Col de Montgenèvre (1860 m)

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Col de Montgenèvre (1860 m)
Passo del Montginevro

Alpen, Cottische Alpen, Provence-Alpes-Côte d'Azur, Piemont.
Blick auf Montgenèvre vom Janus, dahinter der Mt. Chaberton
Der Mongenèvre ist eine der Hauptverbindungen zwischen Frankreich und Italien, und davon wahrscheinlich die einfachste, da am niedrigsten und kürzesten. Er verbindet Briançon mit Cesena Torinese, von wo man über Susa oder Sestrière nach Turin und weiter in die Poebene gelangt.
Die nördlicheren Verbindungen über die Alpen sind der nahe und etwas abseits gelegene kleine Col de l’Echelle nach Bardoneccia; danach muss man dann schon bis zum Col du Mont-Cenis weiterfahren. Weiter südlich lauert mit dem Colle dell’Agnello einer der höchsten Alpenpässe, um beide Länder zu verbinden.
Wie es sich für eine Hauptverbindung gehört, ist der Verkehr teilweise fürchterlich, was den Schönheitseindruck doch etwas schmälert. Eines wird hierbei offensichtlich: trifft man an den französischen Pässen relativ wenige und darüberhinaus meist Motorradfahrer, die sicherlich unsere Passleidenschaft teilen und „normal” unterwegs sind, so hat man hier wesentlich mehr italienische Vertreter, die mal wieder Rennfahrer spielen müssen. Was durch das viele Getöse und die gefährliche Überholmanöver kompensiert werden soll, hat die Psychologie leider noch nicht zur Gänze entschlüsselt (Theorien gibt es ja ein paar...).
Oben am Pass herrscht auch reger Betrieb, befindet sich die Passhöhe doch mitten im großen Skiort Montgenèvre. Hier begrüßt uns zwar stolz das „village fleuri”-Zeichen, großartige Unterschiede zu anderen Skiorten konnte der Autor jedoch nicht feststellen. Zumindest für eine vielfältige Verpflegung ist hier natürlich ausreichend gesorgt.
Noch ein Wort zur Höhe: laut Karte 1854 m, laut Passschild 1860 m. Dies mag an dem recht neu aussehenden Tunnel liegen, welcher die Autofahrer unter der Passhöhe hindurchgeleitet, welche dadurch wohl ein paar Meter gewonnen hat.

Durch seine geringe Höhe wurde der Montgenèvre schon zu Römerzeiten benutzt und selbst für Hannibals Alpenüberquerung fällt häufiger dieser Name, wenngleich wohl der Col de Clapier südlich des Mont-Cenis aktuell von den Historikern favorisiert wird, hier gibt es aber keine Straße.
Landschaftlich am Fuß des berüchtigten Mont Chaberton, auf der französischen Seite zudem mit schönen Blicken zum Janus und ins Vallée de la Clarée, kann man sich nicht beschweren, zumal einige schöne Serpentinen für Kurzweil sorgen. Wenn wenig los ist, kann eine Fahrt über diesen Pass durchaus ganz schön sein – mit ein bißchen mehr Zeit ist der Col de l’Echelle aber auf jeden Fall zu bevorzugen.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Westauffahrt von Briancon12,2 km570 HmSchön: 2 SterneHart: 2 Sterne
Ostauffahrt von Cesena Torinese8,2 km500 HmSchön: 2 SterneHart: 2 Sterne

Westauffahrt von Briancon  12,2 km / 570 Hm Schön: 2 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Westauffahrt von Briancon
Ausgangspunkt für diese Beschreibung ist der Kreisverkehr am nordwestlichen Ende von Briançon auf ca. 1260 m Höhe. Hier vereinigen sich die D1091 vom Lautaret, die D902 vom Izoard und die N94 von Guillestre her kommend. Falsch fahren kann man nicht, immer Richtung Turin und Mongenèvre.
Durch Briançon steigt die Straße (N94) dann für einen Kilometer mit 5 % an, und am Ortsausgang hat man einen schönen Blick auf die nahe liegenden Fortanlagen der Stadt. Hoch oben sieht man ab jetzt auch die Kasernen auf dem Janus und das Fort de l’Infernet.
Noch in Briançon wird es dann fast eben, und es folgen dann tatsächlich 3 km, wo praktisch keine Höhe gewonnen wird. Bei der Kreuzung nach La Vachette und weiter ins Vallée de la Clarée und zum Col de l’Echelle beginnt dann nach minimaler Abfahrt auf ca. 1350 m Höhe der eigentliche Anstieg zum Pass.
Es handelt sich ab hier um einen richtigen Passanstieg, d.h. die breite Straße steigt jetzt kontinuierlich ohne Flachstücke für 8 km und knapp 500 Hm durch einige Kehren nach oben. Hierbei sind die ersten zwei Kilometer bei durchschnittlich 5 % die leichtesten, aber auch die nächsten 5 Kilometer durch einige größere Serpentinen hindurch sind nicht wesentlich steiler, meist um die 6–7 %.
Erst wenn man das Ortsschild von Mongenèvre bereits sieht, folgt noch ein steilerer Kilometer. Bis in den Ort hinein bei um die 8 % werden jetzt auch mal kurz 10 % geknackt. Dieses schwierigste Teilstück endet dann an einem Kreisverkehr. Hier führt der nur für KFZ befahrbare Tunnel unter der Passhöhe hindurch nach Italien. Radfahrer müssen die nächste Ausfahrt nehmen und erreichen dann noch leicht ansteigend den Col de Montgenèvre mitten im gleichnamigen Ort.
Wer ruhigere Momente erwischt, kann eine recht angenehme Passfahrt erleben, wer hier jedoch im Hauptverkehr zwischen Motorrädern, Wohnmobilen und Lastwagen nach oben fahren muss, hat das Mitgefühl des Autors.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Tobe Mail an Absender1 h 01 m 00 s29.07.2009
stb72 Mail an Absenderohne Zeit24.08.2008
radiaktiv Mail an Absenderohne Zeit13.08.2011
gyorgyigabor Mail an Absenderohne Zeit06.07.2005
zahnkranz60 Mail an Absenderohne Zeit05.07.2011
Berni89 Mail an Absenderohne Zeit20.07.2011
Kurz und Flach Mail an Absenderohne Zeit24.06.2011
greyback58 Mail an Absenderohne Zeit12.08.2007
mariri Mail an Absenderohne Zeit14.07.2010
FranzHacki Mail an Absenderohne Zeit17.07.2001
puncheurkiel Mail an Absenderohne Zeit18.07.2007
Owingerjan Mail an Absenderohne Zeit25.08.1996
Grimpeur Mail an Absenderohne Zeit28.08.1999
alpentoni Mail an Absenderohne Zeit27.07.2002
schollrich Mail an Absenderohne Zeit21.08.2008
KenR Mail an Absenderohne Zeit16.09.2004
AlpenFan Mail an Absenderohne Zeit25.06.2009
Zetman Mail an Absenderohne Zeit18.05.2012

