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Erste (längst nicht fertige) Version der OSM-Karten online! Danke an openrouteservice.org für die Unterstützung.

Col de la Givrine (1229 m)

Aussicht aus einer Kehre.

Auffahrten

Von helmverweigerer – Einen Startpunkt für diese Auffahrt festzulegen fällt schwer. Korrekterweise startet die Auffahrt aus dieser Richtung in St-Cergue. Da man hier jedoch den größten Teil der Höhe schon gemeistert hat, werden besser zwei Auffahrten – eine aus der Region Nyon und eine aus Bégnins – beschrieben.
Diese Auffahrt beschreibt den Aufstieg von Richtung Nyon kommend über die N°90, welche eben in Nyon beginnt. Da diese Straße jedoch auf ihrem Weg zur Passhöhe noch zahlreiche Kreuzungen aufweist, wird der Startpunkt zwischen Gingins und Trélex gewählt, wo man sich schon auf einem Plateau deutlich über dem Genfersee befindet.
Weniger schwer fällt die Beurteilung dieser Auffahrt: Man braucht sie nicht gefahren zu sein.
Der Autor ist die Auffahrt an einem Sonntag um 6 Uhr morgens gefahren, wo ruhige Verhältnisse herrschten. Die Größe und Bauweise der Straße lassen aber Rückschlüsse zu, dass sich hier eine ganze Blechlawine in hoher Geschwindigkeit über den Pass bewegen kann. Der serpentinenförmige Straßenverlauf lässt zwar auf der Karte Begehrlichkeiten aufkommen, dieser wurde aber wie gesagt für eine schnelle Befahrung mit dem Auto konzipiert und nicht für eine Genussfahrt in Einklang mit der Natur.
Doch zu den Fakten: Die Serpentinen hoch bis nach St-Cergue weisen höchstens sehr kurzfristig eine Steigung von 10 % auf und bewegen sich durchgängig in ziemlich dichtem Wald. Doch durch die Breite der Straße ist davon auszugehen, dass dieser kaum richtigen Schatten spendet, und diese Auffahrt im Sommer eher aufgrund der Hitze als aufgrund der Steigung an die Substanz geht. Ganz selten lässt der Wald einen eigentlich schönen Ausblick über die beiden Ufer des Genfersees, den See selbst und natürlich die dahinterliegenden Gipfel der Haute-Savoie inklusive Mont Blanc zu.
Auf ca. 1050 Metern gelangt man nach St-Cergue, wo sich die Auffahrt mit der Straße der alternativen Auffahrt aus Bégnins vereint. Hier ändert sich der Charakter der Auffahrt, denn die Strasse zieht nun durch ein kleines Tal ziemlich schnurgerade entlang einer Eisenbahnlinie in westliche Richtung. Hier passiert nicht mehr viel, es wird auch nicht mehr viel Höhe überwunden. Das Tal ist zudem mit ziemlich unschönen Ferienhäusern verbaut. Auf dem südlich gelegenen Hügelzug liegt eine Radarstation, welche die Niederschlagsintensitäten der Westschweiz aufzeichnet. Irgendwann weist ein Schild auf das Erreichen der Passhöhe hin.
Fazit: Als Abfahrt mag es Spass machen, auf dieser Autobahn runterzuknallen, zum Rauffahren ist die Strasse viel zu öde. Angesichts des dichten Straßennetzes in dieser Region gibt es auch zahlreiche Alternativen zu diesem Pass. Und muss man unbedingt über den Pass, dann sollte man die Variante aus Bégnins wählen.

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00:45:28 | 18.08.2012
muurgsi
Dolce Vita

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