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Col du Thort (1120 m)

Diverse Schilder...

Auffahrten

Von paelzman – Wir starten im überschaubar großen Dorf Villefort auf der D901 in nördlicher Richtung. Nach etwas mehr als einem Kilometer erreichen wir am Lac du Villefort einen Kreisverkehr, den wir an der ersten Ausfahrt auf der D906 in Richtung La Bastide-Puylaurent verlassen. Kurz nach dem Kreisverkehr fahren wir über die spektakuläre Staumauer und können kaum glauben, dass aus dem kleinen Rinnsal namens l’ Altier zur Rechten ein solch imposanter See aufgestaut werden kann. Auch zwei Rundbogenbrücken für Auto- und den Schienenverkehr der Cevennenbahn beeindrucken uns auf der linken Seite. Ein Blick nach rechts oben verrät bereits, dass wir uns nun in engen Kurven aus dem Tal des Flusses hocharbeiten werden.
Auf den folgenden fast 4 km gewinnen wir so also durch enge Kurven und Serpentinen hindurch bei angenehmen 6 % stetig an Höhe und können immer wieder tief ins Tal blicken. Zwischendurch lockt auch ein Belvedère (also sinngemäß „Aussichtspunkt”) zum kurzen Fotostop. Dieser sollte genutzt werden, da sich ein herausragender Blick über den See inklusive Staumauer und angesprochene Brücken bietet.
Im folgenden wird die Streckenführung nun deutlich unspektakulärer. Nur mit wenigen Richtungswechseln und überwiegend auf dem Bergrücken eines Massivs entlang erreichen wir nach knapp 9 km einen ersten Hochpunkt, der uns wieder einige Meter verlieren lässt. Bis wir nach etwas mehr als 13 km Prévenchères erreichen, ist die Straße fast flach, was uns Zeit gibt, über den beeindruckenden Beginn der Fahrt zu philosophieren. Zumindest finden wir in einem größeren See, der vom Fluss Chassezac gespeist wird, kurz Begleitung.
Ab Prévenchères steigt die Straße nun wieder bei ähnlich angenehmer Steigung wie zu Beginn an, und einige Kurven durchbrechen das Einerlei. Dabei kreuzen wir auch zweimal die Cevennenbahn über Brücken. Nach 20 km Fahrt erreichen wir schließlich unvermittelt die Passhöhe. Auf ebenso unspektakulärer Fahrt können wir nun nach einigen weiteren Kilometern La Bastide-Puylaurent erreichen, um von dort aus unsere Fahrt durchs Zentralmassiv fortzusetzen.
Die Beschreibung lässt erahnen, dass sich diese Auffahrt eher bergab eignet, da sie sich die drei Schönheitssterne allesamt im ersten Teil verdient. Als Abfahrt allerdings ist diese Strecke vorzüglich geeignet. Auf sehr gutem Asphalt und breiter Straße kann man es oben sehr gut rollen lassen, und hat im unteren Teil interessante Kurven mit überragender Aussicht. Viel mehr kann der Wunschzettel für interessante Abfahrten nicht beinhalten.

