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Col du Mont Cenis (2081 m)

Blick von der Nordrampe des Col du Mont Cenis in Richtung Col de l'Iseran.Florian Platzek

Auffahrten

Von Florian – Die Nordauffahrt des Col du Mont Cenis gehört zu den einfacheren in den französischen Alpen. Die Auffahrt ist lediglich 9,8  km lang und es gilt eine Höhendifferenz von 682 m zu bewältigen. Ausgangsort ist das recht nette Lanslebourg (1399 m). Der Anstieg beginnt mit einer 2 km langen Gerade, die eine Steigung von etwa 5,5 % aufweist. Die Straße schlängelt sich dann die nächsten 7 km in 5 Serpentinen parallel zum Arc-Tal durch einen Kiefernwald. Anfangs bleibt die Steigung bei etwa 6 % konstant, steigt jedoch nach kurzer Zeit auf über 7 % an, erreicht ein kurzes Stück sogar 10 % und lässt dann bis auf ein kurzes Stück nicht mehr nach. Währenddessen eröffnen sich einem ständig neue Blicke auf den Ausgangsort Lanslebourg und das gegenüberliegende Bergmassiv Vanoise mit seinem 3582 m hohen Gipfel Grande Roc Noir (Bild). Nach der letzten Serpentine eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf den 3697 m hohen Dent Parrachee und den Glacier de la Mahure (Bild), der Teil des Gletschermeers Glaciers de la Vanoise ist. Schaut man auf dieser letzten Serpentine hinter sich (Bild), so blickt man auf die Südanfahrt des Col de l`Iseran, der sich am Ende des Tals erahnen lässt. Nach insgesamt 9 km führt die Straße in einer langgezogenen Kurve auf den Pass zu (Bild) und passiert auf den letzten 500 Metern eine Fromagerie. Von der Passhöhe aus überblickt man den Talkessel mit dem Lac du Mont Cenis und sieht am Ende des Sees die Grenze nach Italien. Als der Autor den Pass am 18.08.2002 befuhr, braute sich jedoch über dem See ein Unwetter zusammen, sodass der Autor schleunigst das weite suchte...
Die Auffahrt ist aufgrund ihrer Kürze recht leicht zu fahren und sollte für den halbwegs trainierten Hobbyfahrer nicht mehr als 40 bis 50 Minuten in Anspruch nehmen. Einziges Problem könnte die mangelnde Höhenakklimatisierung sein.

54 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:43:35 | 16.07.2006
Roli
Mittlere Zeit
00:57:00 | 08.08.2008
Flachlandtiroler
Dolce Vita
02:02:00 | 25.07.2013
stelvio100
Von MartinIII – Ausgangspunkt der Passtraße vom Süden aus ist Susa (530 m). Über eine gut ausgebaute Straße windet man sich am Beginn des Anstieges einige Serpentinen durch dicht bewaldetes Gebiet empor, die teilweise durch steile Rampen charakterisiert sind. Es folgt nach etwa 6 km eine flachere Querung der Südflanke des Punta Mulatera (2544 m), ein Gipfel der schon im Tal beeindruckt, erstrecken sich nämlich Kraftwerksschächte des Mont-Cenis-Stausees bis ins Tal.
Das Tal wird immer enger, die Landschaft immer karger. An der Siedlung Montcenisio entschwindet Susa, nun tief unter uns im Tal, unserem Blick. Etwa auf Höhe der Baumgrenze überquert man die Landesgrenze nach Frankreich, und man erblickt im gleichen Moment schon die Staumauer des Mont-Cenis-Stausees, zu dessen Fuß man über eine flache, lange Gerade und einer schön angelegten Serpentinengruppe gelangt. Wer sich jedoch schon am Ziel wähnt, wird enttäuscht, wenn er die kleinen Wohnwagengespanne am Osthang über dem Stausee erblickt, die sich über weitgezogene Serpentinen noch über den See auf etwa 2100 m hinaufschrauben.
Nachdem man den höchsten Punkt erreicht hat, führt die Straße leicht auf- und abfallend dem wunderschönen Stausee entlang, vorbei an dem Stausee-Museum, einer kleinen Raststation und unterhalb eines ehemaligen Grenz-Forts (ein Besuch dieser Stationen lohnt sich auf jeden Fall), bis man kurz vor Beginn der Abfahrt ins Val Cenis nach Lanslebourg die Passhöhe des Col du Mont Cenis auf 2083 m passiert.

38 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
01:25:00 | 26.08.1989
Radeln
Mittlere Zeit
02:20:00 | 26.05.2007
hdoerschlag
Dolce Vita
03:23:21 | 10.09.2015
Bergfietser
Von Renko – Diese Auffahrt bietet dem Radfahrer eine Möglichkeit, dem Verkehr im elf Kilometer langen unteren Bereich der Hauptstraße zwischen Susa und dem Col du Mont Cenis auszuweichen.
Zuerst verlässt man Susa auf der Cenis-Straße, doch nach einem knappen Kilometer biegt man nach rechts und verliert die gerade gewonnene Höhe. Dann geht es vorerst flach durch das Tal des kleinen Flusses Cenischia. Die umzingelnde, einem Halbkessel gleichende Berglandschaft begeistert; gleichzeitig hat man eine Ahnung, was auf einen wartet: viel Höhengewinn. Dies bekommt man in der Auffahrt zum Dorf Novalesa erstmals zu spüren.
Vor dem Eingang ins Dorf wird der Durchgangsverkehr nach links geleitet. Viel besser fährt man geradeaus ins Dorf (Kilometer 6), denn sonst verpasst man etwas ganz spezielles: ein sehr ursprünglich gebliebenes piemontesisches Bergdorf.
Nach der Ausfahrt wird die Straße schmaler und einen Kilometer später auch steiler. Bald folgt ein kehrenreicher Abschnitt mit teilweise recht giftigen Passagen. Hier hat man auch Blicke hinab Richtung Venaus und Susa.
Nach Ende der Kehren erreicht man das ebenfalls sehr schöne Bergdorf Moncenisio (Kilometer 14). Leider fehlt eine direkte Verbindung zur Hauptstraße auf den Col du Mont Cenis, die oberhalb des Dorfs liegt, so dass man eine fünf Kilometer lange, in Richtung Susa verlaufende Abfahrt benutzen muss. Hier verliert man insgesamt etwas mehr als 100 Höhenmeter.
Nach insgesamt 19 Kilometern erreicht man auf einer Höhe von 1300 m die aus Susa kommende Hauptstraße und hat von hier noch 19 km bis zum Pass.
Für die meisten Radler heißt diese Auffahrt nur eins: Zeitverlust. Für Fans von piemontesischen Bergdörfern dagegen ist sie sehr empfehlenswert.

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