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Col du Pourtalet (1794 m) Puerto de Portalet d'Aneu

portalet qd8.

Auffahrten

Von gyorgyigabor – Ein bis zwei Kilometer hinter Laruns gibt es eine Straßenkreuzung, an der man wählen kann, ob man links abbiegend den legendären und recht anspruchsvollen Col d ’Aubisque erklettert oder rechts abbiegend die fast dreißig Kilometer zum Col du Pourtalet an der spanischen Grenze unter die Räder nimmt. An jener Stelle steht eine Informationstafel für Radfahrer mit den auf diesem Foto zu lesenden Worten.
Der Weg zum Pass hat vier Abschnitte mit unterschiedlicher Steilheit und Landschaft. Der erste Abschnitt ist acht Kilometer lang mit einer Durchschnittssteigung von 3 bis 4 %, dann folgen neun Kilometer mit 6 bis 7 % Steigung bis zum Lac de Fabrèges. Vom See an steigt die Straße über sieben Kilometer mit nur 2 bis 4 % an, und die letzten fünf Kilometer haben einen Steigungsschnitt von 6 bis 7 %.
Der Anstieg beginnt in einer leicht ansteigenden, tiefen Schlucht ohne große Aussichten. Nach ungefähr fünf Kilometern rückt der erste große Berg (vermutlich der 2064 m hohe Pic Biscau) ins Blickfeld, der so ähnlich aussieht wie die Berge im oben erwähnten Ordesa-Nationalpark. Er verspricht eine schöne Landschaft für die nächste Zeit.
Am Beginn eines jeden Kilometers steht eine Hinweistafel, die aber teilweise andere Werte anzeigen als der Steigungsmesser des Autors. Einige Male passte der auf den Tafeln angegebene Steigungsschnitt nicht zu den überwundenen Höhenmetern des jeweiligen Kilometers.
Es gibt eigentlich nur ein richtiges Dorf auf diesem langen Anstieg, mit einer Handvoll Häusern und Restaurants: Gabas. Man kann dort Getränke bekommen, vorher und nachher fand der Autor höchstens einmal einen Wasserhahn an einem einzelnen Haus. Neben den letztern Häusern von Gabas steht auch eins der bekannten Hinweisschilder auf den Pilgerweg camino de Santiago nach Santiago de Compostela.
Hinter Gabas steigt die Straße ab einem Wasserkraftwerk steiler an. Erst mit dem Erreichen des Staudamms am Lac de Fabrèges auf 1260 m Höhe wird es wieder flacher. Am See vorbei öffnet sich das Tal, so dass man geradeaus Richtung Spanien schauen kann, ohne jedoch den Pass zu sehen.
Nach schnell gefahrenen, fast flachen Kilometern überquert man einen Fluss und beginnt den letzten, im Schnitt 6 bis 7 % steilen Abschnitt mit weiten Ausblicken. Neugierig beobachtet man seine Umgebung und fragt sich, wo denn der Pass liegt. Das Radfahren wird mit jedem Kilometer schöner. Ab 1600 m Höhe stehen kaum noch Bäume, und nachdem sich die Straße an hohen Felsen vorbeigeschlängelt hat, sieht man die freundliche Landschaft um die Passhöhe mit Weiden und Wiesen und den hohen, wunderbaren Bergen hinter den Wiesen.
Der Autor war überrascht von dieser Landschaft. Es gab dort Felskletterer und wildlaufende Pferde. Eins war so zahm, dass es eine Weile neben dem Rad herlief. Kommt man auf der Passhöhe an, so wird man von einer netten Überraschung in Form einer Glückwunschtafel mit einem Radfahrerfoto begrüßt.
Auch die Landschaft auf der spanischen Seite ist sehr schön. Der Autor hat die letzten fünf Minuten seiner Befahrung in diesem Video festgehalten.

5 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
01:50:00 | 26.08.2004
mario2012
Mittlere Zeit
Dolce Vita
02:30:00 | 04.09.2013
der alte kolumbianer
Von Boixols – Biescas liegt auf etwa 870 m Höhe, bis zum Col de Pourtalet sind es also ca. 900 Hm, verteilt auf 28 km, das macht im Schnitt eine Steigung von etwas über 3 %. Die A-136 führt entsprechend zunächst auch recht gemächlich und breit das Tal des Gállego hinauf (auch als Valle de Tena bezeichnet). Vor dem Stausee von Búbal wird die Straße etwas steiler, um dann auf der Höhe des Sees mehr oder weniger flach zu verlaufen. Am Ende des Sees kommt dann bald Escarilla, ein im jüngsten Bauboom stark gewachsener Ferienort, wo man sich an öffentlichen Brunnen mit Wasser oder in Bars und Supermärkten mit allem anderen versorgen kann.
Gleich hinter Escarilla wird das Tal enger, man kommt zu einem Tunnel, den man aber besser und landschaftlich schöner auf der alten, mit Schranke abgesperrten Straße rechts umfährt. Ein paar Meter weiter aufwärts kommt der Stausee von Lanuza, man sieht rechts die Skiorte Sallent de Gállego und El Formigal liegen. Die Straße wird nun deutlich steiler, und daran ändert sich auch nichts, wenn man hinter El Formigal eine Hochebene erreicht. Hinzu kommt hier oben der Wind, der häufig von Norden, also unserer Fahrtrichtung erschwerend entgegen bläst. Links bleiben jetzt viele Parkplätze und Liftanlagen zurück, bis man schließlich den Pass und dort eine riesige Ansammlung von Läden erreicht, wo die über die Grenzstation angereisten Franzosen von den günstigeren Steuertarifen der Spanier auf Spirituosen und Parfüm profitieren und wo auch sonst allerlei Tand feilgeboten wird.
Die Abfahrt hinunter nach Laruns ist dann landschaftlich und kulturell weitaus ansprechender, auch wenn sich hier oft die vom Nordwind getriebenen Wolken stauen und für bedeckten Himmel sorgen. Alles in allem ist der Pourtalet also von der Südseite aus nicht wirklich attraktiv, es sei denn, man will die Pyrenäen in jener Gegend überqueren und den aufgrund seines Tunnels wohl deutlich verkehrsreicheren Col du Somport vermeiden.

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