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Col de Mantet (1760 m)

Im Hintergrund das Canigou-Massiv.

Auffahrten

Von Jan – Diese Beschreibung beginnt im Dorf Sahorre (730 m), 7 km im Anstieg von Villefranche-de-Conflent (432 m), da wir hier von links aus Richtung Vernet-les-Bains (680 m) auf die D6 einbogen.
Hinter Sahorre verläuft die Straße noch recht flach links des Flusses la Rotja in einem engen Taleinschnitt. Rechts und links sind die Hänge mit niedrigem Krüppelbewuchs bedeckt, dessen Grün einen eindrücklichen Kontrast zum hoffentlich blauen Himmel darstellt.
Die Straße weist den in den Pyrenäen üblichen ruppigen Belag auf und kommt schon hier ohne Mittelstreifen aus, ist jedoch noch bequem zweispurig. Hier und da verjüngt sich die Fahrbahn, z.B bei Kilometer 11,5, wo die Straße die Hangseite wechselt und die Rotja quert. Kurz vorher biegt links ein schmaler geteerter Fahrweg ab, dessen Ziel ich nicht kenne. Er scheint mir allerdings die einzige Möglichkeit für die bestehende Verbindung zum Coll de Jou zu sein, die im weiteren Verlauf allerdings zur Schotterpiste wird, wovon wir uns von oben vergewissert haben.
Bei Km 12,2 erreichen wir dann das Örtchen Py (1012 m), den letzten Ort vor der Passhöhe. Im Ort wird die erste Doppelserpentine durchfahren, bevor wir am Restaurant-Café der Ausschilderung nach Mantet nach links folgen. Py ist ein kleines, verschlafenes, sehr schön anzuschauendes Nest mit einheitlich rot bedachten Natursteinhäusern, das man in der Folgezeit noch häufig von oben sieht.
In Py verlässt die Straße den Flusslauf der Rotja und begibt sich in den südwestlichen Hang. Betrug die Steigung bis zum Ortseingang von Py durchschnittlich nur magere 4,6%, so fängt sie dort an, ernst zu machen: die weiteren 9,1 km bis zum Pass weisen eine beachtliche Durchschnittssteigung von 8,2% auf. Nach den nächsten beiden der nun noch folgenden 12 Kehren zieht die Steigung teilweise auf 13% an. Auch das landschaftliche Erlebnis wird immer intensiver. Der Blick zurück eröffnet jetzt den Blick auf die Ausläufer des Canigou-Massivs, das sich zusehends über die grünen Hänge des schmalen Tals schiebt, aus dem wir uns immer weiter emporschrauben. Bei Km 16 auf 1314 m geht die Straßenbreite inmitten eines 2 km langen Steilstücks auf eine Fahrspur zurück - spätestens hier wähnt man sich im Nirgendwo. Uns kam ab Py nur ein Auto entgegen - ein Kleintransporter, an dem kaum vorbeizukommen war.
Ab Py verhält sich die Steigung sehr sprunghaft: steile und sehr steile Passagen wechseln sich schnell ab. Die zwischen den Kehren wechselnden Ausblicke helfen aber, die aufsteigende Erschöpfung zu verdrängen - und so ist es eine Stimmung zwischen Dankbarkeit und leiser Enttäuschung, dass uns bei Km 20,6 die letzte der 14 Kehren nach links über die 900 m lange Schlusssteigung zum Pass führt.
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Von Jan – Aus Mantet führt der Anstieg über vier Kehren, deren erste sich noch im Ort befindet, bei relativ konstanter Steigung zum Pass. Die Kehren staffeln sich schön über den Ort, so dass man ihn immer im Blick hat.
Eine interessante Beobachtung in der zweiten, nach rechts führenden Kehre ist die Tatsache, dass der Zugang zum Ort Mantet nicht über das Tal des links unter uns liegenden Flusses Mantet erfolgt, über das von der N116 kommend kein Pass zu überwinden wäre. Durch dieses Tal aber führt nur ein Wanderweg zum Ort, der knapp oberhalb von Olette (627 m) seinen Ausgang nimmt.
Von der auf den Pass zuführenden Geraden kann man nach der letzten Kehre den Ort gut überblicken. Etwas außerhalb liegt links die oben angesprochene Biokäserei.
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