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Von paelzman – Diese Variante führt den überwiegenden Teil am oberen Rand des engen Tals der Borne entlang. Dieser kleine Fluss bildet hierbei die Grenze der Departements Lozère und Ardèche, wobei wir uns komplett im erstgenannten bewegen.
Unseren Startort Pied-de-Borne erreichen wir über zwei Möglichkeiten. Entweder vom alternativen Startort Villefort bergab durch das Tal des Flusses L’Altier oder aus südlicher Richtung bei leichter Steigung entlang der Chassezac. Beide Streckenführungen sind äußerst interessant und typisch für die hier zahlreichen kleinen Departmensstraßen durch enge Flusstäler. In Pied-de-Borne befindet sich zudem ein kleiner Stausee, der der Stromerzeugung dient.
An diesem starten wir auch unsere Fahrt auf der linken Seite der Schlucht der Borne auf der D151 Richtung La Bastide-Puylaurent und Les Beaumes. Feinster Asphalt lädt uns hier im unteren Teil förmlich dazu ein, dieses Naturerlebnis zu beginnen. Die ersten 13 km zeichnen sich nun dadurch aus, das wir auf enger Straße in bewaldeter Hanglage durch unzählige Kurven oberhalb der Borne stetig an Höhe gewinnen. Ein wahrlich beeindruckendes Erlebnis, in dieser Einsamkeit Fahrrad zu fahren, und ständig die tiefe Schlucht zur Rechten zu genießen. Auf der anderen Talseite begleitet uns größtenteils eine ebenfalls asphaltierte Straße, die es bei anderer Gelegenheit zu erkunden gilt.
Die Steigung beträgt auf den ersten 5 km konstante 6 %. Die nächsten 5 km gewinnen wir nur unmerklich an Höhe, bevor wir wieder die altbekannten 6 % vorfinden. Der einzige größere Ort, der dennoch nur aus ein paar Häusern besteht, ist Les Beaumes etwa zur Hälfte dieses langen ersten Abschnitts. Weitere Auffälligkeit hier ist nach 10 km ein Stausee, bei dem wir einen Seitenarm auf einer Brücke überqueren. Dieser See dient ebenfalls der Stromerzeugung und heißt kurioserweise Lac de Villefort. Genau, so heißt auch der Stausee bei Villefort. Verwechslung oder Absicht? Man weiß es nicht!
Am Ende des Stausees schließlich ändert sich der Charakter des Anstiegs. Wir befinden uns nun in dichtem Wald, bekommen aber trotzdem schöne Ausblicke zur Rechten. Noch in Sichtweite des Stausees erreichen wir den Abzweig zum Ort Prévenchères, der uns unterhalb von Le Thort auf die Alternativroute führt. Die Straße ist aber lediglich als rue communale ausgewiesen und beginnt sehr steil, so dass sich der Autor entschied, dem regulären Weg zu folgen.
Dieser führt nach insgesamt 20,4 km bei nach wie vor 6 % Steigung auf die Kreuzung zur D906 aus La Bastide-Puylaurent kommend. Hier treffen wir auf eine weitere Straße aus Ourlette, die am gegenüberliegenden Ufer des vorherigen Stausees beginnt. Dieser zweite Abschnitt ist definitiv auch sehr schön zu fahren, doch wirkt er durch die immer gleichen Ausblicke und die spektakuläre Streckenführung zu Beginn im Vergleich ein wenig eintönig, und wir freuen uns, die Kreuzung endlich erreicht zu haben.
Leider zu früh gefreut, denn die restlichen 2,5 km sind nun definitiv als langweilig zu bezeichnen, und der Anstieg verliert seinen vierten Schönheitsstern. Auf der breiten D906 verlassen wir bald den Wald und legen den Rest des Wegs in freier Wiesenlandschaft durch zwei kurze Flachstücke unterbrochen zurück.
Ein kurzes Fazit: Der Anstieg ist definitiv einer der schönsten dieser Region und besticht durch seine Länge (deutlich über 1000 Meter Höhenunterschied), das Naturerlebnis der Schlucht und die Einsamkeit, wobei das Highlight definitiv in der ersten Hälfte liegt. Als Abfahrt ist diese Streckenführung nicht zu empfehlen. Der Asphalt ist zwar größtenteils brauchbar, doch zwingt die schmale Straße zu ständiger Vorsicht. Dem Autor ist bei der Befahrung zwar nur ein Auto begegnet, was bei der Länge außergewöhnlich ist, aber man weiß ja nie. Zudem muss stets mit verschmutzter Straße gerechnet werden. Deshalb sei geraten, hier hoch zu fahren und die Abfahrt über Prévenchères nach Villefort zu nehmen, was wiederum die interessantere Alternative bergab statt als Aufstieg ist. Zusammen mit der etwa 7 Kilometer langen Verbindung von Villefort nach Pied-de-Borne ergibt sich so eine schöne Runde mit 50 km und 1600 Höhenmeter insgesamt.

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