Große Kalmit (673 m)

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Große Kalmit (673 m)
Mont Ventoux der Pfalz

Pfälzerwald, Rheinland-Pfalz.
Die Große Kalmit liegt südlich von Neustadt an der Weinstraße und ist mit einer Höhe von 673 m (nicht zu verwechseln mit der nur 270 m hohen kleinen Kalmit) zwar nur der zweithöchste Berg der Pfalz (höchster pfälzischer Gipfel ist der Donnersberg im Nordpfälzer Bergland), doch immerhin ist die Große Kalmit der höchste Punkt im Pfälzer Wald! Auf dem Gipfel (der bis ganz oben mit dem Rennrad problemlos zu befahren ist) befindet sich eine bewirtschaftete Hütte sowie die für solche Berge wohl unvermeidliche Sendeanlage. Damit hätten wir schon die erste Gemeinsamkeit mit dem Mont Ventoux, die zweite ist der Name: Kalmit stammt nämlich von lateinisch „calvus mons” (kahler Berg). Nun ja, Ventoux heißt der „Windumtoste”, doch eigentlich würde „kahler Berg” viel besser zum Giganten der Provence als zur Kalmit passen. Zumal die Kalmit alles andere als kahl ist – ganz im Gegenteil: der Berg ist bis hoch zum Gipfel eigentlich komplett bewaldet. Und hier hätten wir auch schon die dritte Parallele, nämlich die Vegetation. Sie erinnert nämlich aufgrund ihrer sonnenverwöhnten Lage eher an die Provence und andere mediterrane Gebiete als an das was man im üblicherweise kalten Deutschland sonst so gewohnt ist. Vom Kalmitgipfel aus hat man dann bei gutem Wetter eine hervorragende Aussicht auf die Oberrheinebene und auf die zurückgelegten Höhenmeter.
Nur hinsichtlich des Schwierigkeitsgrades kann solch ein Hügelchen im deutschen Mittelgebirge natürlich nicht mit dem Ventoux mithalten, doch dafür um so mehr mit dem Kultfaktor (wenn auch naturgemäß von eher lokaler – sprich pfälzischer – Bedeutung)! Zum einen war die Rheinland-Pfalz-Rundfahrt schon öfters hier zu Gast (auch Udo Bölts’ Heimatort Heltersberg liegt ganz in der Nähe), zum anderen gibt es hier einmal im Jahr ein ganz besonders skurriles Rennen, nämlich den Kalmit-Klapprad-Cup (kalmit-klapprad-cup.de). Ja ihr habt richtig gelesen, es geht um ganz ordinäre Klappräder! Und mit diesen Einkaufskörben auf zwei Rädern erreichen manche Teilnehmer sogar Zeiten, die auch für einen gut trainierten Fahrer auf einem modernen Rennrad durchaus ordentlich wären.
Übrigens: aufgrund der starken Bewaldung aller drei Anfahrten ist die Kalmit ein besonderer Tipp für heiße Sommertage! Selbst wenn es in der Oberrheinebene schon unerträglich heiß ist, kann man hier noch gemütlich hochradeln. Außerdem: obwohl es sich bei allen drei Anfahrten um Landesstraßen handelt, hält sich der Verkehr außerhalb von Sonn- und Feiertagen doch sehr in Grenzen. Und auch den Pfälzer Motorradfahrern scheinen die Sträßchen rund um die Kalmit etwas zu eng zu sein, diese Spezies war dort nämlich kaum vertreten.
Für die Beschreibung danken wir Kai Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Klassische Ostrampe von Maikammer7,7 km492 HmSchön: 4 SterneHart: 3 Sterne
Alternative Ostrampe von St. Martin7,1 km432 HmSchön: 2 SterneHart: 3 Sterne
Westrampe vom Elmsteiner Tal12,1 km473 HmSchön: 3 SterneHart: 2 Sterne

