Großer Beerberg (942 m)

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Großer Beerberg (942 m)

Thüringer Wald, Thüringen.
Durch Gehlberg geht es weiter steil bergauf.
Der Große Beerberg ist mit 983 m der höchste Berg des Thüringer Waldes. Zwar führt kein asphaltierter Weg bis auf den Gipfel, jedoch verläuft die Straße L1129, die am Rondell bei Oberhof beginnt und an der Schmücke vorbei bis zur Rennsteig-Kreuzung bei Schmiedefeld entlang des Rennsteig-Wanderweges führt, nur 350 m nordöstlich an diesem höchsten Punkt ganz Thüringens vorbei. Der höchste Punkt der Straße wird durch ein Schild „942 m ü.NN” markiert und muss uns Rennradfahrern als Zielankunft genügen.
Leider hat man aufgrund der Bewaldung von der Straße aus weder auf den Großen Beerberg noch auf den auf der anderen Seite nordöstlich gelegenen Schneekopf (978 m) freie Sicht. Wer sich trotzdem nicht die phantastische Aussicht von diesen beiden Bergesspitzen nehmen lassen möchte, muss auf die Rennrad-untauglichen Wanderwege ausweichen, die von der Straße abzweigen.
Der Große Beerberg lässt sich aufgrund seiner zentralen Lage im Thüringer Wald sehr gut in eine Tour durch das Mittelgebirge einbinden. Entlang des Rennsteiges kann man in nordwestliche Richtung den 9 km entfernten Ort Oberhof, in südöstliche Richtung die Orte Schmiedefeld am Rennsteig (9 km), Stützerbach (12 km) oder Neustadt am Rennsteig (19 km) erreichen. Besonders interessant ist jedoch die Nordost-Anfahrt über Gehlberg, da sie die beste Möglichkeit bietet, auf kurzem Wege schnell an Höhe zu gewinnen.

Dieser Pass gehört auch zum Programm der 1. quaeldich.de Deutschland-Rundfahrt und wurde auf der Ersten Etappe von Erfurt nach Bad Neustadt als erster Pass, aus dem Gehlberger Grund kommend, am 4. Juli 2009 unter die Räder genommen.
Für die Beschreibung danken wir Reinhard Mail an Absender

Nordostanfahrt aus dem Gehlberger Grund  6,3 km / 376 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordostanfahrt aus dem Gehlberger Grund
Die Ortschaft Gehlberger Grund liegt im Tal der Wilden Gera, durch das auch die Eisenbahnstrecke zwischen Gräfenroda und Zella-Mehlis verläuft, die hier mit dem Bahnhof Gehlberg einen letzten Zwischenstopp auf der Nordseite des Thüringer Waldes besitzt, bevor sie diesen im Brandleitetunnel unterquert. Auto- sowie Rennradfahrer erreichen diesen Startpunkt üblicherweise aus dem Ort Gräfenroda, durch den die B88 führt. Von der Ortsmitte bis zum Gehlberger Grund führt die meist leicht ansteigende Straße auf einer etwa Länge von rund 8,5 km durch das idyllische, immer enger werdende Tal der Wilden Gera entlang. Auf etwa halber Strecke fährt man unter Deutschlands größter Autobahnbogenbrücke, der spektakulären, 110 m hohen, 552 m langen "Talbrücke Wilde Gera" der A71 hindurch.
Etwa einen Kilometer später zweigt rechts die Auffahrt nach Oberhof durch das Kehltal ab, zur Schmücke folgt man jedoch weiter der Straße im Gehlberger Grund, die von der Stützmauer der oberhalb am Hang verlaufenden Bahnstrecke begleitet wird, bis schließlich die kleine Siedlung um den Bahnhof Gehlberg am Ende des Tals erreicht ist und die Hauptstraße nach den ersten Häusern links abknickt und weiter in Richtung Gehlberg (1 km) und Schmücke (6 km) führt.

