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Col du Télégraphe (1566 m)

Wir (Andy, Jan, Till, Tobi und Tim) am Col du Telegraphe.Sommertour 2000

Auffahrten

Von majortom – Die Auffahrt zum Col du Télégraphe beginnt in St.-Michel-de-Maurienne an einer zentralen Kreuzung; hier zweigt die D902 von der im Arc-Tal verlaufenden D1006 ab. Télégraphe, Galibier und Valloire sind ausgeschildert. An besagter Kreuzung gibt es im übrigen auch einen Brunnen mit Trinkwasser, wo man schnell und einfach seine Flaschen nochmal füllen kann, bevor es in den Pass geht.
Wie man den Télégraphe angeht, hängt zweifelsfrei davon ab, wie die geplante Etappe weiter geht. Macht man in Valloire Station oder fährt vom Pass dieselbe Strecke wieder zurück, ist man sicher eher dazu geneigt, eine hohe Geschwindigkeit durchzudrücken, als wenn man am selben Tag noch den 2645 m hohen Galibier mit zusätzlichen ca. 1200 Hm fahren möchte und deshalb möglichst kräftesparend fährt. Wie auch immer, zum Télégraphe muss man zwar auch knapp 850 Hm bezwingen, dank der sehr regelmäßigen Steigung von maximal 9 % sollte man jedoch schnell seinen Tritt finden und recht gemütlich hochkurbeln können. Steilrampen: Fehlanzeige!
Und damit ist das meiste eigentlich schon gesagt. Die Straße verläuft im unteren Teil größtenteils im Wald, gelegentlich sind jedoch auch Ausblicke hinab ins Tal möglich. Sie ist recht breit ausgebaut und in gutem Zustand, schließlich müssen hier im Winter all die Horden an Skiurlaubern hinauf, die sich in den Skigebieten in und um Valloire vergnügen wollen. Mit einigen weit geschwungenen Serpentinen ist die Straße angenehm trassiert.
Etwas interessanter wird es dann erst auf den letzten drei Kilometern vor der Passhöhe. Zunächst zweigt nach einer Serie von Kehren die Straße hinauf ins Skigebiet Valmeinier 1800 ab; wir halten uns weiter in Richtung Valloire. Nach einer Linkskurve können wir dann ca. 2,5 km vor Schluss bereits die Passhöhe erahnen; die Straße führt nun am Hang entlang. Gleichzeitig öffnet sich der Wald, so dass auch die Ausblicke über das Arc-Tal hinweg ins Vanoise-Massiv immer besser werden. Auch der namensgebende Telegrafen-Turm ist nun auf einem Felsvorsprung zu sehen. Die Passhöhe selbst ist jedoch erst nach einer Linkskurve kurz vor Schluss sichtbar.

Ist mal zum Col du Galibier unterwegs, kann man sich auf der Zwischenabfahrt nach Valloire, wo auf 5 km 175 Hm verloren werden, wieder etwas erholen, bevor man dann in Valloire den eigentlichen Anstieg zum Galibier in Angriff nimmt.

396 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:38:00 | 17.06.1998
gerigoat
Mittlere Zeit
01:03:30 | 23.09.2007
Noseman
Dolce Vita
01:50:00 | 05.07.2011
Glöckchen
Von getri – Ein Anstieg mit 4,9 Kilometern und lediglich 176 Höhenmetern lässt normalerweise keinen erfahrenen Bergfahrer vor Ehrfurcht erstarren. Für Radfahrer, die in Valloire genächtigt haben und am Morgen Richtung Télégraphe aufbrechen, wird das sicherlich auch gelten. Etwas anders könnte sich die Lage für alle jene gestalten, die von weiter im Süden nach Norden unterwegs sind und bereits den Col du Lautaret und den Col du Galibier in den Beinen haben. Wer nämlich vor hat, den Col du Télégraphe mit dem Schwung der Abfahrt vom Galibier zu nehmen, könnte etwas überrascht werden. Das wird leider nicht ganz funktionieren – schwunghaft wird höchstens der Laktatspiegel in den Beinen ansteigen. Und so können auch diese vermeintlich leichten Gegenanstiege letztendlich sehr weh tun.
Ansonsten bietet die 4,9 km lange Straße bis zum Col du Télégraphe wenig Überraschungen. Die Steigungsprozente bleiben über die gesamte Länge hinweg im einstelligen Bereich. Ins Auge fallen uns vor allem die ausgedehnten Hangrutschungen entlang der gegenüberliegenden Talseite, die eine Befahrung der Straße von Valloire nach Albanette als sehr abenteuerlich erscheinen lassen. Kurze Zeit später erreichen wir die Passhöhe mit einem großen hölzernen Passschild. Eine Gaststätte, die ihren Zenit offensichtlich schon überschritten hat, Informationstafeln der Tourismusbranche und großräumige Parkflächen bilden neben schönen Ausblicken in das Arc-Tal das weitere Umfeld.
Alles im Allem ein Anstieg, der sich gerade einmal einen halben Härtestern verdient hat. Der Großteil der Radfahrer wird aber bereits Lautaret und Galibier hinter sich haben – unter diesen Umständen scheinen zwei Sterne für den Gegenanstieg von 176 Höhenmetern angebracht.

38 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:15:06 | 13.07.2015
lordhenchen
Mittlere Zeit
00:22:00 | 07.06.2015
Bergziegen_Peter
Dolce Vita
00:37:25 | 05.07.2014
psychling polle
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