Felbertauern (1632 m)

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Felbertauern (1632 m)
Schildalm

Alpen, Hohe Tauern, Osttirol, Salzburg.
Die letzte, überbreite Rampe mit dem "echten" Felbertauern im Blick (rechts).
Der Felbertauern ist eigentlich ein 2481 m hoher Pass in den Hohen Tauern, der das Land Salzburg mit dem abgetrennten Teil Tirols, Osttirol, verbindet. Die Straße führt jedoch nur auf eine Höhe von 1632 m (Osttirol) bzw. 1607 m (Salzburg) und verschwindet dort in einem mehr als 5,3 km langen Tunnel. Bevor dieser Tunnel im Jahr 1967 für den Verkehr freigegeben wurde, musste man, um von Osttirol in die Landeshauptstadt Innsbruck zu gelangen, entweder durch Südtirol oder über die nur im Sommer befahrbare Großglockner-Hochalpenstraße fahren.
Die Straße führt zu mehr als einem Drittel durch Lawinengalerien und Tunnels, und über die Hälfte der Strecke ist dreispurig ausgebaut – ein moderner Alpenpass also. Weite Strecken führen auch über Brücken, und die Steigung übersteigt nirgends die 10 %-Marke. Trotzdem ist eine Fahrt hinauf zu einem der Tunnelportale ein Erlebnis, oben kann man dann den Tunnelshuttle der Felbertauernstraße AG anrufen, um problemlos auf die andere Seite zu gelangen.
Früher war der Weg über den Felbertauern ein viel begangener Übergang, dessen Bedeutung sich mit der Vereinigung des Gerichtes Matrei, das zuvor zu Salzburg gehörte, mit Tirol schmälerte. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es Pläne für eine Großvenediger-Hochalpenstraße, die über den Pass führen sollte, diese wurden jedoch zu Gunsten der Großglockner-Hochalpenstraße wieder verworfen. Heute befindet sich die Straße nahe an den Grenzen zum Nationalpark Hohe Tauern, der durch die Felbertauernstraße ebenso wie durch die Großglockner-Hochalpenstraße geteilt wird.
Der echte Pass liegt etwas westlich des Tunnels, der unter den Bärenköpfen (2862 m) durchführt. Die Passstraße verläuft in Salzburg im oberen Abschnitt auch nicht im namensgebenden Felbertal, sondern im Amertal, wo sich auch der malerische Elisabethsee befindet. Das Südportal des Tunnels befindet sich rund 130 Hm oberhalb der Schildalm, die direkt am Tauernbach liegt.
Für die Beschreibung danken wir Roli Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südanfahrt von Matrei in Osttirol16,2 km700 HmSchön: 3 SterneHart: 2 Sterne
Nordauffahrt von Mittersill21,5 km845 HmSchön: 2 SterneHart: 2 Sterne

Südanfahrt von Matrei in Osttirol  16,2 km / 700 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südanfahrt von Matrei in Osttirol
Der Anstieg zum Felbertauern beginnt, von Lienz kommend, bei der ersten Abzweigung in den Ort Matrei in Osttirol, zur Goldried-Gondelbahn und ins Virgental. Ab hier beginnt die B108 deutlich mit über sechs Prozent anzusteigen. Rasch gewinnt man östlich des Ortes an Höhe und fährt oberhalb der Kirche vorbei. Wenig später bei Kilometer 1,4 beginnt die „echte“ Felbertauernstraße an einer weiteren Abzweigung in den Ort. Nach 3,9 Kilometern flacht die Straße hinter der ersten Lawinengalerie völlig ab und führt am Gasthaus Felbertauernstüberl und am Gasthaus Lublaß vorbei oberhalb des Endes der Prosseggklamm entlang. Der Tauernbach hat sich hier tief in den Fels geschnitten, und noch im flacheren Teil folgen zwei unbeleuchtete, kurze Tunnels und zwei Lawinengalerien. Dahinter ist die Klamm passiert, und das Tal weitet sich etwas.
Die Steigung zieht ab der Abzweigung in den Weiler Gruben (6,7 km), der malerisch links oberhalb der Straße liegt, wieder an, und die Straße ist hier über eine längere Strecke dreispurig ausgebaut. Vorbei an einem Rastplatz geht es weiter bergauf, und bei Kilometer 9,2 fährt man in einen beleuchteten, 200 m langen Tunnel. Die Steigung liegt hier bei rund sechs Prozent. Kurz nach dem Tunnel zweigt eine Straße zu den Häusern von Raneburg ab, und im Anschluss folgen drei Lawinengalerien und dazwischen einige Brücken.
Gegenüber dem Tauernbach gewinnt man hier deutlich an Höhe, und nach der Lawinengalerie lohnt ein Blick talauswärts auf den malerischen Tauernbach und die Bauernhöfe. Es folgen einige flachere Passagen, und bei Kilometer 14,1 ist schließlich die Abzweigung ins Inner- und Außergschlöss und damit der Beginn der Schlussrampe erreicht. Hier liegt linkerhand am Weg Richtung Außergschlöss bzw. Matreier Tauernhaus die Schildalm. Dieses letzte Teilstück führt mit konstanten 7,5 % Steigung lange durch eine dreispurige Lawinengalerie zum Tunnelportal. Auf den letzten Metern hat man jedoch freie Sicht auf die umliegenden Gipfel der Hohen Tauern. Zwischen den Gebäuden der Felbertauernstraße AG kann man noch bis zum Haus Steiner weiter fahren, um den Blick in Ruhe zu genießen.