Klassische Ostrampe von Maikammer  7,7 km / 492 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Maikammer (180 m) ist ein typisch pfälzischer Ort an der Deutschen Weinstraße. Wenn dann auch noch gerade der Erlebnistag Deutsche Weinstraße stattfindet, scheint sich die ganze Pfalz in eine einzige Weinprobe zu verwandeln. In Maikammer ist dann die Ortsdurchfahrt gesperrt, man muss sich seinen Weg erst durch die weinselige Menschenmasse suchen. Aber Achtung: die Kalmit fährt sich besser ohne Wein-Viertele im Blut, deshalb begeben wir uns auch unverzüglich zur Kreuzung Weinstraße/Hartmannstraße (km 0,0 / 180 m), dem örtlichen Startpunkt der Gipfelfahrt. Auf den ersten 1,2 km kann man sich bei recht moderater Steigung noch gut einrollen, der eigentliche Anstieg zur großen Kalmit beginnt erst am westlichen Ortsausgang von Maikammer (km 1,2 / 200 m). Diese Höhe wird auch durch ein grünes Schild mit leuchtend-gelber Schrift angezeigt, diese Höhenangaben wiederholen sich später dann alle 100 Höhenmeter. Sehr vorbildlich - ein Service den man sonst nichteinmal von den großen Alpenstraßen kennt! Doch direkt nach dem Ortsschild geht es dann wirklich los: auf den nächsten 5,3 km sind im Schnitt 7,6 % durchschnittliche Steigung zu bewältigen. Schon wenige hundert Meter nach dem Ortsschild von Maikammer tauchen wir in den Wald ein, der uns ab hier bis zum Gipfel begleiten wird. Beim km 2,1 folgt die erste der beiden Kehren, Nummer 2 erreichen wir dann beim Km 6,5. Es folgt ein kurzes Flachstück, bevor die Steigung wieder auf die gewohnten Werte anzieht. Wenige Meter nach dem Passieren der 600-Meter-Höhenmarke ist dann die Passhöhe Kalmit erreicht (Km 6,5 / 600 m): wer es eilig hat, kann ab hier wieder bergab in Richtung Totenkopfhütte und Elmsteiner Tal weiterfahren. Wer dagegen etwas Zeit mitbringt, sollte hier auf jeden Fall links abbiegen und der Beschilderung „Kalmitgipfel“ folgen. Das Sträßchen zum Gipfel ist noch etwas schmaler als die ohnehin nicht breite bisherige Straße, und auch der Asphalt ist hier oben ein ganzes Stück „französischer“ - dafür lässt aber die Steigung wieder etwas nach. Beim nun folgenden Kalmit-Parkplatz (Km 7,1 / 642 m) ist für den motorisierten Teil unserer Gesellschaft Schluß, für diese Spezies heißt es ab hier wandern. Wir aber folgen dem Wirtschaftsweg zur Hütte, der für Autos gesperrt ist, sich aber mit dem Rennrad noch gerade so fahren lässt (auch wenn sich der ohnehin schon grobe Asphalt hier stellenweise bereits ganz auflöst. Nach insgesamt 7,7 km mit einer durchschnittlichen Steigung von 6,4% erreicht man dann den Kalmitgipfel (672 m). Für die Statistiker unter uns: bei der Tour de France wäre dies ein Anstieg der 2. Kategorie. Die Maximalsteigung wird nirgendwo angegeben, nach meiner Schätzung dürfte sie jedoch nirgendwo zweistellige Werte erreichen.
Für die Beschreibung danken wir Kai Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: gerigoat Mail an Absender0 h 20 m 35 s14.09.1998
Mittlere Zeit: Pastorius Mail an Absender0 h 28 m 00 s26.07.2003
Langsamste Zeit: 1 h 02 m 00 s08.06.2009

