Colle San Zeno (1434 m)

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Colle San Zeno (1434 m)

Alpen, Bergamasker Alpen und Lago d'Iseo, Lombardei.
Die unspektakuläre Passhöhe.
Die kleine Straße über den Colle San Zeno (1434 m) verbindet Lavone im mittleren Val Trompia mit Pisogne am Nordufer des Lago d'Iseo. Obwohl sie weit und breit der einzige Übergang ist, fristet sie offenbar ein Schattendasein. Nur wenige Autos verirren sich auf die durchgehend asphaltierte Straße, was sie für Radfahrer umso interessanter macht. Auf großartige Landschaft muss man am Colle San Zeno allerdings verzichten. Vielmehr führt die Straße die meiste Zeit durch locker besiedelte Wald- und Wiesenlandschaft und bietet allenfalls Aussichten auf die umliegenden sanften Hügel.
Kombiniert man den Colle San Zeno mit dem Passo del Maniva, den man direkt von Bagolino oder über die Höhenstraße des Passo della Spina erreicht, so hat man eine schöne Verbindung vom Lago d'Idro im Osten und dem Lago d'Iseo im Westen. Zusammen mit dem etwas nördlich gelegenen Passo di Croce Domini kann man diese Strecke zu einer anspruchsvollen Runde mit etwa 3600 Hm kombinieren.
Die Straße ist meist knapp einspurig und bis auf wenige kurze Schlaglochstrecken in ausgezeichneten Zustand. Insbesondere im oberen Teil trifft man immer wieder frisch asphaltierte Strecken an.
Für die Beschreibung danken wir thomasg Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Ostanfahrt von Lavone14,3 km931 HmSchön: 3 SterneHart: 2 Sterne
Westanfahrt von Pisogne16,8 km1244 HmSchön: 3 SterneHart: 4 Sterne

Ostanfahrt von Lavone  14,3 km / 931 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Ostanfahrt von Lavone
In Lavone (503 m) im mittleren Val Trompia ist der Colle San Zeno bereits an der Hauptstraße ausgeschildert. Die Straße führt zunächst nur sanft ansteigend taleinwärts, um dann über zwei lange Kehren nach etwa 2 km den Ort Pezzaze (614 m) zu erreichen. Zahlreiche Schilder informieren uns, dass dessen Einwohner, wie der Name der Stadt schon vermuten lässt, schon seit altersher dem Gewerbe der Fischerei nachgehen. Fischer im Gebirge - der Gedanke erscheint auch angesichts des eher mauen Baches, der durch Pezzaze fließt, etwas skuril.
Nachdem man den Ort durchfahren hat, hält man sich bei Kilometer 3,5 an einer Weggabelung in Richtung Avano. Über zahlreiche Kehren gewinnt man über bewirtschaftete Wiesen rasch an Höhe. Dabei haben die Kehren die unangenehme Eigenart, sich hinsichtlich ihrer Steilheit immer abzuwechseln. Auf ein flaches Stück von etwa 5% Steigung folgt unvermittelt eine Rampe von 12% oder mehr, der dann nach der nächsten Kurve wieder ein lammfrommer Abschnitt folgt. So erreichen wir nach insgesamt 6 km den Ort Avano (829 m).
Von hier an folgt man immer weiter der einzigen Straße, die in einem weiten Linksbogen auf die am gegenüberliegenden Bergrücken schon erkennbare Passhöhe zustrebt. Meist führt die Straße mäßig steil durch schattige Wäldchen. Das Spielchen mit den plötzlich auftretenden Rampen, die stellenweise 14% erreichen, wird aber auch hier beibehalten. Etwa bei Kilometer 10 passiert man einige Gasthäuser und einen Grillplatz, an dem ein sprudelnder Brunnen kühles Nass spendet.
Ab hier ist die Straßenführung deutlich zahmer, und man erreicht sehr schnell die Passhöhe. Das dortige Rifugio scheint aber nur sporadisch geöffnet zu sein, so dass man mangels anderer Bechäftigung recht schnell die Abfahrt Richtung Pisogne in Angriff nimmt.
Für die Beschreibung danken wir thomasg Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
thomasg Mail an Absenderohne Zeit01.07.2006
Brati Mail an Absenderohne Zeit13.06.2009

