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El Tabonal Negro (2362 m) Las Cañadas

Straße durch die Mondlandschaft.

Auffahrten

Von thomasg – Vom Boca de Tauce, dem Kreuzungspunkt zwischen der von Westen heraufführenden TF-38 und der die Cañadas von Süden nach Nordosten durchquerenden TF-21, geht es zunächst etwa 4 km leicht wellig in Richtung Osten. Hinter einer wüstenähnlichen Landschaft mit hellem Sand erheben sich markant die Felsnadeln der Roques de Garcia. Dahinter erkennt man auch schon das erste Zwischenziel, das Hotel Parador Nacional.
Die Straße beginnt dann anzusteigen und führt mit etwa 8 % Steigung stetig bis zum Hotel. An drei Stellen führt sie durch kleine Einschnitte, an denen man besonders vorsichtig sein sollte, da ständig kleinere und größere Steine herabrollen und auf der Straße liegenbleiben. Man sollte hier nicht zögern, auf die bergabgewandte Fahrbahnseite zu wechseln und gegebenenfalls den nachfolgenden Autos etwas Geduld abzuverlangen.
Kurz bevor es durch die letzten Felsen vor dem Parador Nacional geht, sprudelt – je nach Niederschlag mehr oder weniger stark – ein kleiner Bach herunter. Auf der wasserarmen Insel Teneriffa ein seltener Anblick. Nach insgesamt 6,5 km erreicht man nun das Hotel Parador Nacional auf 2136 m, wo man bei wolkenlosem Himmel unbedingt eine kleine Auszeit machen und ein kurzes Sonnenbad sowie die grandiose Landschaft genießen sollte.
Von hier an führt die Straße zunächst über einige Kilometer kerzengrade in Richtung Teide, um dann in einem weiten Bogen nach rechts an der Talstation der Teide-Seilbahn vorbei zum Ziel zu führen. Die Steigung liegt hier meist bei mäßigen 3–4 % und steigt nur auf einem kurzen Stück auf etwa 10 % an. Der weithin sichtbare Aussichtspunkt El Tabonal Negre ist so schnell erreicht.
26 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:26:53 | 15.04.2009
valverde26
Mittlere Zeit
00:42:00 | 31.08.2016
Don Jusi
Dolce Vita
00:53:12 | 12.02.2018
storck
Von thomasg – Ausgangspunkt der Nordostanfahrt ist El Portillo de la Villa, wo die Kammstraße TF-23 über den Cumbre Dorsal von der von Puerto de la Cruz herauf- und dann durch die Cañadas führenden TF-21 abzweigt. Hier gibt es eine Bar und ein Restaurant.
Die gut asphaltierte Straße führt zunächst mit etwa 6 % Steigung stetig bergan. Nach etwa 1,5 km erreicht man einen Infopunkt auf etwa 2140 m Höhe, wo sich weitere Möglichkeiten zur Einkehr bieten. Hier flacht die Straße auch zunehmend ab, und vor einem öffent sich zunehmend der Blick über die Szenerie der Cañadas. Überragt wird die Szenerie vom grandiosen Anblick des Teide. Nach insgesamt etwa 3,5 km wird die Straße mit bis zu 6 % Steigung wieder etwas steiler. Bis zum Ziel am El Tabonal Negre wird diese auch nie überschritten, sondern ab und zu durch flache Abschnitte unterbrochen.
Der Anblick der Landschaft wechselt nun nach jeder Kehre. Bestimmt am Anfang noch rotes Lavagestein, welches der Teide in Jahrmillionen ausgehustet hat, das Bild, so wechseln die Farben später zwischen hellem Beige und dunklem Schwarz. Ständig entdeckt man in der Nähe oder in der Ferne interessante Felsformationen und neue Ansichten. Das Wechselspiel des Lichts tut insbesondere bei der meist vorherschenden leichten Bewölkung ihr Übriges dazu. In diesem Ambiente rollt es sich natürlich umso leichter, und nach etlichen Aussichtspunkten erreicht man ohne Mühe das Ziel am El Tabonal Negre.