Ostauffahrt von Cesena Torinese  8,2 km / 500 Hm Schön: 2 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Ostauffahrt von Cesena Torinese
Der Ausgangspunkt der östlichen Passroute ist das italienische Grenzstädtchen Cesena Torinese. In östlicher Richtung liegt der Anstieg hinauf in den Skiort Sestriere. Wir verlassen Cesena Torinese auf der SS24 jedoch in westlicher Richtung, in Richtung Frankreich. Der Anstieg beginnt am Ortsausgang auf einer Höhe von ca. 1350 Metern, vor uns liegen 8,2 km bei durchschnittlich 6 % Steigung.
Auf einer gut asphaltierten, breit ausgebauten und damit leider auch stark befahrenen Straße (vor allem für Wohnwagenfahrer scheint dies eine beliebte Transitstrecke zu sein, zumindest war es im August 2008 so) erklimmen wir die ersten Kilometer. Hier, im unteren Teil des Anstiegs, liegen die steilsten Passagen. Kurzzeitig zeigt der Tacho 10 % an, in der Regel liegt die Steigung allerdings zwischen 5 und 8 %. Nach 2,5 km durchfahren wir den ersten Tunnel, und nach weiteren 1,5 km folgen kurz nacheinander zwei Galerien. Die Tunnel auf der Strecke sind gut ausgebaut und beleuchtet, trotzdem kann eine Rückleuchte nicht schaden, um von den überholenden Pkw besser gesehen zu werden.
Nach insgesamt 5,7 km biegen wir bei Clavière rechts in einen Tunnel Richtung Francia ab. Der Tunnel steigt auf einer Länge von 1,3 km leicht an (1 bis 3 %). Kurz nach der Tunnelausfahrt erreichen wir Frankreich, die Straße heißt fortan N94. Die Steigung übersteigt jetzt die 4 % nicht mehr, und so erreichen wir zügig nach nur gut einem Kilometer den Ortseingang von Montgenèvre.
Auf dieser Strecke von Italien kommend ist nirgends ein Passschild zu entdecken (vielleicht aufgrund der Streckenführung durch den Tunnel), so dass das Ortseingangsschild den Endpunkt des Anstiegs markiert. Der Altimeter im Tacho zeigt hier eine Höhe von 1840 Metern an, so dass zum eigentlichen Pass 20 Meter fehlen.
Die Abfahrt nach Briançon auf gut ausgebauter Straße birgt keinerlei Schwierigkeiten. Einzig der rege Verkehr, der schon beim Aufstieg unangenehm war, nervt.
Da der Col de Montgenèvre landschaftlich eher unspektakulär und aufgrund des Verkehrs eher unangenehm zu fahren ist, gehört er sicher nicht zu den Alpenpässen, die einem in bester Erinnerung bleiben.
Für die Beschreibung danken wir BergWolf Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.BergWolf Mail an Absender0 h 42 m 00 s09.08.2008
Flachlandtiroler Mail an Absender0 h 42 m 00 s09.08.2008
3.haiwire Mail an Absender0 h 50 m 00 s29.08.2011
danielhauser Mail an Absenderohne Zeit07.09.2003
radiaktiv Mail an Absenderohne Zeit13.08.2011
gyorgyigabor Mail an Absenderohne Zeit30.07.2006
zahnkranz60 Mail an Absenderohne Zeit05.07.2011
Kurz und Flach Mail an Absenderohne Zeit24.06.2011
conadmerlot Mail an Absenderohne Zeit04.09.1999
tommi Mail an Absenderohne Zeit31.07.2003
ron_pordoi Mail an Absenderohne Zeit28.06.2008
schrotar Mail an Absenderohne Zeit15.07.2008
Zetman Mail an Absenderohne Zeit18.05.2012