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Col des Glières (1440 m) Plateau des Glières

IMG 0819.

Auffahrten

Von majortom – Die Westauffahrt zum Col des Glières wird geprägt von den imposanten Felsen der Montagne de Sous-Dine, die den vom Bach Fillière gebildeten Talkessel umschließen. Am Eingang in eben jenen Talkessel liegt der Ausgangspunkt Thorens-Glières, seinerseits wieder überragt von einem mehr oder weniger bekannten Schloss. Hier folgen wir der Ausschilderung in Richtung Plateau des Glières.
Zunächst passieren wir also den Eingang in den Talkessel, der rechts und links von hohen Felsen begrenzt wird. Dahinter öffnet sich das Tal wieder, und wir können bei kaum spürbarer Steigung weiter ins Tal hinein rollen. Die schroffen Felsformationen und die Kuhglockenidylle im Talgrund bieten uns ein sehr gegensätzliches Bild. Erstes Zwischenziel ist dann der Ort Usillon (3,4 km), bislang haben wir erst knapp unter 100 Hm gewonnen.
Mit dem Ortsausgang von Usillon geht dann der Anstieg richtig los. Die Straße wird deutlich schmaler und führt nun links den Hang hinauf. Eine Serie von zwei Serpentinen lässt uns nun rasch an Höhe gewinnen und serviert uns gleichzeitig einige schöne Ausblicke auf das Tal hinter uns. Dann geht es weiter am Hang entlang, während sich über uns ein Felsgipfel mit dem schönen Namen La Tête („der Kopf“) auftürmt.
In diesem Abschnitt lagen die Steigungswerte bislang meist zwischen 8 und 10 Prozent, wobei es Ausreißer eher nach oben als nach unten gibt. Diese recht regelmäßige, anspruchsvolle Steigung wird auch im nächsten Abschnitt beibehalten, als wir uns über einen Serpentinenhang weiter dem Ziel näheren. Acht Kehren sind zu durchfahren, jedoch meist im dichten Wald gelegen, so dass nur sporadisch mal der Blick in Richtung Westen frei ist, wo man die letzten Alpenausläufer des Gebiets zwischen dem Bornes-Massiv und dem schon am Genfersee gelegenen Mont Salève sehen kann. Im Sommer jedoch sollten wir den Wald zu schätzen wissen, da der Westhang am Nachmittag stark der Sonne ausgesetzt ist.
Die Gerade nach der achten Kehre – von ganz unten aus gezählt der zehnten – führt uns schließlich zu einem ersten Hochpunkt (11,4 km, 1404 m Höhe), auf Karten oft als Col de Collet bezeichnet. Mittels eines Schildes heißt uns das Plateau de Glières willkommen.
Damit ist der eigentliche Anstieg überwunden. Es geht nun in eine kurze Zwischenabfahrt, doch wir verlieren nur wenige Höhenmeter. Die Straße führt noch an einer imposanten Felswand entlang, dann haben wir die Hochebene wirklich erreicht – und können uns nun vielleicht vorstellen, warum sich die Widerstandskämpfer 1944 hierher zurückgezogen hatten, denn das Plateau ist tatsächlich nur sehr schwer zugänglich. In Fahrtrichtung reichen die Blicke nun bis auf das Plateau de Salaison auf der anderen Seite des Bornes-Tals, und bald kommt – bei höchstens mäßiger Steigung – auch die Passhöhe mit dem Monument in den Blick (14,0 km, 1440 m Höhe).

Um von hier aus ins Borne-Tal abzufahren, und als nächstes beispielsweise den Col de la Colombière unter die Räder zu nehmen, müssen wir allerdings zuerst das Schotterstück über den hinteren Teil des Plateaus überqueren. Auch ist die enge, holprige, steile Straße hinab Richtung Petit-Bornand nicht unbedingt als Abfahrt zu empfehlen, da man hier ständig nur am Bremsen ist. So ist es auch verständlich, wenn man den Col des Glières nur als Stichstraße fährt, oder – gewissermaßen der Tipp für die „Echten Steiger“ – in der anderen Richtung überquert.