Alternative Ostrampe von St. Martin  7,1 km / 432 Hm Schön: 2 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Wenige Kilometer südlich gibt es ein zweite Ostrampe, welche in St. Martin beginnt. Dieser Ort liegt wie Maikammer ebenfalls an der Weinstraße, wenn auch etwas höher auf 240 m. Von St. Martin aus nähert man sich der Kalmit gewissermaßen „von hinten“ auf der Totenkopfstraße - man fährt bei dieser Anfahrt in Form einer großen Schleife zunächst südlich am Gipfel vorbei. Die ersten 4,7 km auf der Totenkopfstraße sind im Mittel 5,1 % steil. Beim km 4,7 km (478 m) verlassen wir dann die L 514 (Totenkopfstraße) und biegen nach rechts ab auf die L 515 Richtung Kalmit. Auf den nächsten 2,2 km sind dann weitere 122 Höhenmeter zu überwinden, bevor man die Passhöhe Kalmit erreicht (km 5,9 / 600 m). Wer zum Gipfel will biegt hier oben rechts ab (siehe Beschreibung der Anfahrt von Maikammer), wer wieder zurück zur Weinstraße will, fährt einfach geradeaus weiter bergab.
Für die Beschreibung danken wir Kai Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Roschi Mail an Absender0 h 24 m 10 s03.08.2008
2.simwy02 Mail an Absender0 h 28 m 06 s04.10.2008
3.Maulee Mail an Absender0 h 33 m 00 s16.05.2008
gemufft Mail an Absenderohne Zeit31.05.2009
thomasmahl Mail an Absenderohne Zeit15.06.2009
paelzman Mail an Absenderohne Zeit29.09.2009
Der Eismann Mail an Absenderohne Zeit24.04.2009
kadir Mail an Absenderohne Zeit22.05.2009

Westrampe vom Elmsteiner Tal  12,1 km / 473 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Wer sich der Kalmit vom Westen aus nähern möchte, der startet im romantischen Elmsteiner Tal. Wer aus Richtung Frankeneck kommt, biegt dazu unterhalb der Ruine Breitenstein nach links ab. Von Elmstein kommend muss man dort entsprechend rechts abbiegen. Im Prinzip folgt man dabei einfach der Ausschilderung „Totenkopfstraße“. Und dieser Name ist nicht ganz unberechtigt, denn bevor es von dieser Seite aus zur Kalmit geht, muss zunächst der erste Hochpunkt dieser Anfahrt, nämlich die Totenkopfhütte (513 m) erklommen werden. Die Steigung beginnt im Elmsteiner Tal bei einer Höhe von 200 m, bis zur Totenkopfhütte (einem beliebten Ausflugslokal mit Biergarten) sind dann auf einer Länge von 7,1 km 313 Höhenmeter zu überwinden (Durchschnittssteigung also gerade einmal 4,4 %). Nach der Totenkopfhütte folgt dann sogar eine leichte Abfahrt. Hier verlieren wir auf einer Länge von 1,6 km wieder 35 Höhenmeter. Erst ab der Einmündung der L 515 in die L 514 (Km 8,7 / 478 m), an der wir links abbiegen, geht es dann wieder bergauf. Ab dieser Kreuzung entspricht die Auffahrt dann exakt der von St. Martin ausgehenden Strecke. Bedingt durch die Zweiteilung des Anstiegs (bis Totenkopfhütte und dann erst wieder ab der Kreuzung L 514 / L 515) sowie die geringe Durchschnittssteigung im ersten Abschnitt bis zur Totenkopfhütte ist dies mit Sicherheit die leichteste Anfahrt zur Kalmit. Auch diese Strecke verläuft komplett im Wald.
Für die Beschreibung danken wir Kai Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: maximopsWOR Mail an Absender0 h 32 m 07 s28.04.2004
Mittlere Zeit: simwy02 Mail an Absender0 h 40 m 13 s04.10.2008
Langsamste Zeit: 0 h 48 m 10 s13.10.2008