Unmittelbar nach dieser Kurve führt eine kleine Brücke über die Wilde Gera, dahinter ist unser Startpunkt auf ca. 566 m, noch vor der Eisenbahnunterführung. Ein 12%-Steigungs-Schild macht uns unmissverständlich darauf aufmerksam, dass mit der Linkskurve hinter dem Tunnel ein erster heftiger Anstieg auf uns wartet. Durch den Wald hindurch gewinnen wir schnell an Höhe, passieren das 600 m-Schild und fahren nach 0,8 km und einer bisherigen Durchschnittssteigung von ca. 9% in den Ort Gehlberg ein, der uns auf der weiterhin steilen Straße schnell weiter nach oben und bereits am 700 m-Schild vorbeiführt. Bis vor wenigen Jahren war dieses Stück teilweise noch gepflastert, inzwischen weist die Straße jedoch einen guten Asphaltbelag auf.
Die Steigung geht im Ort etwas zurück, letztendlich sogar für ein paar Meter auf 0, nur um gegen Ortsende wieder mit einem richtig steilen Abschnitt in einer Rechtskurve kurzzeitig auf ca. 12% anziehen zu können. Dahinter fahren wir auf direktem Wege auf den Wald zu, rechterhand befindet sich ein großzügiger Parkplatz.
Bei Kilometer 2,6 erreichen wir auf einer Höhe von 760 m die letzten verstreuten Häuser von Gehlberg sowie das Ortsausgangsschild und biegen in einer Linkskurve in den Wald ein. Die Steigung bewegt sich hier zunächst noch bei 6-9%, weshalb auch das 800 m-Schild nicht lange auf sich warten lässt, geht dann aber auf angenehme 3-5% zurück, so dass wir ein paar Gänge hochschalten und einige tiefe Atemzüge von der frischen Waldluft genießen können. In einigen langgezogenen Kurven und vorbei am 900 m-Schild kommen wir schließlich nach 5,7 km an einer Lichtung auf ein Flachstück, die Schmücke.
Auf der rechten Seite fordern uns die zwei Gaststätten "Joel's Stübchen" und "Rucksacktreff" zum Einkehren auf, links gibt es - für den verschwitzten Radfahrer angenehmer - die Möglichkeit für einen Imbiss im Freien. Wer nicht gerade auf der Jagd nach dem Highscore für die Auffahrt ist, sollte sich hier auf alle Fälle mit der einen oder anderen Thüringer Rostbratwurst für die Weiterfahrt stärken. Zwischen diesen möglichen Verpflegungspunkten hindurch treffen wir auf eine Vorfahrtsstraße, die links entlang des Rennsteiges nach Schmiedefeld führt. Wir biegen an dieser Stelle jedoch rechts in Richtung Oberhof ab und erreichen nach zwei Kurven und nur etwa 0,5 km, wobei wir uns die letzten 32 Hm höchkämpfen müssen, die höchste Stelle der Straße und damit unser Ziel, das "942 m ü.NN"-Schild.
Mit einer Durchschnittssteigung von 6,0% und der insgesamt moderaten Höhendifferenz von 376 m kann die Auffahrt zum Großen Beerberg zwar längst nicht mit einem durchschnittlichen Alpenpass mithalten, dank der zwischenzeitlich steilen Anstiege von bis zu 12% bietet sie jedoch dem nicht mit Bergen verwöhnten Flachländler eine schöne und sehr schwach befahrene Trainingsstrecke für den nächsten Hochgebirgsurlaub.
Für die Beschreibung danken wir Reinhard Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: flash2010 Mail an Absender0 h 18 m 52 s10.05.2011
Mittlere Zeit: ruedi Mail an Absender0 h 23 m 10 s31.05.2008
Langsamste Zeit: 0 h 29 m 54 s30.05.2004

Nordwestauffahrt vom Rondell (Oberhof)  7,5 km / 119 Hm Schön: 2 Sterne Hart: 1 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordwestauffahrt vom Rondell (Oberhof)
Der Startpunkt der Auffahrt ist das Rondell, wo die nach Suhl führende B247 den Rennsteig überquert. Der Abzweig zur Schmücke befindet sich bereits auf einer Höhe von 825 m. Die Auffahrt liegt vollständig im Wald und folgt im Wesentlichen dem Rennsteig, einem Wanderweg, der über ca. 170 km auf dem Kamm des Thüringer Waldes verläuft.
Auf den ersten 1,5 km verläuft die Straße in weiten Bögen leicht ansteigend durch den Wald, bevor es auf dem folgenden Kilometer fast flach bleibt. Ab Kilometer 2,5 steigt die Trasse wieder leicht an, wer allerdings steile Rampen erwartet, wird enttäuscht sein. Dafür bietet die Straße eine der wenigen Möglichkeiten, dem Kamm des Thüringer Waldes zu folgen, ohne ins Tal abfahren zu müssen.
Nach etwa zwei Dritteln der Strecke wird ein Aussichtspunkt am linken Straßenrand passiert, der weite Ausblicke ins nördliche Vorland eröffnet. Nach weiteren 2,5 km erreicht man schließlich völlig unspektakulär den höchsten Punkt der Straße unweit des Großen Beerbergs. Dahinter fällt die Straße auf ca. 500 Metern bis zur Einmündung der Auffahrt von Gehlberg kurz ab, hier bietet sich die Möglichkeit zur Einkehr. Geradeaus gelangt man nach etwa 8 km auf überwiegend fallender Strecke zur Rennsteig-Kreuzung bei Schmiedefeld.
Für die Beschreibung danken wir Kletterkönig120 Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: flash2010 Mail an Absender0 h 14 m 39 s10.10.2010
Mittlere Zeit: falkiboy Mail an Absender0 h 18 m 10 s19.06.2009
Langsamste Zeit: 0 h 25 m 00 s16.09.2007