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Col des Annes (1723 m)

IMG 1093.

Auffahrten

Von majortom – Im Ortszentrum von Le Grand-Bornand gibt es eine zentrale Kreuzung, wo die D4 in Richtung Col de la Colombière scharf nach links abknickt und sofort an Höhe gewinnt. An dieser Kreuzung fahren wir zum Col des Annes – von St.-Jean-de-Sixt kommend – einfach geradeaus. Neben einigen Ferien- und Bauernhaussiedlungen ist auch der Col ausgeschildert. Die ersten 4,8 km bis zur Siedlung Les Plans führen noch entlang des hier nur sehr sanft ansteigenden jungen Borne-Tals – wir gewinnen lediglich 132 Hm auf diesem ersten Abschnitt. Dabei radeln wir mehr und mehr in einen Talkessel hinein, der in der Chaîne des Aravis (die sich imposant vor uns auftürmt) ein jähes Ende findet.
Vorher zweigen wir jedoch in Les Plans links auf eine schmale Straße ab, die sofort deutlich an Höhe gewinnt. Geradeaus würde eine weiter Straße noch ein kurzes Stück weiter ins Tal hinein führen. Wir jedoch schrauben uns parallel zum Hang in die Höhe. Am Südhang ohne schattenspendenden Wald sind wir hier im Sommer gnadenlos der Sonne ausgesetzt.
Eine Serie von Kehren lockert die Auffahrt etwas auf, die uns vor allem durch ständige Rhythmuswechsel das Leben schwer macht. Rampen von 13 % sind immer mal wieder durch kurze Flachstücke unterbrochen, und der Asphalt ist eher holprig, was uns das Vorwärtskommen auch nicht gerade erleichtert. Die Ferienappartements von Grand-Bornand sind inzwischen Bauernhäusern gewichen, praktisch an jedem Haus wirbt ein Schild für Direktverkauf von Reblochon – dem bekannten savoyardischen Käse.
Nach sechs Kehren geht es dann weiter ein Seitental hinauf, mit immer noch sehr unregelmäßer Steigung. Die Berge der Aravis-Kette scheinen immer näher zu rücken, und zur Linken sehen wir nun Skipisten und -anlagen des Skigebiets von Grand-Bornand. Nach und nach wirkt die direkte Umgebung immer alpiner, und schließlich sieht man nach einer Rechtskurve zum ersten mal die Passhöhe, die allerdings von hier noch ziemlich weit entfernt scheint. Ob man das als motivierend oder demotivierend empfindet, hängt wohl von der eigenen Sichtweise ab.
Bei Kilometer 9 können wir uns auf einem Flachstück mal kurz erholen, dann jedoch geht – durch karge alpine Wiesen hindurch – das alte Spiel mit der raschen Abfolge von steilen Rampen wieder los. Tendenziell sind im oberen Teil die Maxima etwas höher als noch weiter unten. Man kann sich jedoch am immer beeindruckenderen Panorama erfreuen, dominiert von der Pointe Percée, dem kegelförmigen höchsten Berg der Aravis-Kette.
Die Häuser an der Passhöhe kommen so immer näher, und wir erreichen schließlich die Schlussrampe dort hinauf. Hier verlaufen mehrere Wasserabflussrinnen über die Straße, auf die wir insbesondere bei der Abfahrt achten sollten! Auf 1723 m Höhe stehen wir dann am Passschild, das mitten in der kleinen Siedlung steht. An sonnigen Wochenendtagen parken hier sicher massenweise Ausflügler, die entweder von hier aus zu einer Wanderung starten oder aber in einem der beiden Restaurants auf der Terasse sitzen. Für die einsame, idyllische Auffahrt ist es fast ein bisschen viel Trubel hier oben... davon sollte man sich jedoch nicht abhalten lassen, nun in aller Ruhe das herrliche Alpenpanorama zu genießen.

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00:58:00 | 07.08.2017
tgi
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