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Col du Tra (1300 m) Notre-Dame-du-Pré

Abfahrt nach Pomblière.

Auffahrten

Von Cinz – Die D88 zweigt zwischen Mâcot-la-Plagne und Aime von der D220 in Richtung Longefoy und Note-Dame-du-Pré ab. 200 Meter nach der Abzweigung taucht die gut ausgebaute Straße in den Wald ein und gewinnt mit unruhigen 6 bis 10 Steigungsprozenten in wenigen, weit gesteckten Serpentinen schnell an Höhe.
Erst nach 450 Höhenmetern verlässt sie den Wald, erreicht ein erstes Plateau, auf dem das Bergdorf Longefoy liegt, und gibt den Blick über das Tal der Isère frei. In Longefoy befindet sich mit dem Hotel L’Adray übrigens eine sehr empfehlenswerte Übernachtungsmöglichkeit. Der Wirt ist selbst ein begeisterter Radfahrer und ein begnadeter Koch obendrein.
Die Straße zieht sich über zwei Kilometer nun flach durch Acker- und Weideflächen, senkt sich zur Traversierung eines kleinen, waldigen Seitentals kurz ab und steigt die letzten 150 Höhenmeter nach Notre-Dame-du-Pré an, wo sich das Panorama wiederum talauf- und abwärts (u.a. in Richtung Col de la Madeleine) auftut.
Die Passhöhe des Col du Tra ist unspektakulär: ein Schild rechter Hand der Straße informiert darüber, dass mit dem flachen Buckel vor dem Ortseingang von Notre-Dame-du-Pré der Kulminationspunkt der D88 erreicht ist.

Die knapp 10 Kilometer Abfahrt über 800 Höhenmeter nach Les Plaines erfordern belagstechnisch Aufmerksamkeit, glücklicherweise aber nicht so viel, als dass der Genuss an dem liebevoll in 26 Serpentinen und ähnlich vielen Schlängelkurven in die halboffene Bergflanke gelegten Sträßchens verloren ginge. Der Geometer, der dessen Verlauf absteckte, muss vor deren Zeit ein großes Herz für Bergflöhe gehabt haben!
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00:53:44 | 06.09.2015
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Dolce Vita
Von Cinz – Vom Col de la Madeleine herkommend sind in der Talsohle gut 10 Kilometer bis zum Beginn des Westaufstiegs zum Col du Tra zu überbrücken. Die Strecke führt zuerst an einem Chemiewerk vorbei, unmittelbar anschließend an der Therme von Lechère-les-Bains, dann durch den Knick des Isère-Tals bei Moutiers, wo die Auffahrt zum Val Thorens beginnt, und schließlich nach Pomblière zum nächsten Chemiewerk. Landschaftlich begegnetem dem Radfahrer also wenig Prickelndes. Immerhin lässt sich die Befahrung der N 90, der motorisierten Lebensader des Tals, auf der alten Straße weitgehend vermeiden.
Spätestens beim Abzweig der D 88 von der N 90 (angeschrieben mit N.D. du Pré und Gare SNCF Pomblière) ist mit Ausweichen Schluss und es bleiben nur noch der Fahrradstreifen auf der Schnellstraße oder eben der Aufstieg zum Col du Tra, dessen Beschreibung hier nun beginnt und dessen Befahrung der Autor wärmstens empfiehlt.
Auf den ersten 500 Metern führt die D 88 in zwei weiten Schleifen rund um kleine Rebberge hinunter zur Brücke über die Isère. Linkerhand thront auf einem markanten Felsbuckel die Chapelle Saint-Jacques über dem Fluss und dem Flecken Les Plaines. 25 Höhenmeter werden hier verschenkt; es bleiben die einzigen bis zur Passhöhe auf 1300 m Höhe.
Als könnte es dem Sträßchen nicht schnell genug gehen, dem Schatten und dem Lärm der Talsohle zu entkommen, steigt es auf den ersten drei Kilometern in unruhigen 4 bis 15 Steigungsprozenten durch Les Plaines (hier befinden sich am Straßenrand übrigens zwei Brunnen mit erstklassigem Trinkwasser – es sind die einzigen bis zum Ende des Anstiegs) in den Wald über dem Dorf.
Ab dort beruhigt es sich merklich und erschließt nun in wunderbar an den Hang geschmiegten Kurven und Serpentinen die verstreuten Weideflächen. Der anfänglich teilweise beschädigte Asphalt ist nun gut unterhalten. Einzig die kleinen Baustellen zur Belagsausbesserung erfordern wegen des Rollsplitts Aufmerksamkeit.
Auf den nächsten knapp sieben Kilometern pendelt die Steigung um die 7 bis 8 Prozent und das Pedalieren wird zum rhythmischen Vergnügen. In den offeneren Partien geht der Blick über den klein gewordenen und kaum mehr hörbaren Talboden, gegen Westen in die Seitentäler der Isère, u. a. dasjenige des Col de la Madeleine. Die erstaunlich breite, jedoch kaum befahrene D 88 durchstreift Buchen, Kastanien- und Ahornbäume, Fichten, Lärchen, selbst Kirschbäume säumen den Weg. Der Autor hatte das Vergnügen, Ende September die herbstliche Farbenpracht genießen zu dürfen.
Kurz vor Notre-Dame-du-Pré verlässt das Sträßchen den Wald, die Kirche taucht auf und kündigt das Ende des Aufstiegs an. Verwinkelt und in zwei Spitzkehren geht es durch das Dorf. Brunnen, Restaurant und ein kleiner Laden ermöglichen Verpflegung, bevor es hinter Notre-Dame-du-Pré über den mit einem kleinen Passschild gekennzeichneten Kulminationspunkt geht. Bei gutem Wetter ist 50 Meter später in Richtung Nordwesten am Horizont ein kleines Stück des Montblanc-Gipfels zu erkennen.

Zwei oder drei Härtesterne? Ein langer und harter Brocken ist der Aufstieg nicht und er fährt sich im oberen Teil so genüsslich, dass zwei trotz der fast 800 Höhenmeter wohl ausreichend sind. An den fünf Sternen für die Schönheitswertung gibt es aber nichts zu diskutieren.

Die erste Stufe der Abfahrt führt mit einem kleinen Gegenanstieg auf das Plateau von Longefoy und von dort in einer zweiten auf die D 220 bei Mâcot-la-Plagne. Was als Aufstieg wenig spektakulär ist, macht in der Gegenrichtung richtig Freude: Nur sechs Spitzkehren für 500 Höhenmeter auf einer übersichtlichen und gut ausgebauten Straße mit wenig Verkehr lassen ein flottes Tempo zu.
2 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:56:52 | 24.09.2017
Cinz
Mittlere Zeit
Dolce Vita
01:35:49 | 23.06.2018
running_greenhorn

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