Col de la Givrine (1229 m)

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Col de la Givrine (1229 m)

Jura, Vallée de Joux, Waadt, Franche-Comté (Hochburgund).
Aussicht aus einer Kehre.
Der Col de la Givrine verbindet das Gebiet um Nyon am nordwestlichen Ufer des Genfersees mit dem französischen Les Rousses und führt somit in den Haut-Jura. Der Grenzübergang Schweiz-Frankreich bildet gleichzeitig den nordöstlichen Ausgangspunkt des Passes. Er überwindet die erste und somit höchste Jurakette, jedoch verhält es sich wie bei den meisten Pässen dieser Region: die Startpunkte der Auffahrten aus Norden liegen so hoch, dass kaum ein Höhenunterschied überwunden werden muss, dafür muss aus südlicher Richtung die ganze Höhe der Jurafalte gemeistert werden. Streng genommen beginnt die Südostauffahrt erst in St-Cergue, denn es gibt drei Varianten, nach Saint-Cergue zu gelangen. Da man hier jedoch schon den Grossteil der Höhendifferenz gemeistert hat, werden diese Varianten besser als separate Auffahrten beschrieben, welche sich den letzten, fast flachen Abschnitt bis zur Passhöhe teilen.
Der Col de la Givrine befindet sich in einem landschaftlich interessanten Gebiet. Auf kleinstem Raum vereinen sich hier mehrere unterschiedliche Elemente: das Juragebirge, welches sich hier beinahe bis auf 1700 Meter aufgefaltet hat (La Dôle, 1678 m) gefolgt von einem schmalen Plateau, welches fest in der Hand der Winzer ist, danach der Genfersee, an dessen südlicher Seite sich die Alpen der Haute Savoie imposant auftürmen, beherrscht von der weiss schimmernden Spitze des Mont Blanc.
Schade nur, dass der Col de la Givrine die hohen Erwartungen angesichts dieser Voraussetzungen nicht erfüllen kann: Einerseits verläuft er großteils in recht dichtem Wald und geizt somit mit spektakulären Aussichten. Andererseits handelt es sich hier ganz klar um eine zweckmäßig angelegte Straße: der motorisierte Verkehr soll hier möglichst schnell über die Passhöhe gelangen. Das Resultat ist eine breite Straße mit moderater, gleichmäßiger Steigung. Die Serpentinen, die den Blick des Rennradfahrers auf der Karte magisch anziehen, sind in weiten, schnell zu fahrenden Kehren angelegt und versprechen daher vor allem als Abfahrt Fahrspaß.
Fazit: Man sollte den Col de la Givrine als das nutzen, wofür er gebaut wurde: als Tempostrecke. Also am besten in südlicher Richtung befahren und den perfekten Straßenbelag für eine temporeiche Abfahrt benutzen und zum Beispiel mit einer der Auffahrten zum Col du Marchairuz kombinieren.
Für die Beschreibung danken wir helmverweigerer Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südostauffahrt über N°90 aus Nyon14,2 km766 HmSchön: 2 SterneHart: 2 Sterne

Südostauffahrt über N°90 aus Nyon  14,2 km / 766 Hm Schön: 2 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südostauffahrt über N°90 aus Nyon
Einen Startpunkt für diese Auffahrt festzulegen fällt schwer. Korrekterweise startet die Auffahrt aus dieser Richtung in St-Cergue. Da man hier jedoch den größten Teil der Höhe schon gemeistert hat, werden besser zwei Auffahrten – eine aus der Region Nyon und eine aus Bégnins – beschrieben.
Diese Auffahrt beschreibt den Aufstieg von Richtung Nyon kommend über die N°90, welche eben in Nyon beginnt. Da diese Straße jedoch auf ihrem Weg zur Passhöhe noch zahlreiche Kreuzungen aufweist, wird der Startpunkt zwischen Gingins und Trélex gewählt, wo man sich schon auf einem Plateau deutlich über dem Genfersee befindet.
Weniger schwer fällt die Beurteilung dieser Auffahrt: Man braucht sie nicht gefahren zu sein.
Der Autor ist die Auffahrt an einem Sonntag um 6 Uhr morgens gefahren, wo ruhige Verhältnisse herrschten. Die Größe und Bauweise der Straße lassen aber Rückschlüsse zu, dass sich hier eine ganze Blechlawine in hoher Geschwindigkeit über den Pass bewegen kann. Der serpentinenförmige Straßenverlauf lässt zwar auf der Karte Begehrlichkeiten aufkommen, dieser wurde aber wie gesagt für eine schnelle Befahrung mit dem Auto konzipiert und nicht für eine Genussfahrt in Einklang mit der Natur.
Doch zu den Fakten: Die Serpentinen hoch bis nach St-Cergue weisen höchstens sehr kurzfristig eine Steigung von 10 % auf und bewegen sich durchgängig in ziemlich dichtem Wald. Doch durch die Breite der Straße ist davon auszugehen, dass dieser kaum richtigen Schatten spendet, und diese Auffahrt im Sommer eher aufgrund der Hitze als aufgrund der Steigung an die Substanz geht. Ganz selten lässt der Wald einen eigentlich schönen Ausblick über die beiden Ufer des Genfersees, den See selbst und natürlich die dahinterliegenden Gipfel der Haute-Savoie inklusive Mont Blanc zu.
Auf ca. 1050 Metern gelangt man nach St-Cergue, wo sich die Auffahrt mit der Straße der alternativen Auffahrt aus Bégnins vereint. Hier ändert sich der Charakter der Auffahrt, denn die Strasse zieht nun durch ein kleines Tal ziemlich schnurgerade entlang einer Eisenbahnlinie in westliche Richtung. Hier passiert nicht mehr viel, es wird auch nicht mehr viel Höhe überwunden. Das Tal ist zudem mit ziemlich unschönen Ferienhäusern verbaut. Auf dem südlich gelegenen Hügelzug liegt eine Radarstation, welche die Niederschlagsintensitäten der Westschweiz aufzeichnet. Irgendwann weist ein Schild auf das Erreichen der Passhöhe hin.
Fazit: Als Abfahrt mag es Spass machen, auf dieser Autobahn runterzuknallen, zum Rauffahren ist die Strasse viel zu öde. Angesichts des dichten Straßennetzes in dieser Region gibt es auch zahlreiche Alternativen zu diesem Pass. Und muss man unbedingt über den Pass, dann sollte man die Variante aus Bégnins wählen.
Für die Beschreibung danken wir helmverweigerer Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Pusinelli Mail an Absenderohne Zeit25.04.2010
greyback58 Mail an Absenderohne Zeit19.07.1993
drRex Mail an Absenderohne Zeit30.06.2011
chriscam Mail an Absenderohne Zeit12.06.2011