Colle di Sampeyre (2284 m)

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Colle di Sampeyre (2284 m)

Alpen, Cottische Alpen, Piemont.
Der Colle di Sampeyre mit 2284 m Höhe bildet einen Übergang vom Maira- zum Vareitatal. Den nördlichen Ausgangspunkt bildet der Ort Sampeyre (971nbsp;m Höhe). Der südliche liegt knapp einen Kilometer östlich von Ponte Mármora im Valle Maira auf etwa 930 m Höhe. Weitere gut 3 km östlich in Stroppo liegt der Ausgangspunkt einer Alternativstrecke zur Südrampe. Diese trifft 4 km unterhalb des Passes auf die Südrampe. Während die Südrampe über Elva im unteren Teil durch eine wilde und spektakuläte Schlucht führt, ist die Strecke ab Stroppo ähnlich anspruchsvoll, aber malerischer und aussichtsreicher.
Der Colle di Sampeyre bildet eine für uns Passfahrer wichtige Verbindung zwischen dem Colle dei Morti / Colle della Fauniera, dessen Nordrampe ihren Beginn in Ponte Marmora hat, und dem Col d’Agnel, dessen Ostrampe direkt ins Vareitatal übergeht.
Für die Beschreibung danken wir DragAttack Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südrampe vom Mairatal15,8 km1369 HmSchön: 4 SterneHart: 5 Sterne
Nordrampe von Sampeyre15,1 km1318 HmSchön: 3 SterneHart: 4 Sterne
Südrampe vom Mairatal bei Stroppo17,8 km1403 HmSchön: 4 SterneHart: 4 Sterne

Südrampe vom Mairatal  15,8 km / 1369 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Knapp einen Kilometer östlich von Ponte Mármora weist ein Wegweiser nach Elva den Weg zum Colle di Sampeyre. Von Beginn an steil – mit ca. 8–10 % – ist die Straße kurvenarm in den Hang geschlagen. Hierbei bietet sich zunehmend imposanter Blick hinab in die unter einem liegende Schlucht. Leider liegt diese auf der linken Seite, daß die Straße diesen einschränkt. Von rustikaler Schönheit sind die vielen kurzen, durch unverkleideten Fels führenden Tunnel. Die meisten haben eine Länge von unter 10 m. Die längeren haben in regelmäßigen Abständen auf der linken Seite Öffnungen zur Schlucht, die bei gutem Wetter ausreichend Tageslicht hindurch lassen – ansonsten ist zusätzliche Beleuchtung sinnvoll. Dieser Teil des Anstiegs hat eine Länge von gut 5 km. Selten wird die Steigung durch kurze Flachstellen unterbrochen, es gibt jedoch auch kurze Abschnitte mit deutlich über 10 %. Das Maximum dürfte bei ca. 15 % liegen.
Mit einigen Serpentinen verlässt die Straße auf den letzten etwa 3 km vor Elva, welches ungefähr auf halber Strecke zum Pass auf 1637 m Höhe liegt, die Schlucht. Zu Beginn des Serpentinenanstiegs, wenn die Straße das Tal verlässt, bietet sich nach Nordosten ein schöner Ausblick auf den weiteren Talverlauf. Während des Anstieges jedoch lässt sich wegen des dichten Baumbestands nur selten ein lohnender Blick auf die Schlucht und die dahinter liegenden Berge erhaschen. Auf diesem Abschnitt gibt es keine so hohen Maximalsteigungen wie zuvor, jedoch mit dauerhaft ca. 7–9% auch keine nennenswerten Ruhepausen.
Die weitere Strecke zum Pass führt links an Elva vorbei (falls nötig, kann man in Elva an einem Brunnen die Wasservorräte auffüllen) und bei unverminderter Steigung zunächst gut 3 km in östliche Richtung. Hier trifft man auf die von rechts kommende Alternativstrecke ab Stroppo. Im weiteren verläuft die Straße direkt links neben einem zum Hauptkamm führenden Grat. Nur selten wird dieser direkt erreicht, und unerwartet bietet sich nach rechts ein lohnender Ausblick. Ansonsten wird die Sicht geprägt von der sich bis zum Hauptkamm erstreckenden Graslandschaft, dem weiteren Straßenverlauf, sowie der dem Hauptkamm folgenden Schotterpiste der Varaita-Maira-Kammstraße. Da die Straße nahezu kurvenfrei der zum Hauptkamm hin ansteigenden Ebene folgt, täuscht der optische Eindruck über die tatsächlich noch zu überwindende Steigung. Bei meistens 8–10 % Steigung, kurzfristig auch drüber, fallen die letzten 4 km bis zum Pass schwerer als sie aussehen. Am Pass angekommen, bietet sich nach Norden fantastische Aussicht ins Valle Varaita sowie auf den Monte Viso.

