Coll d'Estenalles (870 m)
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DLRF: 2
Coll d'Estenalles (870 m)
Serralada Prelitoral, Katalonien.
Im Naturpark Sant Llorenç del Munt i Serra de l'Obac, ein Mittelgebirge, das Teil der Serralada Prelitoral ist und sich zwischen Terrassa und Navarcles im Hinterland von Barcelona erstreckt, findet man zwei Übergänge. Der niedrigere von beiden ist die Collada de l'Obac, der höhere der Coll d'Estenalles. Er ist gelegen in der Comarca Bages, wobei der längste Teil seiner Südanfahrt noch in der Comarca Vallès Occidental verläuft. In den siebziger und achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts war der Pass einige Male Teil des Streckenplans der Vuelta a España und wurde, ein wenig überraschend, als 1. Kategorie klassifiziert.Auf der Passhöhe befinden sich Parkplätze und ein Restaurant. Der Berg rechts neben dem Pass ist der Montcau, 1053 m hoch und der zweithöchste Berg des Naturparks.
Für die Beschreibung danken wir AP 

Liste der Auffahrten
| Südanfahrt von Terrassa | 14,5 km | 571 Hm | ![]() | ![]() |
| Nordwestanfahrt von Pont de Vilomara | 21,6 km | 670 Hm | ![]() | ![]() |
| Nordostanfahrt aus der Pampa | 7,8 km | 390 Hm | ![]() | ![]() |
| Nordanfahrt von Navarcles | 19,7 km | 625 Hm | ![]() | ![]() |
Südanfahrt von Terrassa 14,5 km / 571 Hm

Am Beginn stellt sich ein wenig reizvolles Autobahnfeeling ein, denn die BV-1221 führt
schnurstracks und mit vier Spuren aus Terrassa heraus Richtung Norden. Die Steigung ist
moderat und pendelt gleichmäßig zwischen 3,5% und 4%. Nach 4 km erreicht man den Ort
Matadepera, den eine Menge „urbanizaciones“ umwuchern. Nach weiteren 2 km kommt man an dem
großen Sportgelände eines Hockeyclubs vorbei, und ab dieser Stelle lässt der Verkehr nach.
Mit der Gleichmäßigkeit des Anstiegs ist es auch zu Ende. Manchmal ist es fast flach,
manchmal ein bisschen steiler, wobei das steilste Stück des Anstiegs hinter Kilometer 10
wartet, mit ca. 10 % für ein paar Meter. Ebenso wechseln sich Wald und offenere Flächen ab.
Hier und da schauen braune Felsen aus dem Wald heraus und rechts neben der Straße taucht
eine Schlucht auf. Der höchste der Berge oberhalb der Schlucht heißt „La Mola“ und ist mit 1104 m der höchste Berg des Naturparks. „Mola“ heißt eigentlich „Mühlstein“ auf Katalanisch, ist aber auch ein geologischer Begriff, der einen steilen Hügel bezeichnet, der in einem Plateau endet („turó escarpat acabat en planell“). Dementsprechend sind die Felsen oben topfeben; sie sehen aus, als hätte jemand verschiedene Steinplatten aufeinandergestapelt, was auf die unterschiedliche Härte der Gesteinsschichten und dem damit verbundenen unterschiedlichen Erosionsverlauf zurückzuführen ist. Sobald eine untere, weichere Schicht genügend verwittert ist, kracht die obere, härtere Schicht runter. Diese Molas sind typisch für den Naturpark Sant Llorenç del Munt i Serra de l'Obac. Man muß sie sich so vorstellen.
Vertieft in derartige geologische Studien erreicht man schließlich die Passhöhe.
Für die Beschreibung danken wir AP 

