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Einkorn (506 m)

CIMG2761.

Auffahrten

Von kletterkünstler – Beginnen wir mit der Standardvariante. Dies ist die leichteste, aber auch langweiligste Strecke. Eine gewisse Würze könnte man ihr jedoch durch die Erklimmung des Klosterberges verleihen. Dazu muss man nur das kurze Rämplein namens Im Stöckle bezwingen. Über die Bildersteige gelangt man dann schließlich zum Kloster und über Kopfsteinpflaster in dessen Hof vor die Tore der prächtigen Nikolauskirche. Der flache Großcomburger Weg führt dann zurück zur L1055. Nicht nur in diesem Fall kann ich eine Anfahrt über die für den motorisierten Verkehr nicht durchgehend befahrbare Unterlimpurger Straße am rechten Kocherufer nur wärmstens empfehlen.
Die gut ausgebaute und daher leider stark befahrene Straße schlängelt sich mit geringer Steigung nach Hessental, wo sich der Bahnhof Schwäbisch Halls befindet. Dabei lässt man einige heftige Rampen rechts liegen, die weiter unten beschrieben sind. Ein linksseitiger Radweg schützt uns vor dem Verkehr.
In Hessental verlassen wir den Kreisel geradeaus durch die zweite Ausfahrt, unterqueren die Bahnlinie und folgen der Straße nach rechts. Zwischen Gewerbegebiet und Bahngleisen bleibt es zunächst flach, was sich kurz darauf mit Verlassen des Ortes ändert. Wir passieren den Weiler Burgbretzingen und schließlich die brutal steile und zur Hälfte geschotterte Alte Einkornstraße, die links abzweigt.
Nun beginnt die Schlusssteigung. Den Gipfel mit der Startwiese der Paraglider, deren Landeplatz sich rechts unter uns befindet, erblicken wir bereits über uns. Bei Steigungswerten zwischen 7 und maximal 10 % gewinnen wir auf den verbleibenden 1,4 Kilometern bis zum Scheitelpunkt am Abzweig der flachen Gipfelstraße 106 Höhenmeter, was einer Durchschnittssteigung von 7,6 % entspricht. Schlängelt sich die Straße entlang des offenen Südhangs zunächst noch durch Wiesen und Felder, die einige Blicke nach Süden in den Rosengarten erlauben, so tauchen wir hinter einer markanten Linkskurve für die letzten 500 m in den Wald ein.
In einem Rechtsknick, wo sich ein Wanderparkplatz befindet, haben wir es dann geschafft. Die Straße führt rechts zunächst wellig, dann über eine kurze, auch dank einer glatten Asphaltdecke aber rasante Abfahrt aus dem Wald heraus nach Herlesbach. Ich kann aber jedem den kurzen, flachen Abstecher zur Gipfelbebauung empfehlen – sei es wegen des Biergartens oder der Aussicht. Eine Pause schadet schließlich nie, wenn es nicht gerade regnet oder bitterkalt ist.


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Von kletterkünstler – Beginnen wollen wir diese Beschreibung mit einem kleinen Vorwort: Aufgrund der Vielzahl an potentiellen Steigen nach Hessental scheint diese Auffahrtsvariante zunächst willkürlich. Im Grunde ist es aber ganz einfach: Zusammen dürften die Bretzinger Steige und die Alte Einkornstraße, die zu mehr als der Hälfte geschottert und dazu noch bocksteil ist, die härteste Variante ergeben, um auf den Einkorn zu gelangen. Eine Einschränkung muss jedoch gemacht werden: So kann der Autor nichts über die Steilheit der Ödenbühlsteige sagen, da diese bei seinem Besuch gesperrt war und ihm so verwehrt blieb.

Los geht es auch hier am Kocherufer unterhalb des mächtigen Klosters Comburg. Wir folgen der Landesstraße nach Hessental jedoch nur für wenige Meter und biegen stattdessen gegenüber der Neustetter Straße (s. alternative Anfahrt von Schwäbisch Hall und Variante über das Kloster) rechts ab, um sogleich der Bretzinger Steige nach links zu folgen. Sofort wird es steil. Ein Blickfang ist das Torhaus, das wir durchfahren. Die Straße windet sich nach links und erreicht nach Verlassen des Ortes Steigungsspitzen von 18, vielleicht auch 20 %. Von Bäumen eingerahmt können wir uns ganz auf die hochprozentige Quälerei konzentrieren. Gemeinerweise kann man übrigens die gesamte Wand einsehen.

Mit einer Rechtskurve, die uns linker Hand einen grandiosen Blick auf den prachtvollen Klosterkomplex von Großcomburg bietet, haben wir das Gröbste überstanden. Tauchen wir kurz darauf endgültig aus dem Gestrüpp auf, verflacht der Weg zusehends. Wir passieren den Kleincomburger Weg, der weiter unten beschrieben wird, blicken dabei auf das Kloster Kleincomburg mit der romanischen Kirche St. Ägidius aus dem Jahre 1108 und klettern zwischen Feldern weiter aufwärts.
Im Ort mit dem martialischen Namen Gschlachtenbretzingen angekommen, gibt es mehre Möglichkeiten der Weiterfahrt. Ich schlage folgende vor: Zunächst folgen wir der Hauptstraße geradeaus, biegen dann am bzw. kurz vor dem Ortsende links ab in die Felder, schlagen einen Bogen, um die Bahntrasse der Strecke Crailsheim–Heilbronn zu überqueren und stoßen schließlich auf die L1055, der wir nur wenige Meter nach rechts folgen, um wiederum links in Richtung Einkorn abzubiegen. Auf den hiesigen Wiesen landen die Paraglider, die oben am Gipfel starten.

