Coll de Fumanya (1566 m)

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Coll de Fumanya (1566 m)

Pyrenäen, Katalonien.
Früher wurde in der Serra d´Ensija, einem südlichen Ausläufer der spanischen Pyrenäen, der ein Teil der wunderbaren Bergwelt des Berguedà ist, im Tagebau Kohle gefördert, weswegen es in der Gegend steile Straßen zu den Minen hoch gibt. Der Weg zum Coll de Fumanya ist einer davon. Der Mittelteil seiner Ostanfahrt (8 km mit einem Schnitt von etwa 9 % Steigung) ist anspruchsvoll und weckt schweißtriefende Erinnerungen an das Waldstück der Bédoin-Variante des Mont Ventoux oder den Serpentinenteil des Nufenen.
Da viele der Wege in diesem Teil der Pyrenäen nach und nach asphaltiert werden, ist aus dem Fumanya seit Herbst 2006 ein „richtiger” Coll mit zwei von Rennradlern befahrbaren Seiten geworden. Vielleicht kann man irgendwann einmal auch die Serra d'Ensija vollständig mit dem Rennrad durchqueren. Bis jetzt jedenfalls ist eine Umrundung nur mit dem Mountainbike möglich.
Die nur wenige Kilometer südlich endende Auffahrt nach den Rasos de Peguera ist jedoch schon mit dem Rennrad zu erreichen, da der Weg dorthin bis auf die letzten vorbildlich planierten 1,5 Kilometer geteert wurde. Ebenso kann der Fumanya natürlich mit dem Coll de Pradell kombiniert werden. Und nur ein paar Meter unterhalb des Startpunkts der Ostanfahrt gibt es eine Abzweigung von der C-16 in Richtung Osten hoch in das Dorf la Nou de Berguedà, von wo aus man entweder nach Norden hin zur Collada de Sant Isidre oder nach Süden hin zur Collada de Vinyoles gelangt.
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Liste der Auffahrten

Ostanfahrt aus dem Tal des Llobregat11,5 km914 HmSchön: 3 SterneHart: 4 Sterne
Nordostanfahrt von der C-1614 km866 HmSchön: 3 SterneHart: 4 Sterne

Ostanfahrt aus dem Tal des Llobregat  11,5 km / 914 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Ostanfahrt aus dem Tal des Llobregat
Am nördlichen Ende des Stausees Pantà de la Baells steht ein verrußtes Wärmekraftwerk. Direkt hinter dem Kraftwerk zweigt nach Westen ein Weg von der C−16 in Richtung Figols ab. Hier geht’s lang zum Coll de Fumanya.
Der erste Kilometer ist mit ca. 7 % Steigung noch relativ flach. Dafür folgt dann schon der oben erwähnte Mittelteil mit Rampen bis ca. 15 % Steigung. In Serpentinen schraubt sich die Straße den Hang hinauf bis zu dem Dorf Sant Corneli (950 m Höhe). Der Ausblick ist außergewöhnlich, wenn man so will, denn außer dem Kraftwerk sieht man noch einen Stausee, der gerade Urlaub macht (wegen der Trockenheit seit Herbst 2004) und ein merkwürdiges Gebäude, das möglicherweise einen gescheiterten Versuch darstellt, architektonische Aspekte einer Disneyland-Ritterburg, einer herrschaftlichen Villa und eines Atombunkers miteinander zu verschmelzen.
Hinter Sant Corneli (wo es übrigens ein Minenmuseum gibt) biegt die Straße unterhalb einer Felswand, die aussieht wie eine zu Stein gewordene Riesenwelle, nach Westen. An den teilweise verlassenen Feldern sieht man, dass die Gegend früher wohl landwirtschaftlich stärker genutzt wurde. Im Grunde genommen kommt es einem vor, als wäre man auf einer Hochfläche unterwegs, aber der Steigungswinkel der Straße passt nicht ganz zu dem Eindruck. Bei Kilometer 5 zweigt die Straße nach Figols (1160 m Höhe) links ab. Zwei Kilometer weiter oben fängt der Wald an. Und die Straße wird immer noch nicht flacher.
Aus dem Wald ist man bald wieder heraus, und dann neigt sich die Straße nur ein bisschen, dann ein bisschen mehr, und das Steilstück ist vorbei. Bei Kilometer 10 beginnt die Gegend der Minen. Knapp einen Kilometer weiter erreicht man eine Kreuzung, biegt rechts ab (geradeaus ginge es hoch nach Rasos de Peguera) und gelangt über fast flaches Terrain zum Pass.
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Nordostanfahrt von der C-16  14 km / 866 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordostanfahrt von der C-16
Diese Anfahrt ist auf den ersten knapp 12 km identisch mit der Ostanfahrt des Coll de Pradell. Nach der dort erwähnten Abzweigung auf der Hochebene Pla de la Barraca geht es für weitere 2 km steil bergan mit einem Steigungsmaximum von 23 %, so daß man kaum ein Auge hat für die versteinerten Dinosaurierspuren, die dort anscheinend in den Felswänden zu sehen sind. Eine genauere Beschreibung folgt später.
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