Col de Sarrasset (825 m)
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DLRF: 2
Col de Sarrasset (825 m)
Zentralmassiv, Rhône-Alpes.
Der Col de Sarrasset befindet sich im Department Ardèche an der Kreuzung der gut ausgebauten D122, der schmalen D256 und der noch engeren C6. Namensgebend ist ein gleichlautender Ort, der sich hier an der Kreuzung befindet. Dieser besteht aber zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Beschreibung lediglich aus exakt zwei Häusern und einem Bauernhof, so dass wir hierauf nicht näher eingehen müssen.Wer auf der D122 aus Osten kommend in Richtung Mézilhac unterwegs ist, wird den Pass wohl kaum wahrnehmen, denn in dieser Region hat es den Anschein, dass fast jede Kreuzung mit Aussicht ein Passchild spendiert bekommt. Für uns als pässesuchende Radfahrer ist es hier somit ein leichtes, die Palmarès signifikant zu erweitern. Trotzdem findet man hier mit der Südanfahrt über Gourdon eine sehr schöne Strecke, die es sich auch ungeachtet aller Passschilder zu befahren lohnt.
Für die Beschreibung danken wir paelzman 

Liste der Auffahrten
| Südanfahrt aus Saint-Privas | 21,3 km | 971 Hm | ![]() | ![]() |
Südanfahrt aus Saint-Privas 21,3 km / 971 Hm

Wir beginnen am südlichen Rand von Saint-Privas, das unweit der Stadt Aubenas liegt, an der D259. Den Startpunkt erreichen wir entweder aus Osten kommend von der vielbefahrenen D104, von Westen einfallend aus Ucel oder dem nördlichen an der Ardèche gelegenen Teil von Aubenas.Mitten im Ort befindet sich nun ein Abzweig in nördlicher Richtung nach Saint-Julien-de-Serre, dem wir sogleich folgen. Bis zu diesem Ort legen wir gute 3 km bei angenehmen 5 % Steigung zurück. Wir haben hier noch nicht das Gefühl, dass wir in der Steigung drin sind, da am Wegesrand immer wieder Häuser stehen und noch kein so rechtes Pässegefühl aufkommen will. An der einzigen Kreuzung des Orts folgen wir der D256 scharf rechts nach Gourdon. Beim Verlasen des Ortes erreichen wir nun einige Serpentinen, doch zu allem Überfluss verlieren wir wieder fast 100 der gewonnen Höhenmeter.
Nach gesamten fünf absolvierten Kilometern geht es dann aber endlich los! Einige schöne Serpentinen in dichtem Wald bilden den Auftakt der „richtigen“ Steigung, und sofort fühlen wir uns in unserem Element. Die 5 % Steigung tun uns nicht allzu weh, während wir den kleinen Ort Marconnave passieren.
Nach 9 km verlassen wir den Wald und erreichen eine offene Feld- und Wiesenlandschaft, in der wir einige wenige Höhenmeter in einer Senke verlieren. Durch viele enge Kurven pendeln wir uns ab dem zehnten Kilometer der Reise wieder auf die bekannten 5 % ein und lassen sogleich den Abzweig nach St.-Michel-de-Boulogne rechts liegen.
Nach 12 km hat uns der Wald wieder, und mit dem Erreichen von Le Venet nach 13,5 km ändert sich der Charakter der Steigung. Wir befinden uns nun am oberen Rand eines engen Tals, das der kleine Fluss LOize geformt hat. Bis zum Ort Gourdon, der sich nach insgesamt 17,5 km am Ende des Tals befindet, verringert sich die ohnehin schon sehr angenehme Steigung noch ein wenig. Nach Meinung des Autors, der solche Täler gerne mag, ist dies der landschaftlich schönste Abschnitt.
Erfahrene Bergfahrer ahnen sicher schon was jetzt folgt… genau – am Ende eines Tals folgen die Serpentinen, nach denen wir uns alle so sehnen! In der Tat ist dieser Abschnitt der spektakulärste, während wir auf einer engen Straße und noch engeren Kurven einen Bergrücken erklimmen. Immer wieder schauen wir hier weit über die tiefen umliegenden Täler, und kurz vor der Kreuzung auf dem Bergrücken erblicken wir schlussendlich das Passschild.
Die beschriebene Anfahrt taucht sicher in keinem Ranking auf einem vorderen Platz auf, doch ist sie trotzdem überaus lohnenswert. Nach einem zähen Beginn ist sie sehr abwechslungsreich, da alle paar Kilometer die Landschaft wechselt (was typisch für die Region ist), und nur sehr geringer Verkehr auf gutem Belag zu erwarten ist. Als Abfahrt ist die Strecke allerdings wegen der Enge der Straße nur bedingt empfehlenswert. Wer direkt zurück nach Saint-Privas will, hat aber auch keine richtig gute Alternative, da die D122 mit der grausig stark befahrenen D104 noch viel weniger reizvoll ist.
Für die Beschreibung danken wir paelzman 








