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Col du Chasseral (1502 m)

Blick auf Alpen und Bielersee.

Auffahrten

Von athletic – Gleich nach St. Imier gilt es die Talsohle zu überqueren, um dann das erste Steilstück in Angriff zu nehmen. Bald verlässt man das Tal und verschwindet im kühlen, schattenspendenden Wald. Es empfiehlt sich, diesen ersten Abschnitt nicht zu schnell in Angriff zu nehmen, da man ihn leicht unterschätzen kann (Steigung von >10 %). Nach drei Kehren folgt eine Art Hochebene, die für eine kurze Erholung oder Stärkung (Restaurant bei Les Pontins) gut ist. Nach 5 km geht es bei der Verzweigung (Skigebiet Savagnière) links in Richtung Chasseral. Nun wird die Straße eindeutig schmaler; es handelt sich um eine Art (asphaltierten) Alpweg, der aber an Wochenenden recht stark befahren sein kann (Motorräder...). Hier beginnt das zweite Steilstück, welches wiederum über drei Kehren bis auf eine Höhe von 1427 m führt. Der Wald lichtet sich und weicht mehr und mehr den Wiesen; man kann auch gut die Schneisen erkennen, welche von den Skipisten herrühren. Nach dem Kulminationspunkt folgt eine kurze Abfahrt hinunter in eine Senke und es ist auch bereits der Fernsehturm des Chasseral erkennbar; das letzte Stück ist wieder ein wenig flacher und nach ca. einem Kilometer hat man die Passhöhe erreicht. Bitte keine falschen Erwartungen: es gibt dort nicht einmal ein Schild! Ein kleines Häuschen und eine Tafel lassen erkennen, dass man sich oben auf dem Pass befindet und als Führer von Motorfahrzeugen auch eine Gebühr zu entrichten hat (zum Unterhalt der Privatstraße).
Bei gutem Wetter aber werden die Erwartungen an die Aussicht sicher nicht enttäuscht werden. Die ist phänomenal und reicht mit Glück vom Säntis im Osten bis zum Mont Blanc im Westen.
Rechts geht's hinunter nach Nods (La Neuveville) und links hoch zum Bergrestaurant. Nebst der Aussicht und Verpflegung gibt's hier oft auch Gleitschirm- oder (Modell-)Segelflieger zu bestaunen.
Fazit: wer einmal eine etwas andere, touristisch nicht so überlaufene Gegend wie die Alpen sehen möchte, dem kann ich den Jura wärmstens empfehlen. Nebst dem Chasseral gibt es auf einer Länge von ca. 200 km noch etwa ein Dutzend weitere Pässe, die alle 1000 m – 1500 m hoch sind und es in Sachen Gefälle meist locker mit den Alpenpässen aufnehmen können. Auch die sehr abwechslungsreiche Landschaft ist ein Argument. Von Vorteil ist es, der französischen Sprache mächtig zu sein, da sich der Jura größtenteils in der französischsprachigen Schweiz (Suisse Romande) befindet!

52 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:50:48 | 13.07.2011
aufwaerts
Mittlere Zeit
01:05:00 | 01.07.2010
531
Dolce Vita
01:22:00 | 06.06.2016
winther
Von athletic – Die Südrampe zum Col du Chasseral beginnt eigentlich erst in Nods. Um dorthin zu gelangen muss man allerdings vom Nordufer des Bielersees (430 m) aus zuerst das Plateau de Diesse - eine Ebene auf ca. 800 m - erklimmen. Am direktesten ist dies von Le Landeron, La Neuveville oder Twann aus möglich.
Im Folgenden werde ich mich auf die Anfahrt von Twann beschränken (alle drei Strecken sind vom Profil her ähnlich). Das hübsche Dorf Twann - die schmalen Gassen sind einen Abstecher wert - liegt eingebettet zwischen Hang und See mitten in einem Rebbaugebiet. Praktisch am gesamten Nordufer des Bielersees wird Wein produziert.
Die Straße in Richtung Lamboing führt denn vorerst auch mitten durch die Reben. Schon bald erreicht man aber den Wald, der sich bis an den Rand des Plateaus erstreckt. Die Straße folgt nun oberhalb der wilden Twannbachschlucht dem Gelände, passiert das Restaurant Twannbachschlucht und mündet nach 4 km schließlich ins Plateau. In Lamboing biegt man links ab in Richtung Diesse und Nods (885 m), welches nach weiteren 4 km und nur 60 Hm erreicht wird; auf der ganzen Strecke bietet sich bereits ein weiter Ausblick auf das Plateau selbst und die Alpen (bei guter Sicht).
In Nods beginnt nun der Anstieg zum Chasseral. Nachdem man die steile Dorfstraße hinter sich gelassen hat, macht die Straße zuerst einen Bogen nach Osten und (nach der ersten Kehre) sogleich wieder nach Westen, wobei man eine Zone mit Wochenendhäusern durchquert. Anschließend wird man wieder vom Wald verschluckt und folgt der meist mäßig ansteigenden Straße (~5 %) bis zu einer Kreuzung. Dort muss man rechts am Berg bleiben und weiter an Höhe gewinnen. Das Gefälle erreicht nun 10 % und ist auf den nächsten ca. 3 km sehr konstant. Nach dem Ende des Waldes, einem weiteren Richtungswechsel und insgesamt 16 km kommt die Zahlstelle auf der Passhöhe in Sicht. Nun nimmt man die erholsamen 1,5 km bis zum Bergrestaurant gerne noch in Kauf!

62 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:50:20 | 17.06.1994
mctom
Mittlere Zeit
01:24:00 | 21.07.2010
breis89
Dolce Vita
01:40:00 | 01.08.2014
Len10
Von simsen23 – Beim Kreisel am Ortsrand von Le Landeron zweigt die Straße nach Lignières ab. Nach Unterqueren der Autobahn beginnt der Aufstieg. Die Straße führt erst durch das Dorf und biegt dann rechts in die Rebberge ab. Man erhält einen ersten Ausblick auf den Bielersee. Bei gleichmäßiger Steigung um 10 % geht es in einigen schönen Kurven durch offenes Gelände weiter, später durch lichten Wald.

Nach insgesamt vier Kilometern ist Lignières erreicht und die Straße flacht für die nächsten drei Kilometer deutlich ab. Es bietet sich an, hier von der Hauptstraße links abzubiegen und durch das Dorf zu fahren. Wenn man sich am Ende des Dorfes links hält, gelangt man direkt auf das Sträßchen, das von vorheriger Hauptstraße Richtung Enges abzweigt. Diesem Sträßchen folgt man für weitere 500 Meter, ehe man rechts abbiegt (Wegweiser Chasseral).

Die Straße wird wieder steiler. Man passiert einzelne Gehöfte und Waldstücke. Großteils führt die Straße aber durch offenes Gelände, so dass sich einem schöne Blicke auf das Plateau de Diesse und die Alpen eröffnen. Nach weiteren 2,5 Kilometern bei rund 10 % erreicht man eine Linkskehre im Wald, in der die Auffahrt von Nods mündet. Die letzten vier Kilometer des Anstiegs sind dort beschrieben.
11 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
01:01:41 | 29.08.2015
breis89
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Dolce Vita
01:10:58 | 13.08.2017
DieKadenz
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