12 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:32:46 | 26.11.2013
Andreas Mager
Mittlere Zeit
00:36:13 | 04.04.2016
Möstimoto
Dolce Vita
00:37:23 | 28.02.2017
Reinhard
Von AP – Der Weg auf die Hochfläche um den Teide herum (die Cañadas) von Puerto de la Cruz aus ist einer der langen Anstiege der Kanarischen Inseln (siehe auch Roque de los Muchachos oder Pico de las Nieves), auf denen um die 2000 Höhenmeter bewältigt werden müssen, also weit mehr, als selbst bei einem langen Alpenpass zu erwarten sind. Man durchfährt dabei das Orotavatal, eine der fruchtbarsten Regionen Spaniens.
Dieses Tal ist keine von Bergketten begrenzte Schlucht, sondern ein recht sanft geneigter Teil des Nordhangs des Teide, ungefähr 110 Quadratkilometer groß, der durch zwei bis zum Atlantik reichende Bergrücken eingezwängt wird. Alexander von Humboldt hat dieses Tal im Jahr 1799 besucht und als einen der reizvollsten Flecken der Erde bezeichnet. Wer weiß, vielleicht würde er diese Einschätzung heutzutage revidieren angesichts der Masse an größeren und kleineren Ortschaften, Bananenplantagen, Kartoffelfeldern, Hotelhochhäusern und mehr oder minder geschmacklosen Apartmentsiedlungen, die sich hauptsächlich über die untere Hälfte des Tals erstrecken. Sogar eine Autobahn hat man nicht vergessen zu bauen. Wir wollen aber nicht zu kritisch sein und eingestehen, dass sich im Tal einige schöne Punkte bewahrt haben, manche Küstenabschnitte (zum Beispiel die Rambla de Castro) und natürlich der gewaltige Kiefernbergwald in der oberen Hälfte. Und die fast subtropisch anmutende Vegetation umhüllt doch so manche Bausünde mit einem Mantel aus üppigstem Grün.

Zurück zum Anstieg: Neben den über 2000 Höhenmetern ist der schwierigste Aspekt nicht etwa die Steigung, sondern der ziemlich dichte Verkehr auf den ersten Kilometern zwischen Puerto de la Cruz und La Orotava. Verschiedene Wege führen vom Meer hoch nach Orotava. Wir bieten eine Variante an, die am westlichen Ende von Puerto de la Cruz beginnt, oberhalb der von Cesar Manrique originell gestalteten Playa Jardin, einem dunklen Vulkanstrand mit einem kleinem Wasserfall und einer hübschen Gartenanlage.
Erstmal geht es auf der Avenida Blas Peréz González an dem zur rechten Hand liegenden, nicht bebauten Barranco de San Felipe nach oben. Die Straße knickt nach links, führt an der Markthalle von Puerto de la Cruz vorbei und biegt dahinter auf die Calle de las Cabezas ein. Man fährt nach rechts und folgt dieser Hauptstraße, die irgendwann auch ihren Namen in Carretera General Puerto de la Cruz ändert. Sie schlängelt sich mit etwa 5 % Steigung durch Randviertel von Puerto de la Cruz, wobei man auch eine Bananenplantage passiert. Nach etwa drei Kilometern erreicht man einen Verkehrskreisel mit einer Tankstelle, an der man der Beschilderung in Richtung Santa Cruz/Teide folgt. Unterhalb der autopista del norte entlang geht es nun nur leicht ansteigend weiter bis zu einem zweiten Kreisel oberhalb der Autobahn. Immer weiter in Richtung Santa Cruz fährt man nun auf die Autobahn, bleibt aber auf dem Standstreifen einer Abbiegespur in Richtung La Orotava (por el Mayorazgo).
