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Felbertauern (1632 m) Schildalm

Die letzte, überbreite Rampe mit dem "echten" Felbertauern im Blick (rechts).

Auffahrten

Von Roli – Der Anstieg zum Felbertauern beginnt, von Lienz kommend, bei der ersten Abzweigung in den Ort Matrei in Osttirol, zur Goldried-Gondelbahn und ins Virgental. Ab hier beginnt die B108 deutlich mit über sechs Prozent anzusteigen. Rasch gewinnt man östlich des Ortes an Höhe und fährt oberhalb der Kirche vorbei. Wenig später bei Kilometer 1,4 beginnt die „echte“ Felbertauernstraße an einer weiteren Abzweigung in den Ort. Nach 3,9 Kilometern flacht die Straße hinter der ersten Lawinengalerie völlig ab und führt am Gasthaus Felbertauernstüberl und am Gasthaus Lublaß vorbei oberhalb des Endes der Prosseggklamm entlang. Der Tauernbach hat sich hier tief in den Fels geschnitten, und noch im flacheren Teil folgen zwei unbeleuchtete, kurze Tunnels und zwei Lawinengalerien. Dahinter ist die Klamm passiert, und das Tal weitet sich etwas.
Die Steigung zieht ab der Abzweigung in den Weiler Gruben (6,7 km), der malerisch links oberhalb der Straße liegt, wieder an, und die Straße ist hier über eine längere Strecke dreispurig ausgebaut. Vorbei an einem Rastplatz geht es weiter bergauf, und bei Kilometer 9,2 fährt man in einen beleuchteten, 200 m langen Tunnel. Die Steigung liegt hier bei rund sechs Prozent. Kurz nach dem Tunnel zweigt eine Straße zu den Häusern von Raneburg ab, und im Anschluss folgen drei Lawinengalerien und dazwischen einige Brücken.
Gegenüber dem Tauernbach gewinnt man hier deutlich an Höhe, und nach der Lawinengalerie lohnt ein Blick talauswärts auf den malerischen Tauernbach und die Bauernhöfe. Es folgen einige flachere Passagen bis zu Kilometer 14,1. Bis zum Felsturz von 2013 führte hier der Schlussanstieg durch einige Lawinengalerien zum Tunnelportal.
Seit der Eröffnung der neuen Trasse 2015 führt die Strecke jetzt noch ein Stück weiter Richtung Inner- und Außergschlöss. Nach einer kleinen Senke steigt die Straße dann konstant in der Wand südlich des Tunnelportals an. Mit den zwei neu gebauten Kehren kommt hier jetzt doch noch eine wenig Pässe-Feeling auf. Unmittelbar nach der zweiten Kehre mündet man kurz vor der Mautstelle in die alte Trasse ein. In diesem Bereich hat man jedoch freie Sicht auf die umliegenden Gipfel der Hohen Tauern. Zwischen den Gebäuden der Felbertauernstraße AG kann man noch bis zum Haus Steiner weiter fahren, um den Blick in Ruhe zu genießen.

Die Felbertauernstraße ist vor allem in den Abendstunden wenig befahren und daher angenehm zu fahren, die Lawinengalerien und dreispurigen Abschnitte kosten weitere Schönheitspunkte, wenngleich sich die Straße insgesamt gut in die Landschaft der Hohen Tauern einfügt.
Die Abfahrt zurück Richtung Matrei rollt über weite Strecken sehr gut, in den Tunnels und Lawinengalerien ist jedoch erhöhte Vorsicht angebracht!
8 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:48:00 | 10.06.2009
Roli
Mittlere Zeit
Dolce Vita
01:07:20 | 19.08.2019
Holledauer
Von DE – Für die meisten wird der Felbertauern wohl als Rückweg genutzt, wenn man die Großglockner-Hochalpenstraße von Süd nach Nord befährt und wieder auf die Südseite der Hohen Tauern möchte: dann einfach bei Mittersill von der B168 auf die Felbertauernstraße (B108) abbiegen und der Ausschilderung Richtung Lienz folgen.
Wer direkt in Mittersill starten möchte, für den geht es am Marktplatz los. Von da aus folgt man erst der Kirchgasse, dann der Klausgasse bis zur Einmündung auf die Felbertauernstraße. Kulturell Interessierte biegen davor noch in den Ortsteil Felben zum Felberturm ab, der schon 1150 errichtet wurde.
Die Straße zieht nun in leichter Schlängellinie durch den Talgrund hinauf, ohne dass es ernsthaft steil wird. Erste Lawinengalerien zeugen vom Aufwand, der hier beim Bau betrieben wurde. Bei Kilometer 7,5 bringt eine Kehre am Ausgang einer Lawinengalerie etwas Abwechslung. Hier kann man dem Felbertal weiter zum Hintersee, unterhalb des „echten“ Felbertauern folgen. Unser Weg zieht jedoch steil, dreispurig hinüber ins Amertal. Schließlich wechseln wir wieder auf die östliche Talseite und fahren durch weiter Galerien bergauf. Auf rund 1450 m Höhe passieren wir den Parkplatz Elisabethsee. Hier lohnt es sich, eine kurze Rast einzulegen und den Blick auf den malerischen See mit den umliegenden Bergen zu genießen.
Es folgen noch zwei lange Lawinengalerien, und schon ist man oben am Tunnelportal, wo man den Shuttleservice in Anspruch nehmen kann. Von der Kehre bis zum Tunnelportal werden ab und zu mal in kurzen Wellen an die 9 % erreicht, sonst kurbelt man recht entspannt hinauf.

Hat man die Großglockner-Hochalpenstraße schon in den Beinen, zieht es sich dann doch ganz schön in die Länge bis zum Tunnelportal. Da heißt es mit den Kräften haushalten, denn nach Tunnel und Abfahrt über Matrei nach Lienz kommt ja auch noch der Iselsberg zum Schluss! Eher von Bedeutung ist die Tatsache, dass man in diesem Fall nachmittags hinauffährt und die Straße insgesamt sehr der Sonne ausgesetzt ist. Möglichkeiten zum Wassertanken gibt es zwischen Mittersill und Tunnel nicht: erst am Tunnelportal ist ein kleiner Imbiss.

Tipp des Autors: Alternative zur Tunneldurchfahrt per Tunnelshuttle: ich habe am Tunnelportal einfach den Daumen hochgehalten und hatte Glück. Ich spendierte die Tunnelmaut und war im Nu auf der Südseite.

Tourentipp: Klassische Runde (193 km und 3980 Hm) über Großglockner-Hochalpenstraße (mit Franz-Josephs-Höhe und Edelweißspitze), Felbertauern und Iselsberg mit Start und Ziel in der Gemeinde Großkirchheim im Mölltal. Etwas einfacher wohl mit Start und Ziel in Lienz in Osttirol, da man zum Schluss nur noch talauswärts rollt, das aber Nachmittags meist mit Gegenwind.

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Schnellste Zeit
Mittlere Zeit
01:09:54 | 21.08.2015
ThK
Dolce Vita

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