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Col de la Bonette (2715 m)

Der Pass und die Straße zur Cime. Glücklicherweise war die Straße während der Auffahrt für Autos wegen Straßenarbeiten gesperrt

Auffahrten

Von DragAttack – Der passwürdige Anstieg zum Col de la Bonette beginnt auf 1150 m Höhe am Ortsausgang von St. Etienne an der Brücke über die Tinée, wir verlegen den Startpunkt jedoch noch etwas weiter hinab nach Isola, wo sich die Abzweigung zum Col de la Lombarde nach Italien befindet. Von hier aus bis zum Pass auf 2715 m Höhe sind auf 39 km Strecke 1920 m Höhendifferenz zu überwinden. Verlegt man jedoch den Startpunkt ausreichend talauswärts, so bietet die Südrampe des Col de la Bonette zusammen mit der Panoramaschleife um die Cime de la Bonette auf 2802 m die in den Alpen fast einmalige Gelegenheit, weit über 2000 m Höhenunterschied am Stück zu überwinden – zum Beispiel ab St. Saveur ca. 2300 m Höhe auf 56 km Strecke.

Ab St. Saveur folgt die Straße unspektakulär dem Flusslauf. Auf den ersten 15  m bis Isola beträgt die Durchschnittssteigung etwa 2,5 %. Die Steigung verläuft ungleichmäßig und erreicht des öfteren Maximalwerte von bis zu 6 %. In Isola mündet von rechts die Abfahrt vom Col de la Lombarde.
Ab Isola wird die Strecke einfacher. Ohne nennenswerte Steilstufen gewinnt die Straße bei durchschnittlich knapp 2 % auf den folgenden 11 km nur langsam an Höhe. Etwa 4 km vor St. Etienne wechselt die Straße auf die linke Flussseite.
Bei etwa 6 % steigt die Straße etwa 2km lang bis zu einer Seilbahnstation an. Auf der restlichen Strecke nach St. Etienne und zu der am Ortsausgang gelegenen Brücke verlieren wir auf der einzigen nennenswerten Abfahrt der gesamten Strecke etwa 60 Hm. Direkt vor dem Anstieg zur Seilbahnstation zweigt rechts eine Straße dem Fluss folgend ab, bevor die Straße auf die linke Flußseite wechselt. Eventuell lässt sich auf dieser die Steilstelle sowie der folgende Höhenverlust umfahren.

Nach 30 km von St. Saveur und 13,5 km ab Isola beginnt ab St. Etienne der eigentliche Passanstieg. Die ersten gut 4 km folgt man bei mäßiger Steigung – durchschnittlich etwa 5 % – bis Pont Haute auf 1350 m weiter der Hauptstraße, bevor wir der Tinée folgend rechts abbiegen und die Hauptstraße verlassen. Der weitere Anstieg lässt sich landschaftlich in drei Abschnitte unterteilen. Bis Bousieyas auf knapp 1900 m führt die Straße zunächst 8 km kurvenarm am Fluss entlang. Direkt unterhalb der Siedlung beginnt rechts den Hang hinauf ein grandioser Serpentinenanstieg. Sobald nach der zweiten Kehre nicht mehr die Häuser den Blick nach oben verstellen, lässt sich der weitere Streckenverlauf am Hang bis in schwindelerregende Höhen erahnen. Nach etwa 6 km erreicht man auf 2300 m Höhe das obere Ende des Hangs. Es bietet sich ein fantastischer Ausblick sowohl zurück auf das unter einem liegende Tal als auch voraus auf den Pass sowie die noch zurückzulegende Strecke. Die Richtung des ursprünglichen Anstieges durchs Tal fortsetzend, windet sich die Straße knapp unterhalb des Kammes den Hang entlang. Das Ziel direkt vor Augen, sind hierbei auf knapp 7 km Strecke nochmals 400 Hm zu überwinden, bevor man nach insgesamt 25,5 km ab St. Etienne den Pass erreicht.
Die Steigung ist auf der Strecke ab Pont Haute recht gleichmäßig und beträgt durchschnittlich knapp 7 %. Zusätzliche Schwierigkeit gewinnt die Strecke jedoch durch insbesondere auf der zweiten Hälfte auftretende kurze Steilstellen, die mit teilweise über 10% Steigung nur schwer einen Rhythmus finden lassen.

Direkt am Col de la Bonette beginnt die etwa 2 km lange Panoramaschleife um den 2860 m Hohen Berggipfel Cime de la Bonette. Diese Schleife ist als Einbahnstraße gegen den Uhrzeigersinn zu befahren, d.h. auf der dem bisherigen Anstieg abgewandten Seite des Berges hinauf zum Aussichtspunkt und auf der zuvor sichtbaren Seite zurück zum Pass. Die Weiterfahrt vom Pass zum Aussichtspunkt auf 2802 m ist wesentlich steiler als die gesamte bisherige Strecke. Nach einem kurzen Flachstück beträgt die Steigung auf etwa 700 m Länge dauerhaft 10 bis 13 %. Oben angekommen sollte man bei gutem Wetter sich den Blick vom Gipfel nicht entgehen lassen, der zu Fuß in wenigen Minuten zu erreichen ist.

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uhenning
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Wiegand Thomas
Von Chris99 – Aus dem Ubaye-Tal von Jausiers (1220 m) im Norden beginnt die Steigung unmittelbar am Ortsausgang. Von da ab sind es 22,1 km bis zum Bonette, jeder einzelne Kilometer davon ist mit einer Infotafel ausgeschildert, die allerdings die Bonette als höchste Passstrasse Europas anpreisen (stimmt natürlich nicht, wie wir bereits oben erfahren haben). Bis auf eine Höhe von 1550 m nach gut 6 km hält sich die durchschnittliche Steigung mit 5,5 bis 7 Prozent noch in Grenzen, dann jedoch hat man bis Kilometer 20 kaum noch Abschnitte zum Verschnaufen (7 bis 9,5 % im Schnitt). Der Pass hat jedoch bis auf ein kurzes 16&-prozentiges Stück keine überhöhten Spitzensteigungen, sondern lässt sich äußerst rhythmisch fahren. Fast der gesamte Anstieg ist der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt, und so ist man froh, wenn man nach gut 12 km den Gasthof Halte 2000 erreicht. Gut zum Verschnaufen eignet sich auch nach 17 m der Lac des Essaupres (2370 m), wo die Steigung für einen kurzen Moment nachlässt und einen auf die letzten 7 km vorbereitet. Bei Kilometer 20 lässt der Pass endlich nach, man hat die verfallenen Restefond-Kasernen (2600 m) passiert. Hier zieht sich die Straße am Berghang entlang, ehe man auf 2715 m den eigentlichen Übergang Col de la Bonette vor sich hat. Von hier aus sind es noch rund 1,5 km bis hinauf auf 2802 m zur Cime de la Bonette, ein lohnenswerter Abstecher für die Schinderei.
Die Südseite eignet sich besonders gut als Abfahrt, denn man hat hier die wohl längste Abfahrt der Alpen vor sich: ca. 100 km von 2802 m auf Meereshöhe hinunter nach Nizza. Als Ausgangspunkt des richtigen Südanstieges ist jedoch St.Etienne-de-Tinée (1144 m) oder Isola (871 m) anzusehen. Vorgelagert zum Col de la Bonette ist auf dieser Seite noch der Col des Granges Communes/Col de Raspaillon (2.513 m).

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