Flexenpass (1773 m)

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Flexenpass (1773 m)

Alpen, Vorarlberg.
Der Flexenpass befindet sich noch auf Vorarlberger Gebiet, jedoch nahe der Grenze zu Tirol. Er liegt damit zwar nur vier Kilometer nordwestlich vom berühmten Arlbergpass, doch ist er bei weitem nicht so bekannt wie jener. Dies hat zwei Gründe: Zum einen verlaufen die Hauptverkehrsströme innerhalb Österreichs in Ost-West Richtung (der Flexenpass hingegen führt von Norden nach Süden) zum anderen wurde die Flexenstraße erst 1895 erbaut (also im Vergleich mit anderen traditionsreichen Alpenübergängen relativ spät). Der Flexenpass verbindet das Lechtal mit der Westrampe zum Arlbergpass und ist somit Teil der europäischen Wasserscheide zwischen Donau und Rhein. Besonders interessant wird der Flexenpass durch seine vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten mit seinen Nachbarpässen: insgesamt ergeben sich bei einer Fahrt über den Flexenpass vier denkbare Varianten:
Variante 1 (nur Flexenpass): Lechtal – Warth – Flexenpass – Alpe Rauz – Bludenz
Variante 2 (zwei Pässe): Lechtal – Warth – Flexenpass – Alpe Rauz – Arlbergpass – Sankt Anton
Variante 3 (zwei Pässe): Bregenzerwald – Hochtannbergpass – Warth – Flexenpass – Alpe Rauz – Bludenz
Variante 4 (drei Pässe): Bregenzerwald – Hochtannbergpass – Warth – Flexenpass – Alpe Rauz – Arlbergpass – Sankt Anton
Bei der zweifelsohne interessantesten Variante 4 hat man somit die einmalige Möglichkeit auf einer Streckenlänge von nur 25 Kilometern insgesamt drei Alpenpässe zu überfahren! Die Passhöhe selbst bietet abgesehen von einer kleinen Gastwirtschaft keinerlei Besonderheiten. Einen längeren Aufenthalt muß man dort oben eigentlich nicht einplanen. Höchster Gipfel der Umgebung ist der Valluga (2809 m), drei Kilometer östlich der Passhöhe.
Für die Beschreibung danken wir Kai Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südanfahrt von der Alpe Rauz3,3 km153 HmSchön: 1 SterneHart: 1 Sterne
Nordseite von Lech6 km283 HmSchön: 1 SterneHart: 1 Sterne

Südanfahrt von der Alpe Rauz  3,3 km / 153 Hm Schön: 1 Sterne Hart: 1 Sterne

Profile und Tracks

Die Südanfahrt zum Flexenpaß ist relativ kurz, weil sie erst in einer Höhe von 1620 m bei der Alpe Rauz von der Westanfahrt zum Arlbergpass abzweigt. Wer also vorher noch ein paar Höhenmeter mehr in den Beinen haben möchte, sollte seine Tour zum Flexenpass schon etwas weiter unten im Klostertal (z. B. in Bludenz auf einer Höhe von 588 m) starten. Würde man auf der B 197 zum Arlbergpass bleiben, wären es vom Abzweig der Flexenstraße Richtung Warth aus nur noch drei Kilometer bis zur Arlberg-Passhöhe. Doch wir wollen schließlich zum Flexenpass und biegen daher an der Rauzalpe nach links auf die B 198 (Lechtal-Bundesstraße) ab. Die Straße führt nach der Passage der Alpe Rauz (1620 m) zunächst in der entgegengesetzten Richtung den Berg hoch, um sich dann nach 800 m Richtung Norden zu wenden. Beim km 1,0 nach dem Abzweig taucht man dann (hoch über der links unten sichtbaren Ortschaft Stuben am Arlberg) in die erste von insgesamt zwei Lawinenschutzgalerien ein. Diese alte, teilweise aus Holz (!) konstruierte Galerie ist auch das bekannteste Fotomotiv der Flexenstraße, die Lichtfenster wirken von außen betrachtet wie in den Fels gehauene Schießscharten. 1300 Meter lang fährt man jetzt an der Bergseite der uralten Galerie völlig orientierungslos bergauf. Aufgrund der Steigung wirkt dieser Abschnitt länger als er eigentlich ist. Man ist froh, die erste Galerie beim Kilometer 2,3 (ab Rauzalpe) endlich wieder verlassen zu können. Nur für wenige Meter fährt man wieder unter freiem Himmel, bevor man die Einfahrt in die zweite, obere Galerie erreicht. Hier befindet sich auf der linken Straßenseite auch eine Aussichtsplatte, von der aus man einen guten Ausblick hinunter ins Klostertal hat. Wer eine Pause machen möchte, sollte diese wegen der schöneren Aussicht lieber hier als auf der Passhöhe einlegen. Denn von ganz oben hat man eigentlich keine besondere Aussicht. Die anschließend folgende obere, zweite Galerie ist mit einer Länge von 300 Metern angenehm kurz und somit auch recht schnell zu durchfahren. Vom Ausgang der oberen Galerie aus sind es dann noch 0,6 km bis zur Passhöhe. Nach 3,3 km mit einer durchschnittlichen Steigung von 4,6 % erreichen wir dann die Passhöhe. Die Maximalsteigung der Südanfahrt beträgt stellenweise 10%.
Für die Beschreibung danken wir Kai Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Reinhard Mail an Absender0 h 11 m 03 s08.09.2006
Mittlere Zeit: Aussenmeniskusriss Mail an Absender0 h 14 m 48 s13.08.2005
Langsamste Zeit: 0 h 20 m 00 s22.08.2010

Nordseite von Lech  6 km / 283 Hm Schön: 1 Sterne Hart: 1 Sterne

Profile und Tracks

Der Beginn der Steigung unmittelbar am Ortsausgang von Lech liegt bereits auf 1450 m. Daher bleiben nur noch 283 Höhenmeter bis zur Passhöhe auf 1773m. Diese verteilen sich auf ca. sechs Kilometer, womit sich eine durchschnittliche Steigung von knapp 5% ergibt.
Der Anstieg ist gleichmäßig, enthält eine längere Galerie, die aber genügend Licht bietet, anders als die Galerien auf der Südseite, für die Beleuchtung ratsam ist. Leider bietet der Flexenpass auf der Nordseite auch keine nennenswerten landschaftlichen Ausblicke.
Insgesamt stellt er damit für sich alleine weder sportlich noch landschaftlich ein Ziel dar, so dass er eigentlich nur im Rahmen einer anderen Tour sinnvoll eingeplant werden kann.
Für die Beschreibung danken wir kayano Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: lordhenchen Mail an Absender0 h 19 m 21 s19.07.2009
Mittlere Zeit: frankn Mail an Absender0 h 24 m 17 s22.07.2007
Langsamste Zeit: 0 h 33 m 00 s12.08.2003