Bei durchgehend akzeptabler Straßenqualität und nur wenigen scharfen Kurven verläuft die Abfahrt nach Sampeyre zügig und ohne Gegenanstiege.
Die Qualität des Belags lässt aktuell (2009) besonder im untersten Teil mächtig zu wünschen übrig, und es holpert gewaltig.
Für die Beschreibung danken wir DragAttack Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.gyorgyigabor Mail an Absender1 h 35 m 45 s02.07.2005
2.metal Mail an Absender1 h 54 m 00 s11.08.2010
3.loeti54 Mail an Absender2 h 01 m 00 s16.06.2007
hdoerschlag Mail an Absenderohne Zeit03.07.2008
Bergziegenmutant Mail an Absenderohne Zeit23.07.2009
Flugrad Mail an Absenderohne Zeit23.07.2009

Nordrampe von Sampeyre  15,1 km / 1318 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Leider sind wir die Nordrampe des Colle di Sampeyre im dichten Nebel gefahren, so dass wir zu Streckenverlauf und Landschaft keine Angaben machen können. Da jedoch gerade zur Nordrampe des Colle di Sampeyre kaum bzw. widersprüchliche Informationen erhältlich sind, wollte ich zumindest die technischen Daten kommentieren. Auf Straßenkarten variieren die Streckenangaben zwischen 14 und 18 km und die sich daraus ergebenden Durchschnittssteigungen somit zwischen jeweils gut 7 und 9 %. Der Wegweiser am Abzweig in Sampeyre kündigt 18 km an, der tatsächlich gemessene Wert beträgt 16 km.
Mit minimalem Höhenverlust führt die Strecke zunächst hinunter zur Brücke über die Vareita. Auf der verbleibenden Strecke ist die Steigung recht gleichmäßig verteilt. Im Gegensatz zur Südrampe kommen weder nennenswerte Flachpassagen noch Steilrampen vor. Trotz der einer Durchschnittssteigung von knapp 8,5 % ist der Anstieg somit rhythmisch fahrbar.
Wer bei der Anfahrt zum Colle di Sampeyre mehr Glück mit dem Wetter hat, fühle sich ermutigt, diese Beschreibung durch eine Ausführlichere zu ersetzen.

demnächst ..... thechain Mail an Absender ;-)
Für die Beschreibung danken wir DragAttack Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
danielhauser Mail an Absenderohne Zeit08.09.2003
scooter_werner Mail an Absenderohne Zeit15.07.2003
KenR Mail an Absenderohne Zeit12.09.2007
stb72 Mail an Absenderohne Zeit11.09.2009
marik Mail an Absenderohne Zeit07.09.2004
Radtourist Mail an Absenderohne Zeit04.07.2007
kingoflechhausen Mail an Absenderohne Zeit28.06.2010

Südrampe vom Mairatal bei Stroppo  17,8 km / 1403 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Ebenso wie die etwas westlicher liegende Alternative über Elva startet auch diese Auffahrt im wilden Mairatal. Sie ist zwar nicht so spektakulär wie die tiefe Felsschlucht der anderen Rampe, dafür aber aussichtsreicher und idyllischer. Von der Schwierigkeit dürften sich beide kaum etwas schenken, und die letzten 4 km haben sie sowieso gemeinsam.
Der Colle Sampeyre ist hier ebenfalls nicht ausgeschildert, dafür aber die Kirche San Peyre, welche nach 3 km an der Strecke liegt – das klingt zumindest ähnlich. Stroppo ist wohl das Dorf am Hang, im Tal sind am Abzweig keinerlei Gebäude, etwas weiter westlich liegt das kleine Dorf Bassura.