Bei ein paar Häusern treffen wir schließlich auf die Einkornstraße, die wir geradeaus queren, um uns der Herausforderung Alte Einkornstraße zu stellen. Ist diese zunächst zwar noch asphaltiert, so zeigt sie steigungstechnisch gleich, was in ihr steckt und uns auf den folgenden 700 Metern bis zum Gipfelplateau erwartet. Nämlich bis zu 18 % Steigung. Im Wald weicht der Asphalt dann auch noch Schotter und Erde. Im Herbst und Winter bzw. frühen Frühling kommen dann noch reichlich Blätter, kleine Äste und Gedöns dazu, die das Vorankommen auf dünnen Rennvelopneus erschweren. Nicht selten bleibt man in Erde und Massen von Blättern oder an einem größeren Brocken hängen.

Noch recht weit unten hat man eingangs des Waldes rechter Hand die Möglichkeit, in einen Seitenweg abzubiegen und kurz anzuhalten, um ein wenig Luft zu holen. Hier ist es nämlich auch möglich wieder aufs Rad zu steigen, was mitten in der Schotterrampe doch eher ein aussichtsloses Unterfangen sein dürfte. Wer es schließlich ohne abzusteigen bis zur Einmündung in die Zufahrtsstraße von der K2599 zum Gipfelareal mit seiner Infrastruktur geschafft hat, dem gebührt Respekt! Chapeau! Eine Stärkung im Biergarten oder eine Aussicht genießende Pause auf einer der Bänke auf der nach Süden ausgerichteten Wiese, die Paraglider als Startbahn nutzen, hat man sich nun redlich verdient.

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Von kletterkünstler – Der Kleincomburger Weg liegt zwischen der Bretzinger Steige und dem Kutschenbachweg. Für das Anforderungsprofil gilt das nicht, handelt es sich doch um die leichteste der bekannten Varianten abseits der Hauptroute, um von Comburg auf den Einkorn zu gelangen.
Nach rund 300 Metern verlassen die Landesstraße 1055 nach rechts in den Kleincomburger Weg, die sich nach wenigen Metern kurzzeitig gabelt. Wir passieren ein hübsches Fachwerkhäuschen, durchfahren ein Torhaus und verlassen schließlich den Ort. Bislang war alles noch ganz harmlos. In der Kehre führt geradeaus ein Weg, der eine weitere Auffahrtsvariante darstellen könnte, falls er durchgänig asphaltiert ist....okay, das ist die Alte Einkornstraße auch nicht, aber man muss ja nicht schon hier unten damit anfangen.
Der Kleincomburger Weg zeigt uns nun seine Krallen, konfrontiert er uns bis zur namensgebenden Abtei doch mit bis zu 12, vielleicht auch 13 % Steigung. Dann wird es etwas leicht (vielleicht 8–10 %), ehe wir auf 350 Metern Höhe (mit schönem Blick auf Groß- und Kleincomburger Kloster) in die Bretzinger Steige münden, die aber ihren Schrecken schon vorher verbreitet hat. Folglich geht es, den Einkorn im Blick nun nur noch leicht aufwärts. Durch die Alte Einkornstraße kann man das Ganze noch etwas würzen, doch haben wir in diesem Fall die leichtere Variante vorgesehen, folgen also oberhalb der Paraglider-Landewiese bei Burgbretzingen der Kreisstraße zum Einkorn..

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Von kletterkünstler – Hier kann ich wärmstens empfehlen, statt der Landesstraße den Weg über Im Stöckle und den Großcomburger Weg zu wählen, und dabei der Klosteranlage einen kurzen Besuch abzustatten. Schräg gegenüber der Einmündung in die L1055 geht es dann gleich wieder rechts ab in den Kutschenbachweg.
Wir halten uns leicht links, während es sich ganz rechts um die Odenbühlsteige handelt. In einer Linkskurve passieren wir noch ein paar Häuser, dann sind wir mit den Bäumen und dem Gestrüpp sowie der schweißtreibenden Steigung von 16 bis 18 % alleine. In einer Spitzkehre neben einem Haus haben wir dann schon über 50 Höhenmeter auf gerade einmal 340 Metern gewonnen. Es geht zwischen Bäumen hindurch (Vorsicht Pferde auf der Fahrbahn!) weiter steil bergauf, ehe ausgangs einer langen Linkskurve ein Hof und der Begrenzungszaun eines Werksgeländes erreicht werden, der schon bessere Zeiten hinter sich hat.
Wir folgen dem nun flachen Kutschenbachweg nach rechts und treffen auf die L1055, der wir nach rechts in Richtung Michelbach an der Bilz folgen, um nach der Überquerung der Bahnlinie links abzubiegen. Der weitere Weg ist bekannt. Die Kreisstraße wird gerade in die Alte Einkornstraße überquert. Wem diese zu steil oder zu schottrig ist, kann natürlich auch die neue Einkornstraße nehmen. Ebenso kann man bei der Einmündung in die L1055 den Weg nach links vorbei am Bahnhof Schwäbisch Hall-Hessental wählen.

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