Westanfahrt von Pisogne  16,8 km / 1244 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Westanfahrt von Pisogne
In Pisogne am Nordende des Lago d'Iseo suchen wir die Beschilderung in Richtung Fraine und sehen irgendwann eine Kirche namens Santa Maria della Neve vor uns. Direkt hinter der Kirche fängt der Anstieg zum Colle San Zeno an, und zwar ziemlich heftig mit 10% Steigung auf zunächst ziemlich schlechtem Straßenbelag, der sich dann aber schnell bessert und bis Fraine über weite Strecken fast neu ist. Über einige Serpentinen geht es schnell nach oben und schon nach eineinhalb Kilometern lassen wir die letzten Häuser Pisognes hinter uns.
Einen Kilometer später erreichen wir dann den Wald, in dem es über weitere Serpentinen bergan geht. Ab und an sehen wir durch Lücken zwischen den Bäumen den See und das südliche Ende des Val Camónica unter uns. Leider ist dieser Teil des Tals sehr stark industrialisiert, aber wenigstens verschaffen wir uns so die Gewissheit, dass ein Industriegebiet von oben auch nicht schöner aussieht als von mittendrin betrachtet.
Etwa bei Kilometer 4,5 geht die Steigung zurück, wir sehen ein Dorf links über uns und durchfahren eine Gallerie und einen kurzen Tunnel. Nach weiteren 500 m folgt eine kurze Abfahrt in besagten Ort namens Sonvico hinein. Seine Lage ist fantastisch, beinahe wie auf einem Aussichtsbalkon, von dem aus man das sich unendlich lang ausbreitende Val Camónica und die hoch über dem Tal thronenden Berge der Bergamasker Alpen betrachten kann.
Hinter Sonvico führt der nächste Abschnitt wieder durch den Wald bei etwa sieben bis acht Prozent Steigung. Ab Kilometer sieben wird die Landschaft offener, und nach einem weiteren Kilometer erreichen wir Fraine, wo die Steigung kurz wieder nachlässt. Aber schon bald zieht es wieder an und der Teer wird auch schlechter. Die letzten Häuser Fraines lassen wir bei Kilometer neun hinter uns, einmal mehr nähern wir uns einem Waldstück. Es folgt eine ziemlich steile Rampe, nach der wir dann aus dem Wald heraus in das Val Palot auf 1050 m Höhe hineinfahren und etwa zwei fast flache Kilometer hinter uns bringen. Hinweisschilder auf Langlaufloipen lassen darauf schließen, dass hier Wintersport betrieben werden kann.
Hinter dem letzten Haus des Val Palot zieht die Straße wieder an und führt wieder mal in den Wald hoch. Diese letzten knapp fünf Kilometer sind mit einer Steigung von acht bis neun Prozent zwar nicht steiler als die ersten Kilometer bis Sonvico, aber wegen des schlechteren Straßenzustands schwerer zu fahren. Zudem hat man auf dem engen Weg im dichten Wald den Eindruck, in Richtung Ende der Welt unterwegs zu sein. Etwa einen Kilometer vor der Paßhöhe bleiben die Bäume zurück, hier attackieren dicke Bremsen den Autor der Beschreibung der Westanfahrt. Zum Glück ist der Schlußanstieg hinter einer letzten Serpentine ein wenig flacher, so dass die Biester mit einem beherzten Zielsprint abgeschüttelt werden können. Oben auf der Passhöhe steht noch immer kein Schild - es hat sich also nichts geändert, seitdem der Autor der Beschreibung der Ostanfahrt hier vorbeikam.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
roman wannersdorfer Mail an Absenderohne Zeit23.08.2008
Konrad Mail an Absenderohne Zeit22.04.2009
kingoflechhausen Mail an Absenderohne Zeit16.05.2009
christoph Mail an Absenderohne Zeit03.07.2010
paelzman Mail an Absenderohne Zeit31.08.2011