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Col du Donon (718 m)

und über die mittelren Vogesen hinweg

Auffahrten

Von kidlonger – Die Nordwestanfahrt beginnt in Abreschviller (290 m). Der nächstgelegene größere Ort ist Sarrebourg. Von dort führt die D44 in Richtung Süden bis nach Abreschviller, einem hübschen kleinen Ort am Fuße des Col du Donon.
Hinter Abreschviller beginnt der eigentliche Anstieg in Richtung Col du Donon zunächst bei geringer Steigung von etwa 2 %. Die Straße ist in gutem Zustand und führt durchgehend durch Waldgebiet. Sie folgt der Sarre Rouge (Rote Saar) bis an ihre Quelle, und je näher man ihr kommt, desto schmaler wird der Bach, und desto malerischer ist er in das Tal gebettet. Das Tal ist traumhaft einsam, und auf den 24 km von Abreschviller bis zum Pass passiert man nicht ein einziges Haus.
Nach etwa 15 km überquert man schließlich, die Quelle zur Linken lassend, die Saar in einer langgezogenen Rechtskehre. Von nun an wird es etwas steiler, aber die Steigung überschreitet zu keinem Punkt 7 % (meistens liegt sie bei etwa 4 %). Es folgen weitere vorwiegend langgezogene Kehren und zwischendurch wunderschöne Ausblicke auf die bewaldeten Vogesen. Etwa 22 km hinter Abreschviller wird der Hochpunkt bei 789 m erreicht, kurz bevor die von St. Michel kommende Parallelroute D993 von rechts auf die Straße einbiegt. Es folgt eine sanfte, ca. 2 km lange Abfahrt zum Col du Donon.
Am Pass gibt es nach Norden und Süden einen sehr schönen Ausblick in die bewaldeten Vogesen. Die Abfahrt in Richtung Schirmeck über die D392 bietet langgezogene Kurven auf einer breiten und wenig befahrenen Straße. Dass sie steiler als der Aufstieg ist, kommt dem Geschwindigkeitsrausch zugute und rundet diese wunderschöne Passfahrt ab.

23 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:40:03 | 06.06.2001
Der_Berg_ruft
Mittlere Zeit
00:55:16 | 05.05.2016
Sprengmeister
Dolce Vita
01:15:00 | 27.04.2011
avatar2
Von stb72 – In Schirmeck folgt man zuerst dem schönen Seitental Richtung Wackenbach. Auf diesen ersten 3 km kann man bei 2–4 % ganz locker pedalieren, und die flache Steigung wird noch gut einen Kilometer bis Framont beibehalten, immer weiter in das Tal hinein.
Ab hier schwenkt die Straße dann oberhalb von Grandfontaine nach Osten, und die Steigung nimmt deutlich zu. Deutlich heißt allerdings, dass nur auf kurzen Abschnitten 7–8 % erreicht werden, der Schnitt dürfte bei angenehmen gut 6 % liegen. Eine lange Serpentine umrundet dann den kleinen Talausläufer, und weiterhin komplett im Wald schlängelt sich der meist einsame Weg hinauf zum Pass. Bis oben wechseln sich flachere und normale Abschnitte ab für eine wirklich sehr angenehme Passauffahrt.
Die weitläufige und unbewaldete Passkuppe ist mit dem großen Parkplatz zwar keine Schönheit, bietet aber sehr schöne Blicke über die Nordvogesen, die natürlich nicht ganz mit denen des 300 m höheren Donongipfels inklusive Tempel mithalten können.

21 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:28:40 | 03.08.2008
hg
Mittlere Zeit
Dolce Vita
00:35:00 | 11.07.2015
dbn
Von paelzman – Die Anfahrt aus St. Michel gleicht in vielen Aspekten der Anfahrt aus Abreschviller. Zum Beispiel erreicht sie den Donon aus der selben Richtung und hat auch ein ähnliches Steigungsprofil vorzuweisen. Letzteres liegt daran, das wir hier durch das Tal der Sarre Blanche fahren. Zur Erinnerung: Aus Abreschviller kommend durchfahren wir das Tal der Sarre Rouge, die der zweite Quellfluss der Saar ist. Beide vereinigen sich übrigens wenige Kilometer nördlich der Startpunkte beider Anfahrten in Hermelange.
Größter Unterschied liegt jedoch im Belag, der bei der hier beschriebenen Variante topfeben ist, während wir der roten Saar auf großteils typisch rauhem französischem Geläuf folgen. Außerdem ist die Streckenführung im oberen Teil durch interessante enge Kurven und Serpentinen attraktiver, weshalb wir diese Anfahrt in aller Regel als Abfahrt benutzen werden.

