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Crawinkel (480 m)

Thüringer Wald, Thüringen.
Crawinkel ist erreicht.
Crawinkel befindet sich auf einem dem Thüringer Wald vorgelagerten Plateau, das hauptsächlich vom Jonastal und dem Tal der Wilden Gera begrenzt wird. Im Ort kreuzen sich zwei bereits im Mittelalter wichtige Handels- bzw. Heerstraßen, so dass der Ort damals hauptsächlich als Fuhrmannsdorf bekannt war. Die Crawinkler Fuhrleute verrichteten u.a. Vorspanndienste auf der über den Großen Beerberg führenden Handelsroute Erfurt–Arnstadt–Suhl. Auf dem Rennsteig weisen heute noch die Bezeichnungen Suhler und Crawinkler Ausspanne auf diese Fuhrmannsdienste hin.
Des Weiteren gewann Crawinkel durch das Mühlsteinhauergewerbe an Bedeutung. Noch 1875 wurden hier in einem Jahr über 600 Mühlsteine angefertigt.
In den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkrieges wurden etwa drei Viertel des Ortes bei Kampfhandlungen zerstört, nachdem das Dorf durch Einheiten der Waffen-SS verteidigt worden war, die vermutlich in Zusammenhang mit dem streng geheimen Sonderbauvorhaben III standen, bei dem ab 1944 im nahegelegenen Jonastal von KZ-Häftlingen Stollen angelegt wurden. Der genaue Zweck dieser Anlage ist bis heute nicht genau bekannt, es gibt jedoch Vermutungen, dass dort in den letzten Kriegsmonaten eine Atombombe entwickelt werden sollte.
Es gibt insgesamt vier mögliche Auffahrten nach Crawinkel: Von Ohrdruf aus Norden kommend entweder direkt über die B88 oder über Wölfis, im Süden aus dem Geratal von Gräfenroda über Frankenhain und schließlich, die landschaftlich wohl schönste Strecke, von Arnstadt durch das Jonastal.
Im Ort beginnt auch gleichzeitig der Anstieg zur Wegscheide und weiter nach Oberhof.
Für die Beschreibung danken wir Kletterkönig120 Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordostauffahrt von Arnstadt15,1 km207 HmSchön: 4 SterneHart: 1 Sterne
Nordwestauffahrt von Ohrdruf5,7 km96 HmSchön: 2 SterneHart: 1 Sterne

Nordostauffahrt von Arnstadt  15,1 km / 207 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 1 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordostauffahrt von Arnstadt
Die Auffahrt durchs Jonastal beginnt an der Bundesstraße 4 mitten in Arnstadt, aus Norden kommend, kurz hinter der Eisenbahnüberführung am Kreisverkehr. Dort biegt man rechts ab in die Wachsenburgallee und folgt der rechts neben der Straße kanalisierten Wilden Weißen.
Auf dem ersten Kilometer passiert nicht viel Spannendes, man durchquert Arnstadt und gelangt so recht einfach zum Ortsende. Dort lässt man schnell die letzten Häuser hinter sich, ohne dass es deutlich steiler wird. Am Anfang schlängelt sich die Straße von Bäumen gesäumt durchs Tal und eröffnet gelegentlich Ausblicke auf die teilweise steil abfallenden Muschelkalkabhänge.
Nach rund 6 km passiert man den Abzweig nach Espenfeld, der kurz und steil über Kopfsteinpflaster bergan führt, während es im Jonastal weiter gemächlich bergan geht. Die Steigung beträgt selbst auf den steilsten Stücken nie mehr als 5 % – es zieht sich eben nur ziemlich in die Länge.
Ein paar Kilometer weiter findet man am rechten Straßenrand ein Denkmal, das an die KZ-Häftlinge erinnert, die nur wenige hundert Meter weiter die Stollen graben mussten bzw. auf dem langen Marsch ins Jonastal gestorben sind.
Kurze Zeit später kann man rechts der Straße im Hang dunkle Löcher erkennen. Wer Zeit hat, kann sich das Ganze auch näher anschauen und sich an Schautafeln informieren.
Bei Kilometer elf lässt man den nach Gossel über Pflaster führenden steilen Anstieg links liegen und kurbelt weiter gemächlich Crawinkel entgegen. Das Tal weitet sich jetzt, und die Straße wird wieder zu einer Allee. Allmählich gelangt das Ziel ins Blickfeld, als erstes erkennt man die markante Silhouette des Siegelbergs, über den der Anstieg zur Wegscheide verläuft. Dabei nimmt die ohnehin schon moderate Steigung weiter ab. Allerdings sollte man hier eher den Westwind fürchten, der häufig über das offene Gelände weht und das Vorankommen dann oft mehr erschwert als der Berg an sich.
Nach ca. 14,5 km passiert man das Ortsschild von Crawinkel, folgt der Straße durch den Ort über eine 90-Grad-Linkskurve, bevor etwa 300 m weiter an der rechts abknickenden Vorfahrt die Auffahrt endet.
Biegt man hier links ab, gelangt man über die B88 nach Frankenhain und weiter nach Gräfenroda ins Tal der Wilden Gera, mit der Option zur Auffahrt auf den höchsten Berg Thüringens.
Wer der B88 nach rechts folgt, gelangt nach ca. 500 m an eine Straßengabelung im Ort, die gleichzeitig der Startpunkt für die Auffahrt zur Wegscheide ist. Die B88 hingegen führt hinab nach Ohrdruf.
Für die Beschreibung danken wir Kletterkönig120 Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: ABO1906 Mail an Absender0 h 29 m 32 s16.06.2010
Mittlere Zeit: Thüringer_jung Mail an Absender0 h 35 m 04 s20.08.2009
Langsamste Zeit: 0 h 43 m 15 s19.06.2009

Nordwestauffahrt von Ohrdruf  5,7 km / 96 Hm Schön: 2 Sterne Hart: 1 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordwestauffahrt von Ohrdruf
Der Startpunkt für die Südostauffahrt befindet sich etwas außerhalb von Ohrdruf, an der Einmündung der Crawinkler Straße in die B88.
Von Ohrdruf kommend biegt man nach links auf die B88 ein, die nach einer Rechtskurve allmählich ansteigt. Kurz nach der Kurve passiert man einen nach Wölfis führenden Weg, danach führt die Straße mit etwa 2–3 % geradlinig bergauf. Wer hier spektakuläre Rampen erwartet, ist leider völlig fehl am Platz, die Steigung überschreitet im weiteren Verlauf nie die 5 %-Marke. Große Aussichten bieten sich auch nicht, da die Strecke überwiegend im Wald verläuft. Erst kurz vor Crawinkel, an der Einmündung der von Wölfis heraufführenden Straße, öffnet sich der Wald, und man befindet sich auf dem Plateau von Crawinkel. Bis zum Ort verläuft die Straße fast eben.
An der ersten größeren Kreuzung in Crawinkel besteht die Möglichkeit, zur Wegscheide in Richtung Oberhof weiter zu fahren. Links geht es noch ein paar Meter hinauf, dort trifft man auf die oben beschriebene Auffahrt aus dem Jonastal.
Rechts geht es weiter nach Frankenhain und ins Tal der Wilden Gera hinunter.
Für die Beschreibung danken wir Kletterkönig120 Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.ABO1906 Mail an Absender0 h 10 m 05 s24.06.2010
2.ruedi Mail an Absender0 h 11 m 20 s03.05.2009
3.Kletterkönig120 Mail an Absender0 h 16 m 00 s02.07.2008