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quaeldich.de empfiehlt:

Colle del Nivolet (2612 m)

Tunnelumfahrung.

Auffahrten

Von ritchie – Die hier beschriebene Strecke bindet den Colle del Nivolet in eine 198 km lange Rundtour von Ivrea nach Ivrea ein. Es gilt 2812 Hm zu überwinden.
Von Ivrea (0 km, 240 m) hält man sich nach Südwesten und erreicht zunächst noch auf verkehrsreicherer Straße zwischen den hügeligen Ausläufern der Alpen und dem Tiefland am Taleingang Cuorgne (27 km, 414 m), das man links liegen lässt. Der Verkehr nimmt ab und über Pont (33 km, 451 m) und Locana (44 km, 613 m) erreicht man über einige noch mäßige Steilstufen Noasca (57 km, 1058 m). Nach kurzen, steilen Serpentinen gelangt man an einer Flachstelle an einen Tunnel, der nach Auskunft Einheimischer zwar beleuchtet und bestens asphaltiert ist, jedoch über mehr als 3,6 km 15% aufweist. Er umgeht die alte, steile (bis 18%) Passstrasse, die hier links abzweigt. Sie führt, teilweise schon verfallend, aber mit dem Rennrad noch problemlos befahrbar, in engen, wilden Serpentinen durch die Klamm des Orco auf die nächste Talstufe hinauf zum Ende des Tunnels (61 km, 1501 m) bei Prese. Nach kurzer Flachpassage und 3 Serpentinen ist der Lago di Ceresole mit gleichnamigem Ort (66 km, 1620 m) erreicht. Die Kurze Flachstrecke und das anschließende kleine Gefälle sollten zum Erholen und Schwung nehmen genützt werden; Rampen und Serpentinen schließen sich an (bis 15%) und bei Chiapili (71 km, 1754 m), nun etwas geruhsamer, bietet sich zum ersten Mal der Blick auf die letzte Talstufe und auf die letzen Kehren und Straßenabschnitte in entmutigender Höhe, ohne jedoch schon den Blick auf den Pass und was da noch kommen wird freizugeben. In 12 Kehren (max. 18%) erreicht man des Stausee Lago de Serrù (76 km, 2275 m); unbedingt den Blick zurück mitnehmen! Noch 3 Kehren, und man überquert eine kleine Kuppe und fährt leicht bergab am Lago Agnel (2285 m) über dessen Dammkrone. Die durchschnittlich Steigung beträgt nun 13% und nach 15 Kurven ist man am Colle del Nivolet (82 km, 2612 m). Der bessere Aussichtspunkt ist jedoch etwa 800 m vorher, in der vorletzten, über den smaragdgrünen Seen gelegenen Kehre, die in den Wiesen und Geröllfeldern unter den Firnfeldern der umliegenden 3000-er liegen. Von hier nach Val d'Isere sind es Luftlinie 12 km.
Hinter dem Pass gibt es eine Einkehrmöglichkeit im Rifugio Albergo Savoia (2534 m). Ein kleiner Teller Pasta und eine Dose Bier kostet 10 Euro.
Und ab hier ist es eigentlich nur etwas für Hardcoretypen mit Explorermentalität, jedoch mit der nötigen Einstellung und einer gewissen Freude am Unbekannten ohne größere Schwierigkeiten auch mit dem Rennrad fahrbar. Festere Turnschuhe oder Mountainbike-Schuhe mit entsprechend montierten Pedalen sind aber dringend angeraten.
Noch etwa 1 km geht es an den Laghi del Nivolet entlang, bis man an eine Schranke gelangt. Dort wendet man sich nach rechts auf den durch die Wiesen leicht abwärts führenden Wanderweg. Er ist über längere Passagen fahrbar und weist nur an felsigeren Teilen Tragestellen auf. Mehr und mehr gelangt man an die Ostseite des Altipiano del Nivolet und auch über mehrere Stufen und Felsrippen (tragend) von Wiese zu Wiese und durch kleine Wasserläufe immer tiefer. Bei etwa 2380 m endet die Hochebene und nun ist anderes Schuhwerk wirklich angeraten. Auf steinigem Pfad erreicht man mit geschultertem Rad bei 2310 m das markante Croce del Roley. Von der Passhöhe bis hierher 1 Stunde und grob 8 bis 10 km. Ab hier ist es jetzt auch für extremste Trial-Biker nicht mehr zu machen. Nicht nur der Trial selbst ist unfahrbar, auch ein Sturz würde viele, viele Meter freien Fall bescheren. Nach weiteren 4 km und 40 Min. ist Pont (96 km, 1960 m) im Val Savarenche erreicht und die Schuhe können wieder gewechselt werden. Am Torrente Savara entlang geht die rauschende Fahrt nach Norden, bis man bei der Häuseransammlung Buillet (116 km, 1050 m) über dem Aostatal anhalten sollte, um dem Montblanc seine Reverenz zu erweisen. Nach 6 km in Villes (122 km, 850 m) rechts ab über Villeneuve und St.Pierre nach Aosta (129 km, 583 m).
Jetzt muss man für das Erlebte bezahlen: Starker Verkehr und wenn man Pech hat, Gegenwind der härteren Sorte. Bis Ivrea sind es noch 70 km und die 300 m Höhenterschied werden nur bei gelegentlichen kurzen Gefällen spürbar. Fazit: Eine lange Runde über einen der höchsten Pässe, die alles zu bieten hat, die unbedingt als Ganztagestour anzusetzen ist. Bewertung: Schwierigkeit *****, Schönheit ***** (vielleicht 1* weniger wegen des Aostatales, das aber dafür absolut in Kauf zu nehmen ist). Eine Befahrung nur der SW-Seite alleine würde einem die grandiose Hochebene verwehren und ist mit 165 km auch nicht ohne. Bei der Anfahrt von Norden droht Kapitulation vor dem Aufstieg zum Pass der bestimmt mit 3 bis 4 ½ Stunden anzusetzen ist und dann von der Zeit her die Runde limitieren würde. Empfehlung also: Im Uhrzeigersinn fahren.
Daten:
198,5 km
2812 Hm
Stundenmittel 20,5 bis 22 km/h
Gesamtfahrzeit 12 h incl. Pausen und Fotostops
reine Fahrzeit 9:30 h
20 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
02:25:00 | 22.07.2007
Erik aus Holland
Mittlere Zeit
03:40:00 | 18.07.2011
9elnino
Dolce Vita
05:41:00 | 26.06.2016
ontour
Von ritchie – Diese Seite des Colle del Nivolet ist wegen der langen unasphaltierten Strecke unterhalb des Passes nicht als Auffahrt für Rennradfahrer geeignet.
Siekann höchstens als Abfahrt für die Südseite verwendet werden.
Für die Beschreibung danken wir Ritchie Sanden. Auf seiner Homepage www.art-etc.de gibt es Weiteres zu diesem Pass, anderen Pässen und seinen Gemälden.
2 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
Mittlere Zeit
01:54:51 | 09.08.2005
Manfred
Dolce Vita
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