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Flumserberg (1576 m) Prodalp, Tannbodenalp

eigentlichen Tannenbodenalp

Auffahrten

Von stb72 – Dies ist aufgrund der relativen Gleichmäßigkeit ein recht schnell beschriebener Anstieg. Kurz nach dem Start in Flums werden bereits Werte bei 8–12 % angenommen, die nur sehr selten unterschritten werden. In mehreren lang gezogenen Kehren zieht die Straße den Hang empor, immer die Churfirsten im Rücken. Dabei ist man fast ausschließlich im freien Gelände, und Schatten gibt es praktisch nicht, was erschwerend hinzukommt.
In Kehre 4 und 6 zweigt jeweils eine Straße ins Schilstal ab, die sich später vereinigen und ebenfalls zu zwei Hochpunkten über 1400 m Höhe führen. Der Weg zur Tannenbodenalm geht jedoch immer die breitere Straße entlang. Nach einem geringfügig einfacheren Mittelteil sind dann die zwei Kilometer vor Tannenheim (der erste richtige Skiort auf 1200 m Höhe) die steilsten bei ca. 11 % im Schnitt, die Maximalsteigung klettert aber auch hier nie über 13–14 %. Die folgende Gerade ist dann noch steil, bevor es vor der Tannenbodenalm langsam abflacht und im Ort eben wird. Der vorläufige Endpunkt ist dann der große Parkplatz in der Ortsmitte auf 1350 m Höhe, wo sich die Wege teilen. Geradeaus an weiteren Parkplätzen vorbei geht es zur Bahnstation Maschgenkamm mit einer kurzen Rampe noch 40 Hm nach oben. Der Weg zur Prodalp jedoch zweigt scharf nach links ab und führt noch auf breiter Straße bis zur eigentlichen Tannenbodenalp auf 1399 m Höhe.

Hier beginnt dann der schönere Teil der Auffahrt für die letzten 3 km und knapp 200 Hm. Jetzt geht es auf einem schmalen asphaltierten Almweg weiter, welcher zunächst sogar wenige Meter bergab führt, eine kleine Hochalmwiese umrundet und schließlich in den Wald eintaucht. Das Waldstück ist noch leicht, bevor 1,5 km nach der Tannenbodenalp noch ein steile ca. 1 km lange Rampe folgt, maximal bei 14–15 % Steigung. Hier hat man denn sehr weite Panoramablicke zurück über Walensee und Seeztal bis weit nach Osten.
Kurz vor der Prodalp endet dann seltsamerweise der Asphalt, und 400 m darf man noch auf Naturstraße fahren, bevor die Station erreicht ist, wo wieder Asphalt vorherrscht.
Hier ist dann Schluss mit festem und staubfreien Untergrund, geradeaus führt ein Schotterweg der Lifttrasse entlang nach oben, und nach links zweigt die Naturstraße in Richtung Panüöl ab. Aus Interesse probiere ich noch zwei Kilometer, der Belag ist gut und die Steigung sehr sanft, aber ein abendlicher Ausflug in ein kühles und bereits verschattetes Hochtal erscheint dann wenig einladend, so dass mein Weg wieder zurück führt – übrigens mit sehr schöner Abfahrt hinunter nach Flums.

23 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:40:29 | 28.07.2017
ophetkleinsteverzet
Mittlere Zeit
01:05:21 | 25.07.2019
lusti
Dolce Vita
01:25:00 | 03.10.2009
Campa
Von colin – Die Möglichkeit zur Weiterfahrt nach Panüöl sollte noch einem Test unterzogen werden. Der Proband fällt jedoch durch diese Prüfung, die Weiterfahrt kann man sich eigentlich schenken. Aber der Reihe nach:
Der Lockruf, bis auf 1801 m zu kommen, was vom Startort Flumserberg in der Summe dann stolze 1364 Hm zusammenbringt, klingt erstmal nicht schlecht. Ab der Prodalp gibt es also noch einen Aufschlag von ca. 4 km bei 225 Hm. Auch das klingt nach verträglicher Weiterfahrt ohne größere Probleme. Doch das war es auch schon mit den positiven Argumenten, die Gegenseite dagegen wird gewichtiger sein.
Zuerst der Straßenbelag: Es geht los mit 3 km durchaus gut befahrbarer Naturstraße bei kaum vorhandener Steigung. So rollt man dahin, zwar ohne große Probleme, aber auch ohne Spaß an der Sache, da die Landschaft hinter den Bäumen verschwindet und nichts einen erwärmt. Während man gedanklich mit dem Umkehren spielt, radelt man dann aber doch weiter, magisch wirken die 1801 m, und wer kehrt schon gerne 2 km vor dem Ziel um?
Man befindet sich jetzt nicht mehr auf der Sonnenseite, die einen bis zur Prodalp angenehm begleitet hat, sondern auf der schattigen, der Sonne abgewandten Seite der Gegend. Auch das macht keine Laune. Von Flums bis Panüöl war am Tage dieser Befahrung ein Temperaturverlust von ca. 16°C zu verzeichnen, also sollte man bei genügend Plusgraden losfahren, damit man oben noch welche übrig hat.
Dann wird man urplötzlich aus den Gedanken gerissen, denn wie aus heiterem Himmel: Asphalt! Für einen ganzen Kilometer sogar. Aber nichts gibt's umsonst, dafür zieht die Steigung von bisher gemächlichen 4–5 % auf wachrüttelnde 13 % an. Ist diese Passage überstanden, kündigen die Laute von umherlaufenden Kühen den Zielpunkt an. Wieder übernimmt die Naturstraße das Kommando, für die letzten 600 m spielt das nun aber auch keine Rolle mehr.
Dann ist das Alprestaurant erreicht, und man ist eher enttäuscht als erfreut über die Szenerie, welche man vorfindet. Hier passt nämlich überhaupt nichts zusammen. Zur linken verschandelt ein großer Kran die Landschaft, welcher zum Bau der Liftstation benötigt wird, zur rechten findet man mehrere Kuhställe mit dem obligatorischen Misthaufen davor. Dazu mehrere Karren, Anhänger, kleine Bagger, Kuhfladen, typische Almwirtschaft eben.
Soweit kein Problem, liegt aber genau hinter den Ställen das neugebaute Bergrestaurant. Ein großer moderner Klotz mit Terrasse und Fahnenmasten davor, welcher sich Nullkommanull in die Landschaft integriert und in dieser Form überhaupt nicht hierher passt.

Fazit: die sportliche Herausforderung bliebt das einzige Argument, um sich hierher zu verirren, ansonsten gibt es nichts von Belang.

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Schnellste Zeit
Mittlere Zeit
00:23:09 | 30.10.2016
baldur9999
Dolce Vita

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