Die Anfahrt beginnt im kleinen Weiler St. Michel, der wenige Kilometer südwestlich von Abreschwiller nahe St. Quirin liegt. Wir starten am Abzweig der D41 von der D993, die im folgenden unsere Route vorgibt.
Die ersten 12 km zeichen sich nun dadurch aus, dass wir dem Tal der weißen Saar folgen und dabei die ersten 200 Hm gewinnen. Die Steigung ist zu Beginn noch kaum spürbar und erhöht sich ganz allmählich.
Bemerkenswert ist, dass dieses Tal einen gänzlich anderen Charakter hat als jenes der roten Saar. Es ist breiter und von Wiesenlandschaften geprägt in denen immer wieder Rinderherden zu erblicken sind, die stoisch ihr Gras fressen. Dadurch ist es auf eine andere Art idyllisch und ähnlich attraktiv.
Nach 16 km verlassen wir die Region Lothringen und ebenso das Tal, das inzwischen deutlich enger geschnitten ist, je näher wir den imposanten Gipfeln in Nachbarschaft zum Donon kommen. Mit dem Eintritt ins Elsass wechselt nun die Streckenführung von relativ geraden Abschnitten zu Serpentinen und Kurven verschiedenster Radien. Wir sind nun bei etwa 7 % Steigung angelangt und behalten diese auf den folgenden 4 km bei, wobei auch immer wieder kurze, etwas flachere Stücke eingestreut sind. Nach insgesamt 20 km treffen wir schließlich in spitzem Winkel auf die parallele Anfahrt aus Abreschviller.
Hier müssen wir uns nun entscheiden, ob wir dieser zum Pass folgen, oder über den Hochpunkt mit Kriegerdenkmal und herrlicher Aussicht wieder zurück in Richtung Sarrebourg fahren.

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Dolce Vita
Von paelzman – Auch aus dem Tal der Plaine gibt es eine Auffahrt zum Col du Donon, die wohl als die leichteste bezeichnet werden kann.
Der kleine Fluss Plaine entspringt unweit der Passhöhe und hat sich in der Vergangenheit tief durch das Vogesengestein geknabbert. In Raon-l’Étape mündet sie schlussendlich in die Meurthe. Doch auf ihrem Weg dorthin passiert sie einige schöne Anstiege, wie z.B. den Col de la Chapelotte oder den Col de la Vierge Clarisse. Kommen wir also nicht aus Raon-l’Étape, haben wir schon einen dieser typischen ruhigen Vogesenpässe kennen und schätzen gelernt.
Die Straße im Tal der Plaine steigt nur sehr gemächlich an, was wir je nach Windverhältnissen vielleicht gar nicht wahrnehmen werden. Interessant wird es erst ab Raon-lès-Leau, wo die eigentliche Auffahrt beginnt. Direkt nach dem Ort öffnet sich der dichte Wald für einige Meter, und wir erreichen mit einer langgezogenen Linkskurve, die den Charakter einer Serpentine hat, das Highlight des Anstiegs. Innen befindet sich hier ein Denkmal im Andenken an die vergangenen Kriegshandlungen der Region, und uns werden nette Blicke zurück in das Tal erlaubt.
Der Rest ist schnell erzählt... wir tauchen wieder in den dichten Wald ein, und bei nicht allzu fordernder Steigung und sicher nur geringem Verkehr erreichen wir alsbald die Passhöhe. In der letzten Linkskurve vor der Passhöhe sehen wir auf der linken Seite noch eine asphaltierte Forststraße, die den Anstieg aus Moussey darstellt und sich auch gut als Abfahrt eignet.

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00:16:30 | 02.08.2008
hg
Dolce Vita
Von paelzman – Die Südanfahrt ist mit Sicherheit die ruhigste, da sie komplett auf einer der unzähligen asphaltierten Forststraßen der Vogesen liegt. Selbst auf der Anfahrt zum idyllischen Startort Moussey wird uns nur wenig Verkehr begegnen.
Die Anfahrt ist zwar lang, doch lässt sie sich in zwei Abschnitte teilen. Der erste davon erstreckt sich über 9 km und fordert uns mit etwa 5 % durchschnittlicher Steigung. Lange erstrecken sich noch die Häuser von Moussey am Rand der schmalen Straße, bevor wir vom dichten Wald umschlungen werden.
Die Straße verläuft ohne nennenswerte Kurven, ist aber trotzdem keineswegs langweilig. Immer wieder locken Ausblicke auf der rechten Seite, die unsere Fahrt auf der fast verkehrsfreien Straße zum Genuss werden lassen. Zudem begleitet uns rechts ein Bach, dessen Plätschern besonders nach starken Regenfällen wesentlich zur idyllischen Stimmung beiuträgt. Wie bei Forststraßen üblich können Verschmutzungen nie ausgeschlossen werden, doch der Belag ist zumindest überwiegend tauglich für Rennräder jeder Art und Preisklasse.
Erreichen wir den Hochpunkt, haben wir ohne es zu merken den Col du Praye gemeistert. In einigen Karten wird der Hochpunkt so bezeichnet, doch werden wir hierauf nicht in Form eines Passschildes hingewiesen. Eine eigene Passbeschreibung erscheint angesichts der Nähe zum Col du Donon auch nicht angemessen.
Nac dem Hochpunkt folgen nun noch etwa 6 km bis zur Einmündung auf die Südwestanfahrt. Wir haben einige Wellen zu fahren, und auch die Streckenführung ist nun etwas verschlungener. Noch ewig könnten wir die Nordvogesen auf diese Art genießen, doch folgt irgendwann die besagte Einmündung, die uns nach 500 weiteren Metern zur Passhöhe führt.

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01:08:00 | 27.06.2015
avatar2
Dolce Vita
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