Die Felbertauernstraße ist vor allem in den Abendstunden wenig befahren und daher angenehm zu fahren, die Lawinengalerien und dreispurigen Abschnitte kosten weitere Schönheitspunkte, wenngleich sich die Straße insgesamt gut in die Landschaft der Hohen Tauern einfügt.
Die Abfahrt zurück Richtung Matrei rollt über weite Strecken sehr gut, in den Tunnels und Lawinengalerien ist jedoch erhöhte Vorsicht angebracht!
Für die Beschreibung danken wir Roli Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Roli Mail an Absender0 h 48 m 00 s10.06.2009
Wolke Mail an Absenderohne Zeit21.07.2009
Herbie Mail an Absenderohne Zeit29.07.2005

Nordauffahrt von Mittersill  21,5 km / 845 Hm Schön: 2 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordauffahrt von Mittersill
Für die meisten wird der Felbertauern wohl als Rückweg genutzt, wenn man die Großglockner-Hochalpenstraße von Süd nach Nord befährt und wieder auf die Südseite der Hohen Tauern möchte: dann einfach bei Mittersill von der B168 auf die Felbertauernstraße (B108) abbiegen und der Ausschilderung Richtung Lienz folgen.
Wer direkt in Mittersill starten möchte, für den geht es am Marktplatz los. Von da aus folgt man erst der Kirchgasse, dann der Klausgasse bis zur Einmündung auf die Felbertauernstraße. Kulturell Interessierte biegen davor noch in den Ortsteil Felben zum Felberturm ab, der schon 1150 errichtet wurde.
Die Straße zieht nun in leichter Schlängellinie durch den Talgrund hinauf, ohne dass es ernsthaft steil wird. Erste Lawinengalerien zeugen vom Aufwand, der hier beim Bau betrieben wurde. Bei Kilometer 7,5 bringt eine Kehre am Ausgang einer Lawinengalerie etwas Abwechslung. Hier kann man dem Felbertal weiter zum Hintersee, unterhalb des „echten“ Felbertauern folgen. Unser Weg zieht jedoch steil, dreispurig hinüber ins Amertal. Schließlich wechseln wir wieder auf die östliche Talseite und fahren durch weiter Galerien bergauf. Auf rund 1450 m Höhe passieren wir den Parkplatz Elisabethsee. Hier lohnt es sich, eine kurze Rast einzulegen und den Blick auf den malerischen See mit den umliegenden Bergen zu genießen.
Es folgen noch zwei lange Lawinengalerien, und schon ist man oben am Tunnelportal, wo man den Shuttleservice in Anspruch nehmen kann. Von der Kehre bis zum Tunnelportal werden ab und zu mal in kurzen Wellen an die 9 % erreicht, sonst kurbelt man recht entspannt hinauf.

Hat man die Großglockner-Hochalpenstraße schon in den Beinen, zieht es sich dann doch ganz schön in die Länge bis zum Tunnelportal. Da heißt es mit den Kräften haushalten, denn nach Tunnel und Abfahrt über Matrei nach Lienz kommt ja auch noch der Iselsberg zum Schluss! Eher von Bedeutung ist die Tatsache, dass man in diesem Fall nachmittags hinauffährt und die Straße insgesamt sehr der Sonne ausgesetzt ist. Möglichkeiten zum Wassertanken gibt es zwischen Mittersill und Tunnel nicht: erst am Tunnelportal ist ein kleiner Imbiss.

Tipp des Autors: Alternative zur Tunneldurchfahrt per Tunnelshuttle: ich habe am Tunnelportal einfach den Daumen hochgehalten und hatte Glück. Ich spendierte die Tunnelmaut und war im Nu auf der Südseite.

Tourentipp: Klassische Runde (193 km und 3980 Hm) über Großglockner-Hochalpenstraße (mit Franz-Josephs-Höhe und Edelweißspitze), Felbertauern und Iselsberg mit Start und Ziel in der Gemeinde Großkirchheim im Mölltal. Etwas einfacher wohl mit Start und Ziel in Lienz in Osttirol, da man zum Schluss nur noch talauswärts rollt, das aber Nachmittags meist mit Gegenwind.
Für die Beschreibung danken wir DE Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
DE Mail an Absenderohne Zeit06.09.2006