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Collada de la Gallina (1910 m)

Nordanfahrt: Blick auf die Berge des Südostens von Andorra.

Auffahrten

Von AP – Der Beginn der Auffahrt ist, wie so oft in Andorra, recht mühsam. Mühsam deswegen, weil die Auffahrt an einem Kreisel der Hauptstraße Andorras startet. Der Kreisel liegt oberhalb von Sant Julià de Lória am Rande des Dorfs Aixovall und ist unglaublich verkehrsbelastet. Kaum ist man aber abgebogen in Richtung Os de Civís, bleiben Lärm und Verkehr zurück.
Der erste Teil der Auffahrt bis zum Weiler Bixessari ist identisch mit den ersten Kilometern des Wegs nach Os de Civís. Da dieser Weg nicht im quaeldich-Passlexikon zu finden ist und womöglich auch nie aufgenommen wird (mich interessiert er nicht und andere QDler scheint Andorra nicht zu interessieren), hier ein kurzer Abriss:
Leicht ansteigend ins Tal des Rìo d’Aos hinein, am Anfang stehen links der Straße Fabrikgebäude und rechts liegt ein Fußballplatz. Dann verengt sich das Tal, und es geht steil oberhalb des Flusses entlang. Am Begin des dritten Kilometers folgt eine kurze Abfahrt, bevor es tendenziell wieder steil weitergeht und Bixessari auf dem vierten Kilometer erreicht wird.
In Bixessari kann man durchaus ein paar Minuten verschnaufen, es gibt dort eine Quelle und eine hübsche romanische Kirche. Im Weiler ist nach links der Weg zur Collada de la Gallina ausgeschildert.
Der nächste Abschnitt der Auffahrt zwischen Bixessari und dem Santuari de Canòlich ist ein wunderbares Stück Strecke, wie man es in den Südpyrenäen kaum noch einmal findet. Mit fünfzehn Serpentinen schlängelt sich die Straße über Almen und durch kleine Waldstücke. Ausblicke auf die Bergwelt Andorras gibt es in Hülle und Fülle. Die Steigung ist unregelmäßig und schwer zu fahren, weil sich kurze Flachstücke abwechseln mit Rampen bis jenseits der 15 %. Dabei ist das Muster immer das gleiche, die Straße führt steil in eine noch steilere Serpentine hinein, dahinter flacht sie ab und bäumt sich bis zur nächsten Serpentine wieder auf.
Auf dem achten Kilometer passiert man das Santuari de Canòlich, das ebenfalls eine Pause lohnt. Man kann sogar in dem Parador gegenüber Mittagessen, wenn man will, es wird ein halbwegs günstiges Mittagsmenü angeboten.
Hinter dem Santuari werden die Flachstücke ein wenig länger und die Serpentinen spärlicher. Bis zur Passhöhe hinauf ist der Weg nicht mehr so spektakulär wie unterhalb des Santuari. Es entschädigt aber die völlige Abwesenheit motorisierten Verkehrs. Die letzten Kilometer führen auf ziemlich langen Geraden im Nadelwald hinauf. Die Steigung ist dann wieder relativ hoch, aber regelmäßiger als im Serpentinenabschnitt.
Auf der Passhöhe hat es reichlich Platz; man gewinnt den Eindruck, dass es einmal Pläne gegeben haben muss, dort oben irgendeine Art von Einrichtung zu schaffen. Eine Skistation kann es nicht gewesen sein, dafür ist der Berghang zu dicht bewaldet. Was auch immer es war, es ist bestimmt besser, dass aus dem Vorhaben nichts geworden ist. Denn so kann man in aller Ruhe den weiten Blick nach Süden auf das westliche Ende der Serra de Cadì genießen.

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Von AP – Und hier nun die neue Südauffahrt: Der Startpunkt befindet sich am südlichen Ortsende von Sant Julià de Lória, wo am Hang ein paar Neubauten stehen. Ausgeschildert ist, glaube ich, Fontaneda, aber das Hinweisschild zum Pass steht gleich hinter der Kreuzung mit der Hauptstraße.
Ein paar hundert Meter plänkelt die Straße herum, dann geht es oberhalb der letzten Häuser in die Vollen: 15 % Steigung werden kurzzeitig geknackt. Interessanterweise macht die Straße einen Schlenker um einen Weinberg herum, der bis auf knapp 1000 m Höhe reicht und damit einer der höchsten Weinberge Europas sein dürfte. Sonst heißt es immer, die wären im Wallis oder in Südtirol zu finden, an Andorra hat wohl keiner der Weinfachleute gedacht.
Hinter dem Weinberg liegt der Friedhof von Sant Julià de Lória rechts neben der Straße. Dann überfährt man auf dem dritten Kilometer einen Hochpunkt, der als Coll de Jou (1150 m Höhe) ausgewiesen ist. Es gibt ja auch so wenig Coll de Jous in den Pyrenäen, da kann einer mehr nicht schaden.
Nach einer kurzen Abfahrt zieht die Straße direkt wieder ziemlich steil an. Man sieht Fontaneda über sich am Hang liegen, und in Nullkommanichts hat man sich über einige Serpentinen auf die Höhe des Dorfs vorgearbeitet. Hinter dem Abzweig nach Fontaneda packt die Steigung noch einmal ein paar Prozent drauf. Auf dem achten Kilometer kommt man am Bauernhof Borda del Gastó an eine Kreuzung. Links geht es zu einem zweiten Bauernhof namens Mas d’Alins, rechts beginnt das neu asphaltierte Endstück zur Collada de la Gallina.
Zur Erleichterung der Beine beginnt dieser letzte Teil der Auffahrt mit einem Flachstück. Die Entspannung ist nötig, denn es zieht am Ende der Alm erneut steil in den Kiefernwald hinein. Ein imposanter, weiter Blick über die Alm bis zum Berghang von La Rabassa auf der anderen Talseite sei gegönnt, und schon dräut der steilste Kilometer des Anstiegs mit einem Steigungschnitt von um die 12 % und Spitzen von 18 %. Schnurstracks und scheinbar endlos geht es im Wald hinauf.
Weiter oben im Wald lässt die Steigung etwas nach, bleibt aber bis zur Passhöhe bei um die 10 %. Der Wald macht der nächsten Alm Platz, auf der man auf dem elften Kilometer am Bauernhof Bordes de Mossers vorbeikommt. Wiederum hat man enorm weite Aussichten nach Osten und Süden. Hinter der Alm ist der Wald nicht mehr so dicht wie im Supersteilstück weiter unten, sodass man bis zur Passhöhe immer wieder zwischen den Bäumen hindurch hübsche Blicke auf die Bergwelt Andorras erhaschen kann.

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