Nordwestanfahrt von Pont de Vilomara 21,6 km / 670 Hm

Von Norden her gibt es drei verschiedene Varianten hinauf zum Coll d'Estenalles, die alle
drei auf einer Höhe von knapp über 600 m zusammentreffen. Die Nordwestanfahrt startet im
Tal des Llobregat nördlich von Pont de Vilomara an einer Brücke. Kleiner Tip: wenn man von
Süden her den – übrigens ziemlich hässlichen - Ort erreicht, nicht Richtung Zentrum
fahren, sondern neben dem Fluss am Ort vorbei und dahinter erst rechts abbiegen. Von der
Brücke aus führt der Weg an einer Recyclingfabrik vorbei in eine hügelige
Landschaft,die mit niedrigem Nadelwald bewachsen ist. Nachdem die ersten drei Kilometer nur ganz leicht ansteigen, pendelt sich die Steigung auf den folgenden drei Kilometern bei etwa 5% ein, bevor der Weg dann leicht abfallend in das Dorf Rocafort hineinführt. In Rocafort beschleicht einen das Gefühl, dass hier nicht nur ein Hund, sondern gleich eine ganze Meute begraben sein könnte, und nicht umsonst sagt ein geläufiges katalanisches Sprichwort:
Talamanca, Mura i Rocafort
Tres pobles de la mala mort.
Der Grund für diese nicht von der Hand zu weisende Einschätzung liegt nicht in der Abgeschiedenheit der Dörfer, sondern nennt sich Reblaus, aber das ist eine andere Geschichte. Man schaut also zu, dass man Land gewinnt und folgt der Beschilderung Richtung Mura.
Die Teerstraße verwandelt sich in eine Zementpiste und führt über einen Kilometer lang bergab in das Tal des Bachs Riera de Mura. Im Tal geht es dann wieder auf Teer bei nicht oder kaum vorhandener Steigung zügig voran. Nach ca. 12 Kilometern erreicht man Mura. Im Ort zieht die Steigung merklich an. Über ein wildes Gewirr aus Kurven und Serpentinen verlässt man den Ort, und nach ein paar nur mäßig steilen Kilometern biegt man auf die BV-1221 ein (das ist die oben genannte Stelle, an der sich die verschiedenen Nordanfahrten treffen).
Mit etwa derselben Steigung geht es dann weiter Richtung Terrassa, und man überquert die Grenze zum Naturpark. Die Landschaft ist nun reizvoll und abwechslungsreich, da aus dem ortstypischen Mischwald aus Kiefern und Steineichen rotbraune Felsen herausragen, und über allem der große Steinbrocken des Montcau thront. Im Folgenden fällt die Straße kurz ab, bevor es auf die letzten 3,5 Kilometer mit einem Schnitt von ca. 6% geht, mit einigen kurzen Rampen im zweistelligen Prozentbereich. Dabei ist der malerischste Teil der Strecke sicherlich die Traverse an dem steilen Nordhang des Montcau entlang mit Blick auf den Felsen „La Falconera“ zur Rechten. Weiter oben schließt sich der Wald dichter um die Straße. Noch ein paar Kurven und Serpentinen und dann ist der Coll erreicht.
Für die Beschreibung danken wir AP 

Nordostanfahrt aus der Pampa 7,8 km / 390 Hm

Die Nordostanfahrt ist die kürzeste aller Auffahrten zum Estenalles. Allerdings muss man hier einen kompletten Kilometer mit einem Schnitt von knapp über 10% überwinden. Den Einstieg zur Auffahrt findet man in einer gottverlassenen Gegend auf halbem Weg zwischen Sant Llorenç Savall und Monistrol de Calders. An diesem Übergang, der mal Coll de Lligabosses, mal Alt de Monistrol genannt wird, biegt eine Straße von der B-124 nach Westen weg in ein Tal hinein. Die Auffahrt beginnt just am tiefsten Punkt des Tales hinter einer Brücke über den Riera Talamanca (auf einer Höhe von etwa 480 m). Der erste halbe Kilometer ist flach, dann kommt der steile Kilometer und schon ist man auf der BV-1221 angelangt, und zwar kurz vor der Abzweigung nach Mura. Wählt man diese Variante, ist eine Anfahrt über Sant Llorenç Savall nicht zu empfehlen, da die B-124 hinter diesem Dorf bis zu dem oben erwähnten Übergang in einem schauderhaften Zustand ist und durch eine Landschaft führt, in der es dank intensiver Waldbrände vor einigen Jahren wie nach einem Atomkrieg aussieht. Edith meint, daß die B-124 vor einiger Zeit frisch asphaltiert wurde.
Für die Beschreibung danken wir AP 
















