eine starke Zweiteilung in Vorspiel und Hauptanstieg auf. Nur gut 400 Hm werden auf den ersten 19 km bis Bonneval sur Arc überwunden. Wenig weiter beginnt der eigentliche Anstieg, und auf gut 13km Strecke werden die restlichen gut 900 Hm erklommen.
Mit Steigungen zwischen 2 und 4% führt die Straße auf den ersten 3km entlang der Arc von Lanslebourg (1399 m) nach Lanslevillard (1475 m). Über einige Serpentinen folgt ein ca. 4km langer, mit teilweise gut 10% auf der ersten Hälfte sehr steiler Anstieg von etwa 300 Hm. Ein kleiner Teil hiervon geht während eines knapp 2km langen Gefälles zu einer Brücke auf gut 1700 m über die Arc wieder verloren. Hinter dieser Brücke erreicht die Strecke kurzfristig nochmals Steigungen um 3%, ansonsten sind die letzten 10km bis Bonneval sur Arc auf gut 1800m Höhe nahezu Steigungsfrei.
In Bonneval sur Arc überquert die Strecke mit einer 180° Kurve nach links den Fluss und erreicht wenige hundert Meter weiter den Berghang. Hier beginnt der eigentliche Anstieg von gut 13km Länge und 900m Höhe. Im Gegensatz zu den Anstiegen auf der Nordrampe ist hier die Steigung wenig ausgeglichen. Während auf einigen teilweise gut 1000 m langen Flachstücken kaum Höhe gewonnen wird, beträgt auf der restlichen Strecke die Steigung fast durchgehend mindestens 8%. Zunächst führt die Strecke etwa eineinhalb Kilometer talauswärts den Hang hinauf, bevor sie noch immer stark steigend zurück und oberhalb von Bonneval links in ein Seitental hinein führt. Nach 4 km, die bisherige Steigung betrug meistens 8-10%, erreicht man hier die erste Flachstelle von etwa einem Kilometer Länge. Mit erstmals längeren Abschnitten mit über 10% folgt an der rechten Talseite der nächste Anstieg. Nach 9km erreicht man in etwa 2500 m Höhe die nächste Flachstelle von über 1000 m Länge. Der 2,5km lange Schlussanstieg vollzieht sich bei 8-11% zunächst kurvenarm dem Tal folgend. Nur auf den letzten 1000m liegen noch einige wenige Kehren.
Die Abfahrt ist nur auf den ersten 10 km kurven- und kehrenreich. Im weiteren Verlauf bis Val d'Isere folgt sie dem abfallenden Tal der Isere. Oberhalb des Stausees entlang folgt durch mehrere Tunnel und Galerien eine etwa 7 km lange nahezu ebene Passage bis zur Staumauer. Die weitere Abfahrt folgt dem Tal kurvenarm an der rechten Hangseite. Lediglich kurz vor und nach Ste Foy Tarentaise, welches etwa 3km vor Ende der Abfahrt auf 1050m Höhe liegt, passiert man zweimal zwei Serpentinen. Die letzten 6 km bis Seez sind eben. In Ste Foy Tarentaise gibt es kurz nach Ortseingang eine recht steile 8 km lange Verbindung zur Südrampe des Col du Petit St. Bernard. Diese spart – verglichen mit der Strecke über Seez zum Col du Petit St. Bernard - ca. 15km, 150Hm, ist jedoch wesentlich steiler als die längere Strecke.
96 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
01:54:00 | 22.07.2009
weißdergeier
Mittlere Zeit
02:21:30 | 14.07.2007
escargot
Dolce Vita
02:55:00 | 09.06.2015
Bergziegen_Peter
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