Coll de la Boixeda (1100 m)
QD-Reisen & Events:
DLRF: 2
Coll de la Boixeda (1100 m)
Pyrenäen, Katalonien.
Der Coll de la Boixeda ist ein Pass mit zwei Gesichtern. Da langweilt zum einen die Westanfahrt von Camprodon her, die weder aus sportlicher noch aus landschaftlicher Sicht einen Besuch lohnt; tatsächlich führt sie zu einem guten Stück auf der breit ausgebauten C-38 entlang, welche die Comarca Ripollès (Spanien) über den Coll dAres (1513 m) mit dem Roussillon (Frankreich) verbindet. Und zum anderen glänzt der Pass mit seiner einsamen Südostanfahrt von Beget her, die man als ein wirkliches Pyrenäenkleinod bezeichnen kann und deren Befahrung jedem Radtouristen ohne Einschränkung zu empfehlen ist. Allein das verwunschene Dorf Beget (das g im Namen wird im Katalanischen wie ein Zwischending aus sch und ch ausgesprochen) am Fuß des Passes lohnt schon einen Besuch. Gelegen im gebirgigen Norden Kataloniens, kann man den Coll de la Boixeda natürlich mit einigen anderen Auffahrten verbinden, zum Beispiel mit Vallter 2000 oder der Collada de Burgarès im Westen und dem Coll de Bucs im Süden. Oder man fährt über den obengenannten Coll dAres nach Prats-de-Mollo-la-Preste, von wo aus man die Möglichkeit hat, die nicht allzu bekannte Bergwelt des Haut Vallespir zu erkunden.
Für die Beschreibung danken wir AP 

Liste der Auffahrten
| Südostanfahrt von Beget | 10,8 km | 560 Hm | ![]() | ![]() |
| Südwestanfahrt von Camprodon | 6,7 km | 180 Hm | ![]() | ![]() |
Südostanfahrt von Beget 10,8 km / 560 Hm

Vom Coll de Bucs kommend steigt die Straße schon ab dem Brücklein über den Bachlauf (riera de Beget) vor Beget ein Stück an und führt dann oberhalb am Dorf vorbei. Nichtsdestotrotz nehmen wir die Ausfahrt aus dem Dorf heraus als Startpunkt der Auffahrt und fahren über eine Serpentine in eine Schlucht hinein, in der rechts unter uns der Bach fließt. Generell ist der Weg hoch zum Coll de la Boixeda sehr unregelmäßig, während der gesamten Strecke wechseln sich Flachstücke ab mit Abschnitten, auf denen der Steigungsgrad auch mal über 10 % liegt. Hinter der Schlucht sind wir zwischen dem zweiten Kilometer und dem Dorf Rocabruna auf dem achten Kilometer schon auf dem schönsten Teil der Auffahrt unterwegs. Über zahllose Kurven und Serpentinen schrauben wir uns an einem Berghang hinauf und haben dabei tolle Ausblicke auf die Bergwelt der Alt Garrotxa im Süden. Sehr malerisch wirkt auch die einsame Farm, die wir im Kurvengewirr von oben entdecken.
Ab dem sechsten Kilometer wird der Wald um die Straße herum dichter, öffnet sich aber kurz vor Rocabruna wieder. Das Dorf, gelegen auf etwa 960 m Höhe, taucht ganz plötzlich vor uns auf; zunächst steht da nur ein Haus in einer scharfen Kurve, dahinter sehen wir es auf einmal vor uns liegen.
Es folgt ein etwa 1,5 km langes Flachstück, hinter dem wir erneut in den Wald hinein fahren. Eine lange, nach Nordwesten führende Gerade bringt uns hoch zum Pass. Während dieses letzten Abschnitts, der um die 7 % Steigung hat, blicken wir zu unserer Linken auf die Burg von Rocabruna, die wie ein zerzauster Bussard auf einem Berg über dem Dorf hockt. Da bei dem Besuch des Autors die Bäume noch keine Blätter trugen, ist zu vermuten, daß die Burg im Sommer möglicherweise nicht zu sehen ist. Die Passhöhe erreichen wir ebenso überraschend wie vorher Rocabruna; dahinter fällt die Straße nur ganz leicht ab, so dass unser Autor das Ende der Auffahrt zu spät registrierte und die Gelegenheit für ein Gipfelfoto verpasste.
Für die Beschreibung danken wir AP 