Keine Angst, dieser Abschnitt ist kurz und nicht so dramatisch, wie er klingt. Man verlässt also die Autobahn in besagte Richtung wieder und hält geradeaus auf dem Camino Cruz de los Martillos auf Orotava zu. Die höchsten Steigungswerte der gesamten Auffahrt müssen nun bewältigt werden, punktuell steigen manche Rampen mit über 10 % an. An der nächsten Kreuzung biegt man links auf die TF-322 ein, auf der man eine urbanización durchquert. Nun wird es etwas unübersichtlich, der kürzeste Weg zur Hauptstraße TF-21 führt durch das Zentrum von Orotava, allerdings sind dort die Straßen extrem steil und teilweise gepflastert. Besser ist es, man versucht sich an Geradeaus-rechts-geradeaus-Kombinationen und erreicht so die TF-21 ein wenig östlich unterhalb des Zentrums. Diese Straße ist leicht zu erkennen am chaotischen Verkehrsaufkommen, was befürchten lässt, dass viele Einwohner dieses Ortes als Hobby Autofahren angeben würden, wenn man sie befragte. Auf dieser Straße kurvt man der Beschilderung „Teide” folgend durch Orotava.
Hinter Orotava fahren dann aber deutlich weniger Autos. Auf den folgenden Kilometern liegt die Steigung weiterhin im Bereich von 5 bis 7 %, der Asphalt ist zum Teil bröckelig, aber rechts von der Straße ist bisweilen eine Fußgängerspur vorhanden, die auch von Radlern genutzt werden kann. Immer wieder tauchen Dörfer auf, oder vielmehr zerfaserte Häusergruppen, zwischen denen sich terrassenartige Felder erstrecken. Es bieten sich auch zum ersten Mal schöne Ausblicke über den unteren Teil des Orotava-Tals und den Atlantik. Botanisch versierte Radfahrer dürften erkennen, dass nun eine Klimastufe erreicht wird, die nicht mit der an der ganzjährig milden Küste zu vergleichen ist. Ursprüngliche Vegetation ist aber nicht mehr im großen Stil vorhanden, vielmehr ist Landwirtschaft der prägende Faktor.
Die letzte wirkliche Ortschaft des Tales ist Aguamansa, auf über 900 m Höhe gelegen. Hinter Aguamansa ändert sich der Charakter des Tales gewaltig: der Kiefernwald, genannt corona forestal (Waldkrone), beginnt! Der Weg zieht sich nun wie ein Kaugummi an der Schuhsohle in Richtung Westen, die Kilometer sind von der Steigung (5 bis 6 %) her von erstaunlicher Regelmäßigkeit, Kehren gibt es kaum (ganze 6 bis hoch zu den Cañadas). In Abständen sind Aussichtsplätze am Rande der Straße geschaffen worden, von denen aus man an klaren Tagen bis La Palma schauen kann. Natürlich werden die Ausblicke umso gewaltiger, je höher man kommt. Den Gipfel des Teide sieht man recht früh schon zum ersten Mal, etwa auf einer Höhe von 1150 m. Über die jeweilige Höhe ist man übrigens auch ohne technische Hilfsmittel bestens informiert, da immer wieder Hinweisschilder auf die Namen der erreichten Punkte (zum Beispiel Montaña Rosa) Höhenangaben beinhalten. Insgesamt sind fast 15 Kilometer im Wald zurückzulegen, auf denen die Beine immer schwerer werden.
Und dann kommt ganz ohne Vorwarnung nach über 33 Kilometern auf einer Höhe von etwa 1950 m der große Augenblick: Mit einem Mal weicht der Wald zurück, und die Wüste der Cañadas breitet sich aus. Radfahren mit Italo-Western-Flair ist jetzt angesagt. Wenig später erreicht man die Kreuzung von El Portillo, wo ein Informationszentrum mit botanischem Garten erbaut wurde.
Dort zweigt nach links die Straße zum höchsten Punkt Teneriffas, der mit dem Rennrad angesteuert werden kann, dem Observatorium auf dem Izaña, ab. Geradeaus geht es weiter in die Mondlandschaft der Cañadas. Die Weiterfahrt zum Tabonal Negro ist unter der Nordostanfahrt von Portillo de la Villa beschrieben.
19 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
02:12:00 | 31.03.2011
axscoach
Mittlere Zeit
03:05:08 | 09.10.2015
Seppdepp
Dolce Vita
03:17:01 | 04.04.2016
Möstimoto
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