Der Anstieg lässt sich schön in verschiedene Abschnitte einteilen:

Teil 1: bis Cucchiales – 5 km, 487 Hm
Von Beginn an geht es hier zur Sache bei um die 10 %, und von Anfang an auch mit schönen Blicken über das Valle Maira, die dann oben natürlich viel weit reichender werden. In der Kehre Nr. 2 durchfährt man dann das nette Dörfchen Stroppo, und es wird etwas flacher. Zwei Kehren weiter steht dann die Chiesa San Peyre hoch über dem Tal, und der steilste Teil bei bis zu 13 % führt dann bis Cucciales, welches etwas rechts der Strecke liegt. Den Abzweig zur Chiesa di Santa Maria di Morinesio kann man ignorieren, es sei denn, die Zeit reicht noch für 150 Hm zusätzlich.

Teil 2: bis San Martino – 3,6 km, 87 Hm
Bei Cucchiales muss man sich links Richtung Elva halten, und es geht kurz bergab. In diesem Flachstück quert die Straße leicht wellig meist im Wald dem Hang entlang nach Südwesten, um eine günstigere Trassierung zu haben. San Martino ist in zwei Ortshälften geteilt, S.M. Inferiore und S.M. Superiore, durch welches wir auch fahren. Der Ort liegt oberhalb der Schlucht, wir sind ab hier der Alternativrampe also sehr nahe, nur sehr viel höher. Hier beginnt dann der...

Teil 3: bis zur Kreuzung mit der Elvarampe – 5,3 km, 476 Hm
Neun Kehren führen in diesem schwersten Anstiegsteil immer parallel zur Schlucht, welche man aber nicht sieht, an einem Bergrücken hinauf. Die Strecke wird wieder sehr aussichtsreich, und die schmale Straße zieht kurz hinter San Martino gleich auf bis zu 14–15 % an. Die 5 km sind relativ gleichmäßig immer um die 8–9 % und oft auch darüber. Nach einer steileren Kehrengruppe erreicht man einen passähnlichen Einschnitt (Colle Bettone auf 1831 m Höhe), wo man erstmals nicht mehr nur ins Mairatal, sondern auch in Richtung Elva sieht. Hier schlängelt sich die Straße noch etwas hinauf, bis nach der letzten Kehre einige wieder schwerere Meter ganz hinüber auf die andere Seite führen. Danach erreicht man nach einigen flachen Metern die andere Auffahrt.

Teil 4: bis zur Passhöhe – 4,0 km, 353 Hm
Auf der anderen Seite führt der Weg dann recht gerade dem grasbewachsenen Bergkessel entlang bis zum Pass. Der optische Eindruck täuscht hier ein wenig, da es ähnlich steil bleibt – öfter auch jenseits der 10 %. Den wenig charakteristischen Passeinschnitt sieht man aber recht bald, und vom Pfeifen der Murmeltiere begleitet sollte auch das letzte Stück zu schaffen sein.

Hat man klare Sicht, so ist der Sampeyre ein toller Platz. Nach Norden zum Colle dell’Agnello und Mont Viso, nach Süden über das Mairatal und den Colle dei Morti hinweg weit in die Ferne.
Die verlockende Maira-Varaita-Kammstraße ist für den Renner jedoch leider nicht geeignet, so dass der Weg entweder zurück ins Mairatal oder hinunter nach Sampeyre über die teilweise recht holprige Straße führt.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
stb72 Mail an Absenderohne Zeit11.09.2009