6 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:55:09 | 13.07.2013
Jabba
Mittlere Zeit
00:59:35 | 24.07.2013
elmi
Dolce Vita
01:00:54 | 12.07.2014
Jabba
Von majortom – Die Auffahrt beginnt am Abzweig von der im Borne-Tal verlaufenden D15, etwa zwei Kilometer flussaufwärts des Ortes Le Petit-Bornand-Glières. Die Route durchs Borne-Tal nach St.-Jean-de-Sixt dient – nebenbei bemerkt – gewissermaßen als Zubringer zum Col des Aravis und ist dabei die leichtere Alternative zum parallen verlaufenden Col de la Colombière. Beispielsweise vom Genfer See aus kommend lässt sich der Col des Glières somit in eine schöne Runde einbauen, die auch den landschaftlich sehr beeindruckenden Abschnitt der Gorges du Borne kurz vor Austritt des Flusses ins deutlich weitere Arve-Tal enthält.

An der Abzweigung ist das Plateau des Glières ausgeschildert, wir überqueren eine Brücke über den Fluss und fahren nun ein kurzes Stück wieder flussabwärts. In einer kleinen Siedlung folgen wir nach 700 m einfach dem Hauptweg – die Bezeichnung „der Hauptstraße“ wäre bei dem einspurigen Sträßchen wohl nicht ganz angebracht. Eine rasche Folge von drei Kehren bringt uns aus der Siedlung heraus, und am Westhang des Tales gewinnen wir zunächst bei höheren einstelligen Prozentwerten an Höhe.
Richtig bitter wird es dann nach insgesamt etwa 2,1 km, wenn die Steigungswerte nun dauerhaft die 10-Prozent-Marke durchbrechen. Auf nach wie vor schmaler, idyllischer Straße kämpfen wir uns nun aufwärts und bekommen immer wieder schöne Ausblicke hinunter ins Tal und auch in Richtung des Aravis-Massivs serviert. Weitere Kehren gestalten die Auffahrt auch schön abwechslungsreich, der eine oder andere Wasserfall sorgt für einen entsprechenden Romantik-Faktor.
Bei Kilometer 5 sorgt dann eine kurze Flachpassage für die lange erwartete Erholung, haben uns doch auf dem vorangegangenen Abschnitt immer wieder Rampen von bis zu 15–17 % das Leben schwer gemacht. Doch auch der kurze flache Abschnitt von etwa 300 m ist vergessen, wenn sich direkt im Anschluss die nächste Rampe – erneut deutlich im zweistelligen Prozentbereich – vor uns aufbaut. Auf dieser 1,5 km langen Schlussgeraden bis zum Asphaltende heißt es dann noch einmal die Zähne zusammenzubeißen.
Asphaltende? Ja, die letzten 1,3 km sind auf durchaus rennradtauglicher Naturstraße zurückzulegen. Glücklicherweise sind wir da aber auch schon auf dem Plateau angelangt und können auf flachem bis welligem Terrain über die Hochebene rollen. Die Landschaft hat inzwischen einen kargen, alpinen, felsigen Charakter. Schließlich treffen wir am Col des Glières wieder auf Asphalt – die Westrampe von Thorens-Glières ist vollständig asphaltiert. An der Passhöhe befindet sich neben einem großen Parkplatz für die Wanderer oder Skilangläufer auch ein Restaurant, welches wir jedoch nicht getestet haben. Das Monument für die Résistance, eine Skulptur, die eine Sonne in einer großen Hand darstellen soll, können wir vom Parkplatz aus bewundern.

5 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
Mittlere Zeit
01:06:00 | 15.07.2018
Lucien van Impe
Dolce Vita
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