Col des Hayes (887 m)
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Col des Hayes (887 m)
Vogesen, Lorraine (Lothringen).AP
hat es in seiner Beschreibung zum Col de la Croix des Moinats bereits auf den Punkt gebracht: bei der Region des oberen Mosel- und Moselottetals handelt es sich um ein wahres Paradies für Pässefahrer. Die zahllosen asphaltierten Wirtschaftssträßchen, mit denen die Höhen insbesondere um die Orte Saulxures, Cornimont und La Bresse erschlossen sind, bieten eine derart große Zahl von Kombinationsmöglichkeiten auf engstem Raum, dass einem beim Routenplanen ganz schwindelig wird. Am bestem, man besorgt sich einen Satz der blauen IGN-Karten im Maßstab 1:25000 – damit ist man vor Überraschungen gewappnet und bemerkt nebenbei noch so manch schönes Detail mehr am Straßenrand!Große Namen darf man hier natürlich nicht erwarten, dafür stehen die Berge schon zu sehr in der zweiten und dritten Reihe. Hinsichtlich ihrer Schönheit können sie jedoch problemlos ganz vorne mitspielen, ganz zu schweigen vom Fahrgenuss auf einer einspurigen, wenig frequentierten Straße. Eine Region, wie geschaffen auch für ehrgeizige Rennrad-Väter, die ihrem hoffnungsvollen Nachwuchs relativ risikofrei die erste richtige Passfahrt schmackhaft machen wollen. Dabei bleiben die „Vogesen-Riesen” stets im Blickfeld – der eine oder andere ist dabei problemlos in die geplante Runde zu integrieren.
Der Col des Hayes ist ein typischer Vertreter dieser Art von Pässen. Er verbindet Saulxures im Moselottetal (467 m Höhe) mit dem hübschen Hochtal von Presles, das zur Gemeinde von Basse-sur-le-Rupt gehört, und stößt dort auf die Westanfahrt zum Col de la Croix des Moinats. Die Nordrampe von der Bachbrücke an der Ferme de Closfaing ist knackig, misst jedoch leider nur 74 Hm. Mittels einer Anfahrt von Vagney könnte sie allerdings auf solide 500 Hm erweitert werden.
Unser Übergang befindet sich zwischen der unbedeutenden Waldkuppe des Pechin und der markanten Haut du Roc und bietet einen herrlichen Ausblick nach Norden auf die Piquante Pierre und den Rondfaing. Nach Süden schweift der Blick über die lang gestreckten Waldrücken des Géhant und des Homant mit dem markanten Einschnitt des Col de Morbieux dazwischen. Darüber grüßen aus der Ferne: Ballon de Servance (mit Mast) und Ballon dAlsace (links daneben).
Der Name „Hayes” ist mit dem germanischen Wort „Haag” gleichzusetzen und bedeutet Hecke, Hain, aber auch Heu. Sieht man sich hier oben um, wird man erkennen, dass all diese Bezeichnungen ziemlich zutreffend sind. Geologisch Interessierte sollten sich einmal den kleinen Abstecher auf die 1014 m hohe Haut du Roc vormerken. Der Gipfel besteht aus einem isolierten Rest der auf dem Granit des alten Gebirges liegenden Buntsandsteinplatte. Auf dem Sandstein wiederum liegen – im Wald verstreut – große, rund geschliffene Granitblöcke, eindrucksvolle Zeugen der Eiszeiten, die diese Gebiete und vor allem die Täler Hunderte von Metern dick mit Gletschereis überzogen haben.
Für die Beschreibung danken wir bruchpilot 

Liste der Auffahrten
| Südwestauffahrt von Saulxures-sur-Moselotte | 6,5 km | 420 Hm | ![]() | ![]() |
Südwestauffahrt von Saulxures-sur-Moselotte 6,5 km / 420 Hm

Saulxures ist der Talort von nicht weniger als vier mit dem Rennrad befahrbaren Pässen, nämlich Burotte, Hayes, Lauvy und Morbieux. Ein echtes vogesisches Andermatt sozusagen. Die ersten drei sind neben ihren eigenständigen Auffahrten nach zwei Drittel der Strecke noch einmal „querverbunden”, so dass man sich unterwegs sogar nochmal umentscheiden kann! Vom östlichen Rand des lang gestreckten Ortes ist der Abzweig zu Burotte, Hayes und Lauvy mit kleinen Hinweistafeln ausgeschildert. Nach etwas unübersichtlichem Geschlängel durch die Ortsstraßen weisen die Tafeln zum Hayes und Lauvy rechts, zum Burotte geradeaus. Hier am besten trotzdem geradeaus fahren, da man sich zum Col des Hayes ansonsten eine unnötige kleine Zwischenabfahrt einhandelt.
Die Straße zieht nun in weiten Kehren durch die locker mit Wohnhäusern und alten Höfen bebauten Wiesenhänge empor. Dabei werden auf dem ersten Kilometer annähernd 10 % Steigung erreicht. Nach der fünften Kehre zieht die Trasse lange bei gleich bleibend 6 bis 7 % taleinwärts.
Auf exakt 716 m Höhe wird der Linksabzweig zum Col de la Burotte passiert. Kurz dahinter folgt eine echte, gut 600 m lange Verschnauf-Passage, bei der man sich ganz der Aussicht und der herrlichen Landschaft ringsum widmen kann, bevor der Schlussanstieg noch einmal die kleineren Übersetzungsverhältnisse fordert. Bei punktgenau 787 m Höhe zweigt rechts das Sträßchen zum Col de Lauvy ab, wir bleiben aber links und folgen dem Bachlauf über eine ordentlichen Rampe von 10 % Steigung zum Hof von Lansau. Nach einem winzigen Flachstück erreicht man bald darauf, zum Schluss allerdings eher wieder im Wiegetritt, die stille Passhöhe.
Für die Beschreibung danken wir bruchpilot 





