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Colle San Zeno (1434 m)

Die unspektakuläre Passhöhe.

Auffahrten

Von thomasg – In Lavone (503 m) im mittleren Val Trompia ist der Colle San Zeno bereits an der Hauptstraße ausgeschildert. Die Straße führt zunächst nur sanft ansteigend taleinwärts, um dann über zwei lange Kehren nach etwa 2 km den Ort Pezzaze (614 m) zu erreichen. Zahlreiche Schilder informieren uns, dass dessen Einwohner, wie der Name der Stadt schon vermuten lässt, schon seit altersher dem Gewerbe der Fischerei nachgehen. Fischer im Gebirge - der Gedanke erscheint auch angesichts des eher mauen Baches, der durch Pezzaze fließt, etwas skuril.
Nachdem man den Ort durchfahren hat, hält man sich bei Kilometer 3,5 an einer Weggabelung in Richtung Avano. Über zahlreiche Kehren gewinnt man über bewirtschaftete Wiesen rasch an Höhe. Dabei haben die Kehren die unangenehme Eigenart, sich hinsichtlich ihrer Steilheit immer abzuwechseln. Auf ein flaches Stück von etwa 5% Steigung folgt unvermittelt eine Rampe von 12% oder mehr, der dann nach der nächsten Kurve wieder ein lammfrommer Abschnitt folgt. So erreichen wir nach insgesamt 6 km den Ort Avano (829 m).
Von hier an folgt man immer weiter der einzigen Straße, die in einem weiten Linksbogen auf die am gegenüberliegenden Bergrücken schon erkennbare Passhöhe zustrebt. Meist führt die Straße mäßig steil durch schattige Wäldchen. Das Spielchen mit den plötzlich auftretenden Rampen, die stellenweise 14% erreichen, wird aber auch hier beibehalten. Etwa bei Kilometer 10 passiert man einige Gasthäuser und einen Grillplatz, an dem ein sprudelnder Brunnen kühles Nass spendet.
Ab hier ist die Straßenführung deutlich zahmer, und man erreicht sehr schnell die Passhöhe. Das dortige Rifugio scheint aber nur sporadisch geöffnet zu sein, so dass man mangels anderer Bechäftigung recht schnell die Abfahrt Richtung Pisogne in Angriff nimmt.

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01:15:18 | 14.07.2015
AuroraBorealis
Dolce Vita
Von AP – In Pisogne am Nordende des Lago d'Iseo folgt man der Beschilderung in Richtung Fraine und sieht irgendwann eine Kirche namens Santa Maria della Neve vor sich. Direkt hinter der Kirche fängt der Anstieg zum Colle San Zeno an.
Und zwar ziemlich heftig mit 10% Steigung auf zunächst ziemlich schlechtem Straßenbelag, der sich dann aber schnell bessert und bis Fraine über weite Strecken fast neu ist. Über einige Serpentinen geht es nach oben. Schon nach eineinhalb Kilometern läßt man die letzten Häuser Pisognes hinter sich.
Einen Kilometer später erreicht man den Wald, in dem es über weitere Serpentinen bergan geht. Ab und an sieht man durch Lücken zwischen den Bäumen den See und das südliche Ende des Val Camónica unter sich. Leider ist dieser Teil des Tals sehr stark industrialisiert, aber wenigstens verschafft man sich so die Gewissheit, daß ein Industriegebiet von oben auch nicht schöner aussieht als von mittendrin betrachtet.
Etwa bei Kilometer 4,5 geht die Steigung zurück. Man sieht nun ein Dorf links über sich und durchfährt eine Gallerie und einen kurzen Tunnel. Nach weiteren 500 m folgt eine kurze Abfahrt in besagten Ort namens Sonvico hinein. Sonvicos Lage ist fantastisch, beinahe wie auf einem Aussichtsbalkon, von dem aus man das sich unendlich lang ausbreitende Val Camónica und die hoch über dem Tal thronenden Berge der Bergamasker Alpen betrachten kann.
Hinter Sonvico führt der nächste Abschnitt wieder durch den Wald bei etwa sieben bis acht Prozent Steigung. Ab Kilometer sieben wird die Landschaft offener, und nach einem weiteren Kilometer erreicht man Fraine, wo die Steigung kurz nachläßt. Aber schon bald zieht es wieder an, der Teer wird auch schlechter. Die letzten Häuser Fraines läßt man bei Kilometer neun hinter sich, einmal mehr nähert man sich einem Waldstück. Es folgt eine ziemlich steile Rampe, nach der man aus dem Wald heraus in das Val Palot auf 1050 m Höhe hineinfährt und etwa zwei fast flache Kilometer hinter sich bringt. Hinweisschilder auf Langlaufloipen lassen darauf schließen, daß hier Wintersport betrieben werden kann.
Hinter dem letzten Haus des Val Palot zieht die Straße an und führt wieder mal in den Wald hoch. Diese letzten knapp fünf Kilometer sind mit einer Steigung von acht bis neun Prozent zwar nicht steiler als die ersten Kilometer bis Sonvico, aber wegen des schlechteren Straßenzustands schwerer zu fahren. Zudem hat man auf dem engen Weg im dichten Wald den Eindruck, in Richtung Ende der Welt unterwegs zu sein.
Etwa einen Kilometer vor der Paßhöhe bleiben die Bäume zurück, hier attackierten dicke Bremsen den Autor der Beschreibung der Westanfahrt. Zum Glück ist der Schlußanstieg hinter einer letzten Serpentine ein wenig flacher, so daß die Biester mit einem beherzten Zielsprint abgeschüttelt werden konnten. Oben auf der Passhöhe stand noch immer kein Schild - es hatte sich also nichts geändert, seitdem der Autor der Beschreibung der Ostanfahrt hier vorbeigekommen war.

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Schnellste Zeit
01:20:00 | 17.05.2016
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01:20:30 | 17.08.2016
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