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Col des Balistres (165 m) Coll dels Belitres, Cap Cerbère

Die wenig spektakuläre Passhöhe.

Auffahrten

Von majortom – Der Startort Argelès ist mehr oder weniger willkürlich gewählt, ist aber der letzte Ort in der Ebene vor den Pyrenäen und erscheint dem Autor somit als Ausgangspunkt am geeignetsten. Man durchfährt Argelès, muss dann aber am Ortsausgang aufpassen, nicht auf die Nationalstraße zu geraten, die für Radfahrer gesperrt ist. Vielmehr muss man die D114 Richtung Collioure erwischen, die auch als Radweg ausgeschildert ist. Praktisch sofort geht es bergauf, und man schraubt sich hinauf in die letzten Pyrenäenausläufer. Kurz darauf folgt jedoch schon wieder die Abfahrt nach Collioure.
Dieses Spiel geht nun weiter, während man sich an den Ortschaften entlang hangelt. Es folgen Port-Vendres und Banyuls-sur-mer (nach 9,5 bzw. 16 km), beide auf malerische Weise in kleine Buchten gequetscht und weit den Hang hinauf gebaut. Die Yachthäfen und Bars an der Hauptstraße deuten an, dass es sich um touristisch erschlossene Badeorte handelt. Zwischen den Orten muss man immer einen Höhenzug überwinden, und man fährt durch wunderschöne Weinberglandschaften, rechts die Pyrenäen, links das (bei schönem Wetter) blau glitzernde Mittelmeer.
Schließlich erreicht man Cerbère (26 km), den letzten Ort vor der Grenze, und fährt ein letztes Mal wieder auf Meereshöhe hinab. In drei weiten Serpentinen, die wieder einmal einen grandiosen Ausblick Richtung Pyrenäen, über das Meer und auf den Verladebahnhof von Cerbère bieten, strebt man dem höchsten Punkt der Küstenstraße entgegen. Die Steigung ist nur mäßig, und man sollte ohne Probleme den Grenzübergang und somit auch die Passhöhe erreichen. Der ehemalige Grenzposten ist hier zwischen die Felsen gequetscht, viel mehr Platz wäre auch gar nicht, und ein schlichtes Schild kündigt an, dass man sich nun in España befindet.
Weiter geht es, schon wieder in rasender Abfahrt, nach Portbou, dem ersten Ort auf spanischer Seite. Dass sich hier ein Schnapsladen an den nächsten reiht, scheint darauf hinzudeuten, dass diese Güter in Spanien wesentlich erschwinglicher sind als in Frankreich. Auf den verbleibenden 15 km nach Llança wären theoretisch wiederum einige Höhenzüge zu überwinden, die Spanier haben sich aber statt einer am Hang gebauten Straße für Tunnels entschieden, so dass sich hier nicht mehr viele Höhenmeter ansammeln. Beleuchtung wäre jedoch empfehlenswert. Es scheint auch eine alte Passstraße an den Tunnels vorbei zu geben, über diese hat der Autor jedoch keine weiteren Informationen.
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01:00:38 | 03.09.2009
Jochen40
Dolce Vita
Von Flugrad – Die eigentliche Südanfahrt zum Grenzpass beginnt im spanischen Grenzort Port Bou, analog zur Beschreibung der französischen Nordanfahrt sei aber als Ausgangspunkt der größere Ort Llancà gewählt. Somit lässt sich nicht nur das Vergnügen eines kurvenreichen Auf-und-Ab auf der Küstenstraße verlängern, sondern es ergibt sich – sofern man die sehr zu empfehlende Tunnelumfahrungsvariante zwischen Colera und Port Bou wählt – auch noch eine Vorpassbefahrung (die sogar etwas höher liegt als der Grenzpass) mit herrlichen Ausblicken aufs Meer und die zerklüftete Küste.

Wir starten also in Llancà an der Ampelkreuzung. Links geht es zum Bahnhof, rechts in den Ort, zum Hafen und in Richtung el Port de la Selva. Wir fahren geradeaus auf der recht breit ausgebauten N 260 Richtung Colera-Port Bou. Die Straße dient, anders als ihre Klassifizierung vermuten lässt, so gut wie nicht mehr dem Transitverkehr, sondern praktisch nur noch dem lokalen (Tourismus-)Verkehr.
Durch eine Siedlung entlang der Bahia de Grifeu steigt die Straße sanft an. Doch bald schon verlieren wir die Höhenmeter wieder und umrunden eine Bucht. Nach wiederum kurzem Anstieg geht es in ein Seitental hinunter. An der folgenden Kreuzung geht es nach rechts in den Ortskern von Colera. Bis hierher haben wir gut 6 km und 125 Hm auf dem Konto. Wir fahren geradeaus und passieren, wieder einige Höhenmeter gewinnend, den nördlichen Ortsrand von Colera.
Nach etwa einem Kilometer stehen wir vor der entscheidenden Frage: machen wir uns das Leben leicht und fahren geradeaus, flach und faul durch die neuen Tunnels, oder rechnen wir uns zu den Gefahrgütern. In diesem Fall folgen wir der entsprechenden Beschilderung schräg links aufwärts auf der alten Straße. In diesem Fall haben wir den schwereren aber ungleich schöneren Weg ausgesucht. Links oben sehen wir schon unseren ersten Hochpunkt, den wir auf über 200 m Höhe nach drei ausladenden Serpentinen erreichen. Die Ausblicke entschädigen für den Schweiß allemal.
Und es geht gleich wieder abwärts: unter uns liegt der spanische Grenzort Port Bou in einer engen Bucht. Kurz vor dem Ortseingang treffen wir wieder auf die neue Straße. Port Bou ist ja schon ausreichend beschrieben. Wir durchqueren den Ort – entweder auf der winkligen Straße oder auf der Uferpromenade. Unmittelbar danach folgt der finale Anstieg: in weitem Rechtsbogen gewinnen wir entlang der Bucht bereits tüchtig an Höhe, dann nach einer Kehre fahren wir an einer Tankstelle linksdrehend bis zur Passhöhe. Auf der gesamten Strecke können wir die Bucht, den Ort und den großen Grenzbahnhof überblicken.
Oben erinnert eine Gedenktafel an die finsteren Zeiten des Spanischen Bürgerkrieges, als Zigtausende auf der Flucht vor dem Franco-Faschismus hier die rettende französische Grenze überquert haben.

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