Forsthaus Rothekreuz (604 m)
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DLRF: 2
Forsthaus Rothekreuz (604 m)
Eifel, Nordeifel, Rureifel, Nordrhein-Westfalen.
In der Gegend um den Rursee, insbesondere natürlich im Nationalpark Eifel mit seinen ausgedehnten Waldgebieten, gibt es für Rennradfahrer nur wenige asphaltierte Straßen, um diese herrliche Naturlandschaft auch mit eben diesem Verkehrsmittel zu erkunden. Die wenigen Straßen sind zudem noch stark befahrene Bundesstraßen, die in diesem von den Flusstälern von Rur, Urft und Olef tief eingeschnittenen Relief zwar (verhältnismäßig) große Höhenunterschiede bewältigen, die aber natürlich mit ihren Serpentinen auf der Karte auch die doch eher wenig geliebten Motorrad- und Sportwagenfahrer anlocken, so dass man immer Gefahr läuft, von einem schwarzen Schaf dieser Zunft mit 150 Sachen und 15 cm Abstand überholt zu werden.
Eine rühmliche Ausnahme stellt da der Forstweg zum Forsthaus Rothekreuz dar, wo man garantiert auf keine Hells Angels treffen wird, schließlich ist dieser Forstweg nicht für den motorisierten Verkehr freigegeben. Er verbindet Einruhr am südlichen Ende der Rurtalsperre mit der B258 zwischen Schleiden und Monschau und bietet neben Ruhe und Abgeschiedenheit auch gleich zwei Besonderheiten, die man in der Eifel nicht so häufig antrifft – man durchbricht die 600 m-Marke, und man bewältigt über 300 Höhenmeter am Stück. Nun gut, zumindest letzter Punkt ist dann doch nicht so spektakulär, da sich der Höhenunterschied ziemlich regelmäßig auf mehr als 10 km verteilt. Eher ein Rollerberg also.
Bei all den Vorzügen des Forstwegs müssen wir hier natürlich auch auf die Nachteile eingehen, und das ist an erster Stelle die Straßenbeschaffenheit. Die komplette Strecke war irgendwann mal asphaltiert; von dieser Asphaltierung ist jedoch mal mehr, mal weniger übrig geblieben, so dass der Untergrund meist irgendwo zwischen „stark verschmutze Asphaltstrecke“ und „grobschottrige Naturstraße mit kläglichen Asphaltresten“ reicht. Wäre es hier steiler, so müsste man wohl ganz klar sagen, dass man mit dem Mountainbike besser aufgehoben wäre. Da die Steigung jedoch im mittleren einstelligen Bereich bleibt, ist es mit dem Rennrad zwar etwas abenteuerlich, aber auf jeden Fall machbar.
Also: Kann man hier mit dem Rennrad fahren? Auf jeden Fall! Soll man hier mit dem Rennrad fahren? Das muss wohl jeder für sich alleine entscheiden. Würde man den Beschreiber jedoch vor die Wahl stellen, entweder zum Forsthaus Rothekreuz etwas Gehoppel ertragen zu müssen, oder beispielsweise auf der parallelen Route nach Herhahn das ständige Gedröhne holländischer Easy-Rider-Verschnitte, so fiele die Wahl relativ eindeutig auf Rothekreuz. Nicht zu verachten sind als Alternative jedoch auch die westlich gelegenen Alternativen vom Rursee über Rohren oder Imgenbroich.
Für die Beschreibung danken wir majortom 

Liste der Auffahrten
| Nordostanfahrt von Einruhr | 9,7 km | 330 Hm | ![]() | ![]() |
Nordostanfahrt von Einruhr 9,7 km / 330 Hm

Die lange Anfahrt zum Forsthaus Rothekreuz beginnt in Einruhr, am südlichsten Zipfel des Rursees gelegen und im Sommer ein ziemlich überlaufenes Naherholungsgebiet mit Strandbad, Minigolf und allem was sonst noch so dazu gehört. Einruhr verlassen wir zunächst in südöstlicher Richtung auf der B266, denn die ersten 700 m sind identisch mit der motorradverseuchten Westanfahrt nach Herhahn.
Doch sobald wir dann rechts in Richtung Erkensruhr abgebogen sind, lassen wir das Verkehrschaos hinter uns und befinden uns in einem ruhigen, idyllischen Seitental der Rur. Bei kaum wahrnehmbarer Steigung näheren wir uns Erkensruhr (2,4 km), wo sich ein Kur- und Wellnesshotel an das nächste reiht. Davon lassen wir uns jedoch nicht weiter stören, sondern folgen einfach der Hauptstraße weiter in das Tal hinein, die schon bald im Wald verschwindet, und deren Zustand immer schlechter wird. Nun hat man zwei Möglichkeiten, entweder verflucht man den Autor und kehrt um, oder man erträgt die desolate Straße und hofft auf Besserung.
Man glaubt es kaum, aber es wird tatsächlich besser. Die Straße führt jetzt bis zu einer Ansammlung von ein paar Häusern am linken Hang namens Hirschrott, doch wir müssen schon vorher an einer Schranke vorbei und dem unscheinbareren Weg rechts hinauf folgen. Dieser ist jedoch bald schon wieder anständig asphaltiert, auch wenn Verschmutzung des Untergrunds natürlich nie ausgeschlossen werden kann. Bei weiterhin moderater Steigung gelangen wir so zur ersten Kehre.
Auf die erste Kehre folgt sofort eine zweite, und im weiteren Verlauf der Auffahrt kommen dann nochmal zwei Kehrenkombinationen. Der Asphaltzustand ist weiterhin tolerabel, wenn auch wieder einige sehr desolate Stücke drin sind. Dies ändert sich jedoch mit der letzten Kehre, die gleichzeitig die Einmündung in einen etwas breiteren, perfekt asphaltierten Weg ist (8,4 km). Diese Forststraße wird wohl auch von den Nationalpark-Rangern benutzt, und die wollen in ihren Geländewagen selbstverständlich komfortable Straßen...
Das letzte Stück bis zum Forsthaus ist dann nahezu flach, teilweise sogar leicht abfallend. Insgesamt gesehen wird der höchste Punkt der Auffahrt jedoch kurz vor dem Forsthaus erreicht, so dass wir den Pass auch nach diesem benennen. Folgt man der Forststraße, so erreicht man nach weiteren 1,9 km den Parkplatz Rothekreuz an der Bundesstraße zwischen Schleiden und Monschau.
Für die Beschreibung danken wir majortom 











